Schriftliche Frage 99 von Chantal Kopf (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie plant die Bundesregierung, strukturelle Nachteile von Windenergieprojekten in Süddeutschland, insbesondere höhere Erschließungskosten in…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 99 von Chantal Kopf (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie plant die Bundesregierung, strukturelle Nachteile von Windenergieprojekten in Süddeutschland, insbesondere höhere Erschließungskosten in…
Frage 99 (Chantal Kopf, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Wie plant die Bundesregierung, strukturelle Nachteile von Windenergieprojekten in Süddeutschland, insbesondere höhere Erschließungskosten in hügeligen Gebieten/Mittelgebirgen durch schwieriger zu erschließende Flächen, Platzmangel und aufwändige Transporte, stärker zu berücksichtigen, da das bestehende Referenzertragsmodell ausschließlich Unterschiede im standortspezifischen Windertrag ausgleicht?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 8. Juli 2026:
Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wurde vereinbart, das Referenzertragsmodell auf Kosteneffizienz unter anderem hinsichtlich unwirtschaftlicher Schwachwind-Standorte zu überprüfen. Weiterhin wurde im Klimaschutzprogramm (KSP) der Bundesregierung eine zusätzliche Ausschreibungsmenge von 12 Gigawatt und eine Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells beschlossen, das zu einer regional ausgewogeneren Verteilung, insbesondere auch für Windenergie im Süden, beitragen soll. Derzeit stimmt sich das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Ressortgespräche zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes über die zusätzlichen Ausschreibungsmengen bei Windenergie an Land gemäß Klimaschutzprogramm ab, die kosteneffizient, netz- und systemdienlich und mit einer wirksamen regionalen Steuerung umgesetzt werden sollen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geht davon aus, dass die gemäß Klimaschutzprogramm vereinbarte Erhöhung der Ausschreibungsmengen und die Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells die Zuschlagswahrscheinlichkeit für Windenergieprojekte in Süddeutschland stärken wird.
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