Schriftliche Frage 144 von Sarah Vollath (DIE LINKE): Liegen der Bundesregierung Berechnungen vor, aus denen hervorgeht, in welchem Jahr die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen um 14 Monate…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 1. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 144 von Sarah Vollath (DIE LINKE): Liegen der Bundesregierung Berechnungen vor, aus denen hervorgeht, in welchem Jahr die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen um 14 Monate…
Frage 144 (Sarah Vollath, Die Linke):
Liegen der Bundesregierung Berechnungen vor, aus denen hervorgeht, in welchem Jahr die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen um 14 Monate bzw. um zwei Jahre geringer war als die letzten verfügbaren Zahlen zu diesem Indikator, und in welchem Jahr die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen um fünf Jahre geringer war als diese im Jahr 2060 voraussichtlich sein wird, und wenn ja, mit welchem Ergebnis (bitte getrennt nach Frauen und Männern ausweisen)?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 4. Juni 2026:
Die Beurteilung der Sterblichkeitsverhältnisse einer Bevölkerung wird durch die Sterbetafel ermöglicht. Sie gibt Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersgruppen. Die sogenannte fernere Lebenserwartung gibt an, wie viele weitere Lebensjahre Menschen eines bestimmten Alters nach den in der aktuellen Berichtsperiode geltenden Sterblichkeitsverhältnissen im Durchschnitt noch leben könnten. Die aktuelle Sterbetafel bezieht sich auf den Dreijahreszeitraum 2022/2024. Die fernere Lebenserwartung im Alter 65 betrug demnach für Männer 17,71 Jahre und für Frauen 20,91 Jahre. Ungefähr 14 Monate geringer war die Lebenserwartung in diesem Alter bei den Männern im Zeitraum 2003/2005 (16,47 Jahre) und bei den Frauen 2002/2004 (19,77 Jahre). Ungefähr zwei Jahre geringer war die Lebenserwartung in diesem Alter bei den Männern im Zeitraum 1999/2001 (15,79 Jahre) und bei den Frauen 1996/1998 (18,85 Jahre). Für das Jahr 2060 liegen aus der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung Werte aus drei verschiedenen Annahmen (L1 „geringer Anstieg“, L2 „moderater Anstieg“, L3 „starker Anstieg“) zur Entwicklung der Lebenserwartung vor. Für Männer im Alter 65 betragen diese Werte 19,72 Jahre (Annahme L1), 20,97 Jahre (Annahme L2) und 22,19 Jahre (Annahme L3). Für Frauen im Alter 65 betragen diese Werte 22,44 Jahre (Annahme L1), 23,59 Jahre (Annahme L2) und 24,68 Jahre (Annahme L3). Ungefähr fünf Jahre geringer waren die entsprechenden Werte in folgenden Zeiträumen: Für Männer 1994/1996 mit 14,75 Jahren (im Vergleich zur Annahme L1), 2000/2002 mit 15,93 Jahren (im Vergleich zur Annahme L2) und 2007/2009 mit 17,22 Jahren (im Vergleich zur Annahme L3). Für Frauen 1984/1986 mit 17,46 Jahren bezogen auf das frühere Bundesgebiet (im Vergleich zur Annahme L1), 1995/1997 mit 18,66 Jahren (im Vergleich zur Annahme L2) und 2001/2003 mit 19,61 Jahren (im Vergleich zur Annahme L3). Quelle: Statistisches Bundesamt, 2026
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