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Schriftliche Frage 97 von Markus Matzerath (AfD): Liegen der Bundesregierung klare Belege aus Studien mit Kontrollgruppen (ggf. auch randomisiert) vor, dass der Mädchen-Zukunftstag („Girls'…

dip / schriftliche_frage 08.05.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 4. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Schriftliche Frage 97 von Markus Matzerath (AfD): Liegen der Bundesregierung klare Belege aus Studien mit Kontrollgruppen (ggf. auch randomisiert) vor, dass der Mädchen-Zukunftstag („Girls'… Frage 97 (Markus Matzerath, AfD): Liegen der Bundesregierung klare Belege aus Studien mit Kontrollgruppen (ggf. auch randomisiert) vor, dass der Mädchen-Zukunftstag („Girls' Day“), den die Bundesregierung fördert und bewirbt, die tatsächliche Zahl von Mädchen, die eine Ausbildung oder Studium in den Bereichen Informatik, Mathematik, Physik, Ingenieurswissenschaften abschließen, nachweisbar erhöht, auch vor dem Hintergrund der ansonsten nach meinen Erkenntnissen fast nur auf Befragungen stattfindenden Evaluation (www.bmbfsfj.bund.de/ bmbfsfj/aktuelles/alle-meldungen/evaluation-zeig t-aktionstage-sensibilisieren-fuer-klischeefreie-be rufswahl-271596; www.girls-day.de/daten-fakten/ girls-day-befragungen/2025-externe-evaluation)?“ Antwort der Parlamentarischen Staatssekretarin Mareike Lotte Wulf vom 7. Mai 2026: Seit Einführung des Girls’Day im Jahr 2001 lassen sich deutliche Erfolge erkennen: So lag im Jahr 2024 der Anteil der Studienanfängerinnen in MINT-Fächern bei 35,6 Prozent, 2001 lag er noch bei 29,5 Prozent. (Quelle: www.kompetenzz.de/service/datentool/datentool-studium). Der Frauenanteil in MINT-Beschäftigung steigt ebenfalls kontinuierlich an. Waren es im Jahr 2013 noch 15,7 Prozent Frauen in sozialversicherungspflichtigen MINT-Berufen, sind es 2014 bereits 17,8 Prozent Das Berufs- und Studienwahlverhalten von Mädchen und jungen Frauen lässt sich nicht monokausal auf ein bestimmtes Angebot der Berufsorientierung wie den Girls’Day zurückverfolgen. Die Forschung zeigt, dass dafür eine Fülle an Faktoren wie das Elternhaus, die Peergroup, eigene Vorstellungen, aber auch konkrete Angebote zur Berufsorientierung maßgeblich sind. Dazu gehört der Girls’Day als Mädchen- Zukunftstag. Um den Girls’Day und dessen Wirkung zu bewerten, wurden bereits verschiedene Studien durchgeführt. Diese basierten vor allem auf Befragungen, da bei der Konzeption der Studien die methodischen, finanziellen und praktischen Grenzen von Wirkungsforschung im Bereich Bildung und Gleichstellung berücksichtigt werden müssen. Randomisierte Kontrollstudien mit Untersuchung der Langzeitwirkung sind im Hinblick auf den Girls’Day als eine niedrigschwellige, einmalige Sensibilisierungsmaßnahme kaum realisierbar und sehr kostspielig. Die bisherige Forschung zeigt überzeugende Ergebnisse der Wirkung der beiden Aktionstage. Daher wurde bislang auf befragungsbasierte, wissenschaftlich fundierte Erhebungsinstrumente zurückgegriffen, um die Wirkung des Girls’Day zu evaluieren. Befragungsbasierte Erhebungsinstrumente sind in diesem Feld ein anerkannter und angemessener Standard. 2025 wurde die durch die Prognos AG durchgeführte Evaluation der Aktionstage veröffentlicht (vgl.: www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/27 1604/3337929c2455fe3a758cd2b531c4dd1a/20251002-prognosag-evalu ation-girlsboysday-data.pdf), die deren Sensibilisierungswirkung sowie weitere Effekte umfassend und wissenschaftlich fundiert belegt.

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