Schriftliche Frage 67 von Vinzenz Glaser (DIE LINKE): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur humanitären, sicherheitspolitischen und politischen Lage im Südsudan (insbesondere in Bez…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.
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Schriftliche Frage 67 von Vinzenz Glaser (DIE LINKE): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur humanitären, sicherheitspolitischen und politischen Lage im Südsudan (insbesondere in Bez…
Frage 67 (Vinzenz Glaser, Die Linke):
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur humanitären, sicherheitspolitischen und politischen Lage im Südsudan (insbesondere in Bezug auf die Eskalation der Gewalt, die Angriffe auf humanitäres Personal, die drohende Hungersituation und die politischen Spannungen) vor, und welche diplomatischen, finanziellen oder multilateralen Maßnahmen hat sie im Rahmen ihrer Handlungsmöglichkeiten (z. B. bei der United Nations Mission in South Sudan – UNMISS, der EU-Ebene, bilateralen Partnerschaften sowie anderen UN-Institutionen wie dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen – UNICEF, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen – UNHCR und dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten – OCHA) ergriffen, oder plant sie zu ergreifen, um den Schutz humanitärer Helfer und den Zugang zu Notleidenden zu verbessern?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Géza Andreas von Geyr vom 9. März 2026:
Seit Anfang 2026 eskaliert die Gewalt in Südsudan, insbesondere im Bundestaat Jonglei. Laut Vereinten Nationen wurden dadurch mehr als 370.000 Menschen vertrieben, davon über 225.000 allein in Jonglei. Es kommt regelmäßig zu zivilen Opfern im Rahmen der Kampfhandlungen, humanitäre Helferinnen und Helfer und Einrichtungen werden ebenfalls zum Ziel. Vereinte Nationen und humanitäre Organisationen beklagen weitgehende Zugangsbeschränkungen zu den von Kämpfen betroffenen Gebieten. Die Bundesregierung verurteilt die Angriffe auf medizinische Infrastruktur, humanitäre Helferinnen und Helfer und die Zerstörung von Hilfsgütern auf das Schärfste. Die Bundesregierung hat, auch gemeinsam mit internationalen Partnern, die südsudanesische Übergangsregierung in öffentlichen Erklärungen dazu aufgefordert, zum friedlichen Dialog zurückzukehren, das Friedensabkommen von 2018 umzusetzen und die sichere und ungehinderte Bereitstellung humanitärer Hilfe zu ermöglichen (abrufbar unter: https://x.com/GERinSSD, https://x.com/SerapGueler und https://x.com/GERonAfrica). Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 40 der Abgeordneten Maren Kaminski auf Bundestagsdrucksache 21/4186 verwiesen.
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