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Schriftliche Frage 56 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur aktuellen humanitären Lage in El Fasher (Nord-Darfur) und anderen betroffenen Regionen de…

dip / schriftliche_frage 07.11.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 3. November 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.

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Schriftliche Frage 56 von Boris Mijatović (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur aktuellen humanitären Lage in El Fasher (Nord-Darfur) und anderen betroffenen Regionen de… Frage 56 (Boris Mijatović, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zur aktuellen humanitären Lage in El Fasher (Nord-Darfur) und anderen betroffenen Regionen des Sudan vor, insbesondere im Hinblick auf den beschränkten Zugang für humanitäre Hilfe (www. dw.com/en/sudan-el-fasher-faces-famine-as-suppl ies-cut-off-un-says/a-73546060) und den Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere besonders vulnerabler Gruppen (www.savethechildren.org/u s/about-us/media-and-news/2025-press-releases/s udan-nearly-one-in-six-civillians-killed-were-chil dren), und ergreift sie nach der Reise der Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler in die Region Maßnahmen, um zu einer Verbesserung des humanitären Zugangs und dem Schutz der Zivilbevölkerung beizutragen? Antwort des Staatssekretärs Dr. Bernhard Kotsch vom 4. November 2025: Laut Berichten der Vereinten Nationen ist die humanitäre Lage in El Fasher katastrophal. Über 200.000 Menschen sind weiterhin in der Stadt eingeschlossen, leiden akut Hunger und sind ohne Zugang zu medizinischer Hilfe, da die Rapid Support Forces (RSF) gezielt ihre Versorgung mit humanitärer Hilfe verhindert. Es kommt zu vorsätzlichen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur, Hinrichtungen, massenhafte willkürliche Festnahmen und Vertreibungen durch Kämpfer der RSF. Gemeinsam mit internationalen Partnern und im Rahmen der EU hat die Bundesregierung die RSF in den vergangenen Monaten und Tagen immer wieder dazu aufgefordert, humanitäres Völkerrecht einzuhalten, den Schutz der Zivilbevölkerung sowie humanitären Zugang sicherzustellen und einem sofortigen Waffenstillstand zuzustimmen. Als Teil dieser Bemühungen hat die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler, vom 21. bis 27. Oktober eine Vielzahl Gespräche vor Ort in Sudan sowie in Tschad und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Die Bundesregierung unterstützt die Bemühungen Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und der USA hierzu, sowie die Bemühungen der Vereinten Nationen, einen humanitären Konvoi zur Versorgung der Menschen in El Fasher zu ermöglichen. Die Bundesrepublik ist in der Sudan-Krise wichtiger Geber über humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Staatsministerin Serap Güler verkündete im Rahmen ihrer Reise in die Region eine weitere Erhöhung der Mittel für humanitäre Hilfe um 16 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro im Jahr 2025. Mit Mitteln der Humanitären Hilfe aus Deutschland geförderte Nichtregierungsorganisationen sind in Nord-Darfur, insbesondere um El Fasher, zur Versorgung der Vertriebenen aktiv und stellen Lebensmittelhilfen, sauberes Trinkwasser und Unterstützung für Opfer von sexueller Gewalt bereit. Ein Großteil der neuen Mittel gehen an das World Food Programme, um der akuten Hungerkrise insbesondere in und um El Fasher zu begegnen.

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