Schriftliche Frage 144 von Swantje Henrike Michaelsen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Aufgrund welcher Erkenntnisse und/oder Annahmen geht die Bundesregierung in der Erhaltungsbedarfsprognose (2023 bis 2032) davon aus, dass di…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 3. November 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.
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Schriftliche Frage 144 von Swantje Henrike Michaelsen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Aufgrund welcher Erkenntnisse und/oder Annahmen geht die Bundesregierung in der Erhaltungsbedarfsprognose (2023 bis 2032) davon aus, dass di…
Frage 144 (Swantje Henrike Michaelsen, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Aufgrund welcher Erkenntnisse und/oder Annahmen geht die Bundesregierung in der Erhaltungsbedarfsprognose (2023 bis 2032) davon aus, dass die Baupreise in den kommenden Jahren nur um 3 Prozent p. a. und damit deutlich moderater steigen werden als in den letzten Jahren?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange vom 31. Oktober 2025:
Diese Annahme aus dem Jahr 2023, in dem die Arbeiten an der Erhaltungsbedarfsprognose (EBP) 2023 bis 2032 begonnen haben, basiert auf einer langfristigen Betrachtung der Baupreisentwicklung im Straßenbau und Brückenbau und berücksichtigt insbesondere die Daten des Baupreisindex für die Bundesfernstraßen, der regelmäßig vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird. Zwischen 2015 und 2023 sind die Baupreise außergewöhnlich stark angestiegen. Diese Preisentwicklung ist jedoch maßgeblich durch globale Sondereffekte beeinflusst worden, insbesondere durch die Corona- Pandemie sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Beide Ereignisse haben zu erheblichen Störungen in Lieferketten, Materialengpässen und daraus folgend Preissteigerungen geführt, die als außergewöhnlich und nicht repräsentativ für die kommenden Jahre eingeschätzt werden. Vor diesem Hintergrund wird für den Prognosezeitraum von 2023 bis 2032 ein moderaterer jährlicher Anstieg von durchschnittlich 3 Prozent angenommen. Dies ist eine fachlich begründete Schätzung. Diese Annahme orientiert sich an langfristigen Mittelwerten. Es ist jedoch zu betonen, dass die Abschätzung der zukünftigen Baupreisentwicklung mit Unsicherheiten behaftet ist. Viele Einflussfaktoren lassen sich über einen längeren Zeitraum nur schwer prognostizieren.
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