Sachstand bei der Umsetzung der Vorhaben des Bedarfsplans Straße (Antwort zu Drs. 21/945)
Text
Sachstand bei der Umsetzung der Vorhaben des Bedarfsplans Straße (Antwort zu Drs. 21/945)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1261
21. Wahlperiode 18.08.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Swantje Henrike Michaelsen, Victoria
Broßart, Matthias Gastel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 21/945 –
Sachstand bei der Umsetzung der Vorhaben des Bedarfsplans Straße
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Mit dem hinsichtlich des Bedarfsplans Straße im Dezember 2016
beschlossenen und zuletzt im Dezember 2023 geänderten Fernstraßenausbaugesetz
(FStrAbG) setzt der Bund den gesetzlichen Rahmen für Investitionen in das
Bundesfernstraßennetz.
Geht es nach dem Willen der Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD,
soll in der 21. Wahlperiode am bestehenden Bundesverkehrswegeplan
festgehalten werden, sodass von der amtierenden Bundesregierung am Bedarfsplan
für die Bundesfernstraßen aktiv keine Änderungen verfolgt werden.
Bereits bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP
2030) kam das Umweltbundesamt zu der Feststellung, dass elf der zwölf im
eigenen Umweltbericht des BVWP 2030 gesetzten Ziele verfehlt werden.
Dazu zählen auch die Ziele im Bereich Klimaschutz und zur Reduzierung der
Flächeninanspruchnahme.
Besonders negativ fallen dabei die zahlreichen Vorhaben des Bedarfsplans
Straße ins Gewicht. Allein die Straßenbauvorhaben des sogenannten
Vordringlichen Bedarfs beanspruchen rund 13 110 Hektar – das entspricht mehr als
dem Doppelten der Fläche des Starnberger Sees. Damit entfallen rund
84,5 Prozent der gesamten Flächeninanspruchnahme im Vordringlichen
Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 auf Straßenprojekte (vgl.
Umweltbericht zum Bundesverkehrswegeplan, Tabelle 31, S. 143/144; bvwp-2030-umw
eltbericht.pdf).
Die Fragesteller sind der Auffassung, dass das jetzige Projektportfolio des
Bedarfsplans Straße die Erreichung zentraler klima-, umwelt- und
verkehrspolitischer Ziele konterkariert, nicht die Investitionsprioritäten der Zukunft
widerspiegelt und durch den tatsächlichen verkehrlichen Bedarf nicht gerechtfertigt
ist. Aus Sicht der Fragesteller ist daher zeitnah eine grundlegende
Überarbeitung und Entschlackung des Bedarfsplans Straße noch vor Aufstellung eines
neuen Bundesmobilitätsplans erforderlich.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr
vom 18. August 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Für welche Vorhaben des Bedarfsplans Straße besteht derzeit Baurecht
(rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss liegt vor) und ist noch keine
Baufreigabe erteilt worden (bitte aktualisierte Baukosten und Datum der
letzten Kostenfortschreibung für die betreffenden Vorhaben angeben)?
Nach Auskunft der für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in
Bundesverwaltung zuständigen Autobahn GmbH des Bundes und der für die
Bundesstraßen in Auftragsverwaltung zuständigen Länder liegt für die in
nachfolgender Tabelle gelisteten Vorhaben des Bedarfsplans Straße ein rechtskräftiger
Planfeststellungsbeschluss vor. Für keine dieser Maßnahmen wurde seitens des
Bundesministeriums für Verkehr (BMV) eine Baufreigabe erteilt.
Bezüglich der weiteren Daten wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Straße BPl-Vorhaben
Teilvorhaben
A 8 AS Mühlhausen – Hohenstadt (Albauf- und -abstieg)
B 10 Verlegung in Enzweihingen (Umfahrungsvariante)
B 34 OU Grenzach
B 293 LGr. RP/BW – B 10 (2. Rheinbrücke)
(Teil Baden-Württemberg inkl. Anteil BW an 2. Rheinbrücke)
A 3 AK Deggendorf und AS Hengersberg
B 11 Verlegung bei Schweinhütt
B 25 OU Dinkelsbühl
B 173 Johannisthal – Kronach (BA 2)
B 299 OU Waldsassen/Kondrau
B 303 Sonnefeld – Johannisthal (BA 3)
B 112 OU Frankfurt (Oder) (3.BA)
A 661 AK Bad Homburger Kreuz – AS Offenbach-Kaiserlei
AS Frankfurt-Ost – AS Frankfurt-Friedberger Landstraße
4-streifiger Endausbau mit Direktrampe, Verflechtungsstreifen,
Aufhebung Alleespange und erweiterter Lärmschutz
B 44 Groß-Gerau/Dornheim
B 49 AS Löhnberg – Kloster Altenberg
8. BA AS Biskirchen – AS Tiefenbach
B 49 Reiskirchen – Grünberg
OU Reiskirchen und OU Lindenstruth
B 275 OU Idstein/Eschenhahn
B 110 OU Dargun
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde (A 23/A 26)
Elbquerung Drochtersen – Glückstadt (Teil Niedersachsen)
A 43 AS Witten-Heven – AS Marl-Sinsen
AS Bochum-Gerthe – AS Bochum-Riemke
A 57 AK Meerbusch (A 44) – AK Moers (A 40)
AS Krefeld-Oppum bis AS Krefeld-Gartenstadt
B 64 Brakel – Holzminden
Höxter/Ottbergen – Höxter-Godelheim (B 83)
Höxter/Godelheim – Höxter einschl. Anschluss B 83
Beverungen/Wehrden – Höxter/Godelheim
A 61 LGr. RP/BW – AK Frankenthal
B 50 A 1/A 60 – Flughafen
„Zolleiche“ – KGr. Bernkastel-Wittlich/Rhein-Hunsrück-Kreis
B 270 OU Olsbrücken
B 293 Wörth am Rhein (B 9) – Karlsruhe
Wörth am Rhein (B 9) – LGr. RP/BW
(nur Teil Rheinland-Pfalz mit 2. Rheinbrücke)
Straße BPl-Vorhaben
Teilvorhaben
B 169 Salbitz – B 6,
3. BA
B 188 OU Miesterhorst
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde (A 23/A 26)
Elbquerung Drochtersen – Glückstadt (Teil Schleswig-Holstein)
A 4/A 9 Ausbau Hermsdorfer Kreuz
Umbau AK Hermsdorf (A 4) (Endgültiger 6-str. Ausbau)
B 4 Sundhäuser Berge
2. Für welche Vorhaben des Bedarfsplans Straße hat die Bundesregierung
seit 1. Januar 2024 eine Baufreigabe erteilt (bitte Datum der Baufreigabe,
aktualisierte Baukosten und Datum der letzten Kostenfortschreibung
angeben), und für welche Vorhaben ist eine Baufreigabe derzeit in
Vorbereitung bzw. wird bis Ende 2025 angestrebt?
Die seit 1. Januar 2024 für den Bau freigegebenen Maßnahmen des
Bedarfsplans Straße können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Bezüglich der weiteren Daten wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Straße Maßnahme Datum der
Baufreigabe
A 42 AS Bottrop-S – AK Essen-N (A 52) 21.08.2024
B 2 Ortsumgehung Wellaune 09.09.2024
A 59 AK Duisburg (A 40) – AS Duisburg-Marxloh
2 Hauptbaulose
01.07.2025
3. Welche Planfeststellungsbeschlüsse von Vorhaben des Bedarfsplans
Straße werden derzeit beklagt (bitte Datum des Planfeststellungsbeschlusses,
aktualisierte Baukosten, Datum der letzten Kostenfortschreibung
benennen und angeben, ob die Klage aufschiebende Wirkung entfaltet oder
nicht)?
Nach Auskunft der für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in
Bundesverwaltung zuständigen Autobahn GmbH des Bundes und der für die
Bundesstraßen in Auftragsverwaltung zuständigen Länder werden die in nachfolgender
Tabelle gelisteten Vorhaben des Bedarfsplans Straße derzeit beklagt.
Maßnahmen, bei denen die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss (PFB)
aufschiebende Wirkung entfaltet, sind entsprechend gekennzeichnet.
Bezüglich der weiteren Daten wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Straße BPl-Vorhaben
Teilvorhaben
Datum
PFB
aufschiebende
Wirkung
B 27 Bodelshausen (L 389) – Nehren (L 394) 02.12.2024 ja
B 293 Berghausen – Bretten
OU Jöhlingen
20.12.2024 ja
B 293 Berghausen – Bretten
OU Berghausen
20.12.2024 ja
A 8 AD Inntal – AS Traunstein/Siegsdorf
Achenmühle – Bernauer Berg
31.01.2024 ja
B 12 Marktoberdorf (B 472) – AS Jengen/Kaufbeuren (A 96);
Untergermaringen – Buchloe (A 96)
01.06.2022 ja
Straße BPl-Vorhaben
Teilvorhaben
Datum
PFB
aufschiebende
Wirkung
B 20 Freilassing/Salzburg (B 304) – Marktl (A 94)
OU Laufen
09.10.2020 ja
B 299 OU Tanzfleck 30.09.2015
07.05.2025
(erg. PFB)
ja
B 96 Kreuz Oranienburg (A 10) – LGr. BB/MV
OU Teschendort und OU Löwenberg
28.02.2023 ja
A 26 AK Hamburg-Süderelbe – AD/AS Hamburg-Stillhorn
BA 6a, AK HH-Hafen – AS HH-Moorburg
20.12.2023 nein
B 47 OU Rosengarten 11.08.2015 ja
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde (A 23/A
26)
Westerstede (A 28) – Jaderberg (A 29)
18.03.2023 ja
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde (A 23/A
26)
AK Kehdingen (A20/A26)
27.02.2025 ja
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen (B 188)
ö Lüneburg (B 216) – AS Lüneburg-N (L 216)
18.12.2024 nein
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen (B 188)
AS Weyhausen (B 188) – Ehra (L 289)
28.06.2024 ja
B 1/
B 217
S-OU Hameln 27.09.2016 ja
B 213/
E 233
AS Meppen (A 31) – AS Cloppenburg (A 1)
AS Meppen (A 31) – Meppen (B 70)
15.01.2024 ja
A 57 AK Meerbusch (A 44) – AK Moers (A 40)
AS Krefeld-Oppum bis AS Krefeld-Gartenstadt
08.04.2022 nein
A 59 AD Sankt Augustin-W (A 560) – AD Köln-Porz (A 559)
AS Flughafen – AD Köln-Porz (A 559)
23.04.2018 ja
A 445 Werl-Nord – Hamm-Rhynern (A 2) 22.12.2020
Ergänzungsbeschluss
19.12.2024
Teilvollziehung
B 508 T-OU Kreuztal (Querspange) 06.05.2024 ja
A 1 AS Kelberg (B 410) – AS Adenau (L 10) 25.07.2023 ja
B 169 Salbitz – B 6,
3. BA
20.06.2022 nein
B 173 OU Flöha, 2.BA 29.08.2023 ja
B 188 OU Miesterhorst 19.02.2020 nein
A20 Weede – A 7
Wittenborn (B 206) – Weede
30.04.2012 nein
B 5 Hattstedt – Bredstedt 23.05.2012 nein
A 25/B 5 A 25/B 5, OU Geesthacht 28.03.2024 nein
4. Für welche Vorhaben des Bedarfsplans Straße erwartet die
Bundesregierung bis zum 31. Dezember 2025 einen Planfeststellungsbeschluss (bitte
genaue Projektbezeichnung, aktualisierte Baukosten und Datum der
letzten Kostenfortschreibung angeben)?
6. Bei welchen Vorhaben des Bedarfsplans Straße läuft derzeit ein
Planfeststellungsverfahren (bitte Datum der Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens, genaue Projektbezeichnung, aktualisierte Baukosten und Datum
der letzten Kostenfortschreibung und ggf. Sachstand möglicher
Planänderungen angeben)?
Die Fragen 4 und 6 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach Auskunft der für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in
Bundesverwaltung zuständigen Autobahn GmbH des Bundes und der für die
Bundesstraßen in Auftragsverwaltung zuständigen Länder läuft für die in
nachfolgender Tabelle gelisteten Vorhaben des Bedarfsplans Straße derzeit ein
Planfeststellungsverfahren (einschließlich Angabe des Datums der Einleitung des
Planfeststellungsverfahrens in Spalte 3). Bei den Vorhaben, für die bis zum 31.
Dezember 2025 vsl. ein Planfeststellungsbeschluss erwartet wird, ist in Spalte 4
„ja“ eingetragen.
Bezüglich der weiteren Daten wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
Einleitung
Planfeststellungsverfahren
Planfeststellungsbeschluss vsl. bis
31. Dezember 2025
erwartet
1 2 3 4
A 6 AK Weinsberg – LGr. BY/BW
ö AS Bretzfeld – Öhringen
Öhringen – Kupferzell (B 19)
15.02.2018
A 6 AK Weinsberg – LGr. BY/BW
Kupferzell (B 19) – Ilshofen/Wolpertshausen
01.03.2019
B 10 Pforzheim/Eutingen – Niefern 02.07.2021
B 27 Tübingen (Bläsibad) – B 28 (Schindhaubasistunnel) 01.03.2025
B 462 Freudenstadt (Tunnel)
Freudenstadt (Tunnel Baiersbronn)
02.07.2021
B 463 OU Lautlingen 08.06.2021
A 6 AK Feuchtwangen – AS Roth
ö AS Lichtenau – ö AS Triebendorf
19.01.2024
A 7 AD Schweinfurt/Werneck (A 70) – AK Biebelried (A 3)
AK Biebelried (A 3) – s AS Würzburg/Estenfeld
n T+R Riedener Wald – AD Schweinfurt/ Werneck
03.01.2024
A 8 AD Inntal – AS Traunstein/Siegsdorf
ö AS Rosenheim – Achenmühle
03.07.2014
A 9 AK Nürnberg – AK Nürnberg-O 15.01.2024
A 92 AD München-Feldmoching – AK Neufahrn 30.09.2014
A 94 AK München-O – AS Pocking
AS Marktl (B 20) – AS Simbach a. Inn-W
28.02.2023
A 99 AD München-SW – AK München-W
AD München-SW – Tunnel Aubing
07.04.2025
B 2 OU Garmisch-Partenkirchen 02.05.2025
B 11 OU Ruhmannsfelden 07.08.2017
B 13 AS Ansbach (A 6) – Gunzenhausen(B 466)
OU Merkendorf
25.09.2019
B 15n O-OU Landshut (A 92 – B 299)
BA I – O-OU Landshut
23.01.2020
B 21 OU Bad Reichenhall 2011
B 26n AK Schweinfurt/Werneck (A 7) – Karlstadt
Karlstadt – AD Werneck (A 7)
02.08.2021
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
Einleitung
Planfeststellungsverfahren
Planfeststellungsbeschluss vsl. bis
31. Dezember 2025
erwartet
B 289 OU Mainroth/Rothwind und OU Fassoldshof 05.06.2023 ja
B 299 Neustadt/Donau (B 16) – Landshut
OU Weihmichl
September 2018 ja
B 304 OU Altenmarkt – (mit Aubergtunnel)
OU Altenmarkt, BA 2
10.01.2023
B 470 OU Lenkersheim 15.11.2023
B 102 OU Premnitz 13.12.2019 ja
B 158 OU Ahrensfelde 20.09.2011
B 167 OU Finowfurt – und OU Eberswalde
OU Finowfurt und OU Eberswalde
(L 220 – L 200)
09.12.2011
A 1 AD Hamburg-SO – AS Hamburg-Stillhorn
AD Hamburg-SO (o) – AD Süderelbe (o)
22.09.2023
A 1 AD Hamburg-SO – AS Hamburg-Stillhorn
AD Süderelbe
19.03.2021
A 1 AS Hamburg-Stillhorn – LGr. HH/NI
AD Süderelbe (o) – AS Hamburg-Harburg (m)
08.11.2022
A 26 AK Hamburg-Süderelbe – AD/AS Hamburg-Stillhorn
BA 6b, AS Moorburg – AS HH-Hohe Schaar
24.01.2020
A 26 AK Hamburg-Süderelbe – AD/AS Hamburg-Stillhorn
BA 6c, AS HH-Hohe Schaar – AD HH-Süderelbe
19.03.2021
A 44 AK Kassel-West – AD Kassel-Süd 22.04.2024
A 44 AD Kassel-S (A 7) – AD Wommen (A 4)
AD Lossetal – AS Helsa/Ost (VKE 11 )
26.04.2021
A 45 AS Haiger/Burbach – AK Gambach
Gambacher Kreuz – n TB Langgöns
18.07.2022
B 27 Eschwege (A 44) – Reichensachsen-Eltmannsh. (B 27)
Eschwege (A 44) – OU Reichensachsen
22.08.2003
B 452 Eschwege (A 44) – Reichensachsen-Eltmannsh. (B 27)
OU Reichensachsen
02.07.2024
B 47 OU Bürstadt – Lorsch 03.02.2011
B 47 OU Bürstadt
OU Bürstadt (östl. Teil)
31.01.2022 ja
B 49 AS Löhnberg – Kloster Altenberg
AS Löhnberg – AS Biskirchen (BA 7)
07.01.2022
B 49 AS Löhnberg – Kloster Altenberg
AS Leun – AS Solms (BA 10)
24.09.2009
B 249 OU Eschwege Mitte 2003
B 252 OU Twiste 24.04.2013
B 253 OU Breidenbach 20.01.2016
B 254 OU Lauterbach/Maar und Lauterbach 13.04.2010
B 254 OU Wartenberg/Angersbach 13.04.2010
B 254 OU Wartenberg/Landenhausen 13.04.2010
B 260 OU Schlangenbad – Wambach 31.01.2008
B 276 OU Bieber 29.10.1997
B 456 OU Usingen (Nordost-Umfahrung zwi. B 275 und B 456) 13.04.2018
B 486 Mörfelden – OU Langen
Mörfelden-Walldorf (A 5) – OU Langen
03.11.2006
B 519 OU Flörsheim-Weilbach – und OU Hofheim/Kriftel
OU Weilbach
April 2006
(Bebauungsplanverfahren)
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
Einleitung
Planfeststellungsverfahren
Planfeststellungsbeschluss vsl. bis
31. Dezember 2025
erwartet
B 519 OU Flörsheim-Weilbach – und OU Hofheim/Kriftel
OU Hofheim/Kriftel
29.03.1979
A 7 AS Soltau-O – AS Fallingbostel
AS Fallingbostel – n AS Dorfmark
01.10.2020 ja
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde
(A 23/A 26)
Jaderberg (A 29) – Schwei (B 437)
01.12.2017
A 20 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde
(A 23/A 26)
Bremervörde (B 495) – Elm (L 114)
28.09.2012 ja
A 26 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde
(A 23/A 26)
ö AK Kehdingen (A 20) – ö Freiburger-Str./
L 111
26.02.2019
A 26 AD A 28/A 20 (Westerstede) – AK Hohenfelde
(A 23/A 26)
ö Freiburger-Str. / L 111 – AS Stade-O (B 73)
10.12.2020
A 33 Osnabrück/N (A 1) – Osnabrück/Belm
Osnabrück/Belm (B 51n) – Osnabrück/N (A 1)
26.10.2020
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen(B 188)
AS Weyhausen (B 188) – Ehra (L 289)
01.05.2015 ja
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen(B 188)
Ehra (L 289) – Wittingen (B 244)
23.04.2018
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen(B 188)
Uelzen (B 71) – Bad Bevensen (B 253)
25.01.2023
A 39 AS Lüneburg-N (B 216) – AS Weyhausen(B 188)
Bad Bevensen (B 253) – ö Lüneburg (B 216)
09.05.2018
B 3 Ehlershausen – Groß Hehlen
OU Celle (Nordteil)
26.10.2016
B 3 OU Elstorf 22.04.2025
B 4 n Gifhorn (B 188) – AK Braunschweig-Nord
n Rötgesbüttel – s Meine
24.10.2016
B 72 AS Meppen (A 31) – AS Cloppenburg (A 1)
Cloppenburg (B 68) – AS Cloppenburg (A 1)
17.12.2020
B 247 S-OU Duderstadt
OU Duderstadt (Südteil) – OU Gerblingerode
10.02.2015
A 1 AS Lommersdorf (L 115z) – AS Blankenheim
(B 51)
05.10.2012
A 1 AS Hamm-Bockum/Werne – AS Ascheberg 18.04.2016 ja
A 1 AK Westhofen Juni 2021 ja
A 2 AD Bottrop 17.08.2020
A 30 AK Lotte/Osnabrück (A 1) – AS Hasbergen/Gaste (LGr.
NI/NW)
13.12.2021 ja
A 40 AK Kaiserberg – AS Mülheim-Dümpten
AS Duisburg-Kaiserberg – AS Mülheim-Dümpten
Februar 2022
A 52 AK Essen-N – s AK Essen/Gladbeck 26.01.2009
A 57 AK Köln-N (A 1) – AD Neuss-S (A 46)
AS Dormagen – AD Neuss-S (A 46)
31.03.2009
A 57 AK Meerbusch (A 44) – AK Moers (A 40)
AS Krefeld-Gartenstadt – AK Moers (A 40)
09.06.2020
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
Einleitung
Planfeststellungsverfahren
Planfeststellungsbeschluss vsl. bis
31. Dezember 2025
erwartet
A 59 AD Bonn-NO (A 565) – AD Sankt Augustin-W
(A 560)
20.01.2016
A 59 AK Bonn-O (A 562) – AD Bonn-NO (A 565)
AK Bonn-O (A 562) – AS Bonn/Vilich
26.05.2021
A 59 s AK Duisburg (A 40) – AS Duisburg-Ruhrort
AS Duisburg-Ruhrort – AK Duisburg-N (A 42)
AK Duisburg-N (A 42)
AK Duisburg-N (A 42) – AS Duisburg-Marxloh
s AK Duisburg (A 40) – AS Duisburg-Marxloh
15.07.2023
A 565 AS Bonn/Hardtberg – AK Bonn/Nord (A 555)
AS Bonn/Endenich – AK Bonn/N
02.09.2020 ja
B 1 Erwitte – Paderborn (B 55 – A 33)
OU Salzkotten
19.05.2025
B 64 Münster – Rheda-Wiedenbrück (B 481-A 2)
OU Herzebrock/Clarholz
11.11.2024
B 65 Stirpe-Ölingen (B 51) – Bad Nenndorf (A 2)
OU Minden (Stadtgrenze-Erbeweg)
18.08.2014
B 220 OU Kleve-Kellen 26.04.2016 ja
B 237 OU Hückeswagen 06.10.2008
B 238 Lemgo – Bad Eilsen (B 66-A 2)
OU Lemgo (L 712 – B 238 alt)
10.12.2020
B 239 Lage – Herford/Bad Salzuflen (A 2)
Bad Salzuflen (K 4) – Herford (A 2)
09.05.2011
B 399 N-OU Düren
N-OU Düren, 1. BA (Westabschnitt)
N-OU Düren, 3. BA (Ostabschnitt)
06.09.2010
B 474 AK Dortmund-NW (A 2) – Olfen (B 235)
OU Waltrop (AK Dortmund-NW (A 2) – L 609)
Oktober 2016
A 643 AK Schiersteiner Kreuz – Rheinbrücke Schierstein – AD
Mainz
AS Mainz/Gonsenheim – Rheinbrücke Schierstein
01.06.2019
B 48 OU Klingenmünster 10.01.2013
B 54n Rennerod – Waldmühlen
OU Rennerod
September 2012
B 256n OU Straßenhaus 15.03.2018
B 271n Grünstadt – Bad Dürkheim
OU Kallstadt-Ungstein
06.12.2022
B 423 OU Schwarzenbach und OU Schwarzenacker 21.06.2017
B 7 Verlegung n Frohburg 04.11.2019
B 98 Riesa – A 13
OU Schönfeld
05.07.2021
B 107 Reitzenhain – A 4, AS Chemnitz-Ost
Südverbund Chemnitz-Ebersdorf
14.05.2018
B 156 OU Malschwitz/Niedergurig 20.07.2020
B 178 Nostitz – A 4
Nostitz (S 112) – A 4 (BA 1.1)
10.06.2024
B 181 Neu-/Ausbau w Leipzig 05.01.2009 ja
B 2 O-OU Wittenberg
OU Wittenberg/O
14.09.2017
B 6 AS Großkugel (A 9) – Halle/Bruckdorf
OU Bruckdorf
12.02.2025
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
Einleitung
Planfeststellungsverfahren
Planfeststellungsbeschluss vsl. bis
31. Dezember 2025
erwartet
A 20 Glückstadt (B 431) – Hohenfelde (A 23) 09.01.2024 ja
B 4 Andislebener Kreuz – Abzweig B 249
OU Greußen
17.04.2020
B 7 Frohburg (A 72) – Zeitz (A 9)
Altenburg – LGr. TH/SN
09.10.2017
B 175 OU Burkersdorf 13.12.2021 ja
B 175 OU Frießnitz 13.12.2021 ja
B 175 OU Großebersdorf 13.12.2021 ja
B 247 Ferna – Teistungen 23.02.2015
5. Für welche Vorhaben des Bedarfsplans Straße soll bis zum 31. Dezember
2025 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden (bitte genaue
Projektbezeichnung, aktualisierte Baukosten und Datum der letzten
Kostenfortschreibung angeben)?
Nach Auskunft der für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in
Bundesverwaltung zuständigen Autobahn GmbH des Bundes und der für die
Bundesstraßen in Auftragsverwaltung zuständigen Länder soll für die in nachfolgender
Tabelle gelisteten Vorhaben des Bedarfsplans Straße voraussichtlich bis zum
31. Dezember 2025 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.
Bezüglich der weiteren Daten wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Straße Bedarfsplanvorhaben
Teilvorhaben
A 94 AK München-O – AS Pocking
Prienbach-O – Kühstein
B 16 B 13 – A 9
B 20 Straubing (A 3) – Cham (B 85)
LKGr. – Traitsching
B 20 Cham-S – Chameregg (B 85)
Cham-S – Cham-M
A 45 AS Haiger/Burbach – AK Gambach
n AK Wetzlar – AS Ehringshausen / TB Engelsbach
A 45 AS Haiger/Burbach – AK Gambach
TB Onsbach – AS Herborn/West
B 252 OU Ernsthausen
B 196 OU Bergen
A 1/
A 43/
A 46
AK Wuppertal-Nord
A 20 Weede – A 7
A 7 (Bad Bramstedt) – Wittenborn (B 206)
7. Welche Straßenbauvorhaben hat die Bundesregierung seit 1. Dezember
2016 auf Basis des § 6 des Fernstraßenausbaugesetzes
(„unvorhergesehener höherer Verkehrsbedarf“) realisiert bzw. mit der Planung begonnen
(bitte Baulänge, Planungs- bzw. Realisierungsstand und aktuelle
Baukosten angeben)?
Seitens des Bundesministeriums für Verkehr wurde einem Antrag zur
Anwendung des § 6 des Fernstraßenausbaugesetzes für das folgende Projekt
zugestimmt:
Land Straße Projektbezeichnung Länge
Realisierungsstand
Gesamtkosten
SH A 7 Ersatzneubau Rader Hochbrücke inklusive 6-
streifigem Ausbau
5,3 km in Bau 783,3 Mio.
Euro
8. Bei welchen seit 31. Dezember 2016 fertiggestellten Vorhaben des
Bedarfsplans Straße hat sich nach Aufnahme in den Bundeshaushalt bzw.
den Einzelplan 12 eine Kostensteigerung von mehr als 20 Prozent
ergeben (bitte Baukosten bei Aufnahme in den Einzelplan 12 und nach
Kostenfeststellung auf Basis abgerechneter Baukosten projektscharf
angeben)?
Gemäß dem Beschluss des Haushaltsausschusses vom 16. Oktober 2014
unterrichtet das Bundesministerium für Verkehr die Berichterstatter für den
Einzelplan 12 regelmäßig über die in der Anlage VWIB ausgewiesenen Maßnahmen,
bei denen unterjährige Kostensteigerungen von mehr als 20 Prozent gegenüber
dem vom Parlament verabschiedeten Haushaltsansatz festgestellt werden. Die
Kostensteigerungen können diesen Unterrichtungen entnommen werden.
9. Beabsichtigt die Bundesregierung, die „Anweisung zur Kostenermittlung
und zur Veranschlagung von Straßenbaumaßnahmen“ (AKVS 2014) zu
überarbeiten, und wenn ja, bis wann soll eine überarbeitete Fassung der
AKVS vorliegen bzw. verbindlich angewendet werden?
10. Sofern eine Neufassung der AKVS in Arbeit ist, in welchen Punkten
findet eine Ergänzung bzw. Überarbeitung statt?
Die Fragen 9 und 10 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nein.
11. In welcher Höhe sind seit Beschluss des Fernstraßenausbaugesetzes im
Dezember 2016 Bundesmittel für Vorhaben des Vordringlichen Bedarfs
Engpassbeseitigung (VB-E), des Vordringlichen Bedarfs (VB) und des
Weiteren Bedarfs mit Planungsrecht (WB*) eingesetzt worden (bitte
nach genannten Bedarfskategorien differenzieren und in Jahresscheiben
angeben), und welche Vorhaben der genannten Bedarfskategorien sind
seit Dezember 2016 für den Verkehr freigegeben worden (bitte für alle
Vorhaben Baukosten bei Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans
2030, bei Aufnahme in den Einzelplan 12 und nach Kostenfeststellung
auf Basis abgerechneter Baukosten angeben)?
Die aktuellen Kosten und Projektstände der einzelnen Vorhaben des aktuellen
Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen können der Anlage 1 zum Bericht des
Bundesministeriums für Verkehr (BMV) zum Gesamtmittelbedarf der
Bedarfspläne Schiene, Straße und Wasserstraße (Stand: Juli 2024), der dem
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages mit Schreiben des Bundesministeriums
der Finanzen (BMF) vom 6. September 2024 übermittelt wurde (A-Drs. 20/
6455) und den Anlagen A 1 und A 2 „Verkehrswegeinvestitionen des Bundes“
zum Einzelplan 12 des 2. Regierungsentwurfs zum Bundeshaushalt 2025
entnommen werden.
Mit dem verkehrsträgerübergreifenden jährlichen Verkehrsinvestitionsbericht
informiert das BMV zudem den Deutschen Bundestag sowie die Öffentlichkeit
transparent über die Mittelverwendung und abgeschlossene Maßnahmen im
Bereich der Bundesverkehrswege. Der aktuell erstellte
Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2023 ist veröffentlicht unter: www.bmv.de/SharedDo
cs/DE/Artikel/G/verkehrsinvestitionsbericht-2023.html?editorSupport=true%3
FpageLocale%3Dde%3FpageLocale%3Dde%3FresourceId%3D14470.
12. Welche Schlüsse zieht die Bundesregierung aus der
Bedarfsplanüberprüfung (BPÜ), und welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die
Neuaufstellung des BVWP 2040, und bis wann wird die
Bundesregierung das Szenario des sog. Prognosefalls 2 „Szenario 2040 –
Beschleunigte globale Transformation“ der Bedarfsplanüberprüfung ausarbeiten
und veröffentlichen?
Das Ergebnis der Bedarfsplanüberprüfung (BPÜ) zeigt, dass die Bedarfspläne
für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen angesichts der
prognostizierten Verkehrsentwicklung in ihrer Gesamtheit angemessen und
weiterhin erforderlich sind.
Auch der Bedarfsplan für die Bundeswasserstraßen wird in seiner Gesamtheit
nicht infrage gestellt. Somit sind Gesetzesänderungen an den drei
Ausbaugesetzen bzw. Bedarfsplänen aus fachlicher Perspektive derzeit nicht erforderlich.
Zentrale Grundlage für die BPÜ war die Basisprognose (1. Prognosefall) der
Strategischen Langfrist-Verkehrsprognose (VP) 2040. Es war zu keinem
Zeitpunkt vorgesehen, dass der 2. Prognosefall als Grundlage für die BPÜ dient
oder Teil dieser ist. Die Bearbeitung des 2. Prognosefalles wird ab Herbst
angestrebt.
In der vergangenen Legislaturperiode hat das Bundesministerium für Verkehr
(BMV) die konzeptionelle Weiterentwicklung der Bundesverkehrswegeplanung
in Richtung der Aufstellung eines neuen Strategischen Plans für die
Bundesverkehrswege auf Grundlage verschiedener Prozesse, wie u. a. der BPÜ, des
Infrastrukturdialogs mit Verbänden sowie aktuell laufender Forschungsvorhaben zur
Methodik bzw. zu den Verfahren der Bundesverkehrswegeplanung
vorangetrieben.
Die Weiterentwicklung der Bundesverkehrswegeplanung hat für das BMV
weiterhin Priorität. Dabei werden u. a. die Ergebnisse und Erkenntnisse der BPÜ
berücksichtigt. Über das weitere Vorgehen wird derzeit beraten
13. Wann plant die Bundesregierung die Veröffentlichung des neuen
Investitionsrahmenplans (IRP)?
14. Welcher Anteil der geplanten Investitionen für Aus- und Neubau soll im
neuen IRP auf die Kategorien VB-E, VB und WB* entfallen, und welche
Veränderung ergibt sich in diesem Zusammenhang zum IRP 2019–2023
(bezogen auf die Vorhaben unter „A. Laufende Vorhaben/B. Neu zu
beginnende Vorhaben“)?
Die Fragen 13 und 14 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Arbeiten am kommenden Investitionsrahmenplan (IRP) laufen. Ein
Veröffentlichungsdatum steht derzeit noch aus.
15. Wann plant die Bundesregierung die Veröffentlichung der neuen
Erhaltungsbedarfsprognose für das Bundesfernstraßennetz, um die aus dem
Jahr 2016 stammende Erhaltungsbedarfsprognose abzulösen?
16. Welche aktualisierten Bestandsdaten, Daten aus der Zustandserfassung
und ‑bewertung, welcher Stand bei den Baupreisen bzw. welche
Baupreissteigerungen werden bei der neuen Erhaltungsbedarfsprognose für
das Netz der Bundesfernstraßen unterstellt?
17. Welchen Zeitraum soll die neue Erhaltungsbedarfsprognose für das Netz
der Bundesfernstraßen umfassen?
18. Welchen anzustrebenden Erhaltungszustand (im Sinne eines
Zielzustands) unterstellt die Bundesregierung bei der
Erhaltungsbedarfsprognose für das Bundesfernstraßennetz (z. B. durchschnittliche Zustandsnote
für Brückenbauwerke und andere Teile der Infrastruktur)?
Die Fragen 15 bis 18 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die berücksichtigten Eingangsdaten, Betrachtungszeiträume, Baupreiseffekte,
Zustandsziele und die zusammengefassten Ergebnisse der aktuellen
Erhaltungsbedarfsprognose (EBP) 2023 bis 2032 sind einsehbar unter www.bmv.de/Share
dDocs/DE/Artikel/StB/erhaltungsbedarfsprognose-bundesfernstrassen.html.
Die EBP bildet den objektiven und fachlich hergeleiteten Finanzbedarf für die
Bauliche Erhaltung der Bundesautobahnen und Bundesstraßen ab. Die
Eingangsdaten zu Beginn der Erstellung der EBP stammen aus den Jahren
2022/2023 (Netz- und Aufbaudaten) und aus den Jahren 2019/2020
(Bundesstraßen) und 2021/2022 (Autobahnen) für die Zustandsdaten der Fahrbahnen.
Die in der aktuellen EBP berücksichtigten Bestands- und Zustandsdaten der
Ingenieurbauwerke stammen aus dem dritten Quartal 2023.
19. Plant die Bundesregierung, mittel- bis langfristig das Anlagevermögen
im Bereich der Bundesfernstraßen vollständig nach den Prinzipien des
Handelsgesetzbuches zu erfassen, um die Infrastrukturvermögenswerte
und den andauernden Werteverzehr adäquat auszuweisen und so
transparent zu machen, und wenn nein, warum nicht?
20. Für welche Teile des Anlagevermögens im Bundesfernstraßennetz
existiert zumindest in Ansätzen eine Vermögensbilanzierung, und auf welche
Anlagenbestandteile soll diese in den nächsten Jahren ausgeweitet
werden?
Die Fragen 19 und 20 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Planungen der Bundesregierung erfolgen für den Themenkomplex der
Einführung europäischer Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor
(European Public Sector Accounting Standards – EPSAS) in enger inhaltlicher
Abstimmung mit der EU-Kommission.
Am 11. Februar 2025 hat die 19. Tagung der von der EU-Kommission
(Eurostat) eingerichteten EPSAS Expert Group stattgefunden. Hierbei wurde das
weitere Vorgehen im EPSAS-Prozess, zu dem bislang noch kein
Kommissionsvorschlag vorliegt, erörtert. Die Optionen für eine künftige Einführung von
EPSAS in den Mitgliedstaaten bewegen sich demnach im Rahmen von einer
freiwilligen bis hin zu einer vollständigen oder teilweisen verbindlichen
Übernahme. Solange keine verbindlichen europäischen Vorgaben zu berücksichtigen
sind, wird das Verkehrsinfrastrukturvermögen des Bundes weiterhin unter
Berücksichtigung der nationalen Vorgaben der „Standards staatlicher Doppik“
(SsD) erfasst und für eine künftig erweiterte Vermögensrechnung des Bundes
monetär bewertet. Damit werden zugleich Vorbereitungen auch für eine ggf.
künftige Anwendung der EPSAS – insgesamt oder von Teilen – getroffen.
Die Ersterfassung des Bundesfernstraßennetzes nach Maßgabe der SsD erfolgt
aus kapazitiven Gründen sukzessive und ist weiterhin nicht abgeschlossen.
21. Nach welchem Verteilungsschlüssel werden die Haushaltsmittel für den
Aus- und Neubau sowie Umbau („Um- und Ausbau,
Lärmschutzmaßnahmen“) (bitte differenzieren) im Bundesstraßennetz auf die jeweiligen
Länder verteilt?
Die Mittel für den Neubau von Bundesstraßen werden grundsätzlich gemäß
dem Anteil des jeweiligen Landes am vordringlichen Bedarf Bundesstraßen des
Bedarfsplans Straße bzw. für das kommende Haushaltsjahr entsprechend des
Bedarfs der laufenden Baumaßnahmen verteilt.
Die Mittel für den Um- und Ausbau werden grundsätzlich gemäß dem
Längenanteil des jeweiligen Landes am Bundesfernstraßennetz bzw. für das
kommende Haushaltsjahr entsprechend des Bedarfs der laufenden Baumaßnahmen
verteilt. Die Mittel für Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Bundesstraßen
einschließlich der Entschädigungsleistungen für Lärmschutz an baulichen Anlagen
im Bereich von bestehenden Bundesstraßen werden nach Bedarf verteilt.
22. In welcher Höhe standen den Ländern (Auftragsverwaltung) zwischen
2020 und 2024 Haushaltsmittel (Ist-Zahlen, Haushaltsvollzug) für den
Aus- und Neubau im Bundesstraßennetz zur Verfügung, und wie soll sich
die Verteilung auf Basis der gültigen mittelfristigen Finanzplanung
entwickeln (bitte nach Ländern differenzieren und in Jahresscheiben
angeben)?
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Istausgaben (in Mio. Euro) der
Auftragsverwaltungen der Länder für den Neubau von Maßnahmen des Bedarfsplans
Straße in den Jahren 2020 bis 2024 sowie den Verfügungsrahmen (VR) für 2025.
2020
Ist
2021
Ist
2022
Ist
2023
Ist
2024
Ist
2025
VR
BW 192 165 92 153 173 142
BY 359 264 191 176 110 125
BE 0 - - - - -
BB 5 7 12 18 29 1
HB 0 - - - - -
HH 0 - - - - -
HE 68 51 47 48 69 66
MV 23 30 10 23 24 49
NI 89 57 57 73 66 80
NW 139 157 134 105 96 89
RP 64 52 93 88 43 34
SL 1 5 4 1 0 1
SN 48 34 49 62 56 38
ST 59 37 37 74 65 21
SH 5 7 8 3 15 30
TH 38 41 50 59 57 66
Die Verteilung der Mittel auf Basis der neuen Finanzplanung 2026 bis 2029
wurde noch nicht vorgenommen.
23. In welcher Höhe standen den Ländern (Auftragsverwaltung) zwischen
2020 und 2024 Haushaltsmittel für den Umbau („Um- und Ausbau,
Lärmschutzmaßnahmen“) im Bundesstraßennetz zur Verfügung, und wie
soll sich die Verteilung auf Basis der gültigen mittelfristigen
Finanzplanung entwickeln (bitte nach Ländern differenzieren und in
Jahresscheiben angeben)?
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Istausgaben (in Mio. Euro) der
Auftragsverwaltungen der Länder für den Um- und Ausbau sowie für
Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Bundesstraßen in den Jahren 2020 bis 2024 sowie den
Verfügungsrahmen für 2025.
2020
Ist
2021
Ist
2022
Ist
2023
Ist
2024
Ist
2025
VR
BW 54 35 43 30 26 39
BY 81 76 92 88 80 46
BE 0 - - - - -
BB 6 11 6 3 2 3
HB 0 - - - - -
HH 0 - - - - -
HE 11 32 17 7 13 8
MV 11 7 3 5 7 7
NI 18 13 15 18 27 33
NW 27 20 21 25 20 26
RP 34 13 23 17 32 22
SL 1 2 2 0 0 1
SN 15 9 14 6 9 14
ST 15 14 15 13 9 13
SH 23 15 17 38 28 23
TH 13 10 10 20 30 36
Die Verteilung der Mittel auf Basis der neuen Finanzplanung 2026 bis 2029
wurde noch nicht vorgenommen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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