polradar

Schriftliche Frage 53 von Christian Görke (DIE LINKE): Hält die Bundesregierung es für angemessen, dass bei der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin bei der Zugsicherung entgegen der u…

dip / schriftliche_frage 20.06.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 16. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 53 von Christian Görke (DIE LINKE): Hält die Bundesregierung es für angemessen, dass bei der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin bei der Zugsicherung entgegen der u… Frage 53 (Christian Görke, Die Linke): Hält die Bundesregierung es für angemessen, dass bei der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin bei der Zugsicherung entgegen der ursprünglichen Planung nun vor allem alte Technik (punkt- bzw. linienförmige Zugbeeinflussung) eingebaut werden soll, während neue Technik (ETCS: European Train Control System, deutsch: europäisches Zugbeeinflussungssystem) nur vorbereitet wird (siehe www.deutschebahn.com/de/pr esse/pressestart_zentrales_uebersicht/Hamburg-B erlin-DB-vergibt-planmaessig-letzte-Bauauftraeg e-fuer-Generalsanierung--13379814), und wenn ja, gibt es einen Wirtschaftlichkeitsnachweis im Sinne der Bundeshaushaltsordnung dafür, und welche Folgen hat dieses geänderte Vorgehen für den Kapazitätsgewinn auf der Strecke bzw. die Knoten Hamburg und Berlin durch die Sanierung (bitte den Kapazitätsgewinn auch in Prozent für das ursprünglich geplante und das jetzt geplante Vorgehen angeben)? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Hirte vom 20. Juni 2025: Die DB InfraGO hat nach eigenen Angaben die Planungen für die Ausrüstung der Strecke Hamburg–Berlin mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System) angepasst. Beim Pilotprojekt Riedbahn habe sich gezeigt, wie komplex und zeitaufwändig die Montage und Abnahme der neuen Technik als zusätzliche Ausrüstung zu den konventionellen Sicherungssystemen ist. Daher plant die DB InfraGO AG während der Korridorsanierung die Strecke Hamburg–Berlin auf den zukünftigen Einsatz von ETCS Level 2 ohne Signale vorzubereiten (ETCS-ready). Die konventionellen Systeme PZB (punktförmige Zugbeeinflussung) und LZB (linienförmige Zugbeeinflussung) bleiben vorerst weiter in Betrieb. Eine Ausrüstung mit ETCS L2oS wird nach Angaben der DB InfraGO AG in den 2030er-Jahren erfolgen. Bis dahin kann sodann die Umstellung der auf der Strecke verkehrenden Flotten auf ETCS-fähige Fahrzeuge erfolgen. Ein aufwändiger wie kostenintensiver Parallelbetrieb von ETCS mit konventionellen Zugsicherungssystemen wird damit vermieden. Ein Wirtschaftlichkeitsnachweis ist seitens der DB InfraGO AG momentan in Erstellung.

Relationen