Generalsanierung der Strecke Hamburg - Berlin (Antwort zu Drs. 21/684)
Text
Generalsanierung der Strecke Hamburg - Berlin (Antwort zu Drs. 21/684)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1091
21. Wahlperiode 30.07.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Tarek Al-Wazir, Victoria
Broßart, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 21/684 –
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die DB InfraGO führt ab dem 1. August 2025 bis zum 30. April 2026 die
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin vor. Sie plant damit, den
Infrastrukturzustand der Strecke durch eine Bündelung von Ersatz- sowie
Instandhaltungsarbeit deutlich zu verbessern. Das Projekt fällt im Vergleich zu
anderen Maßnahmen durch einen längeren Sperrungszeitraum auf, zudem wurden
auf der Strecke bereits in den vergangenen Jahren mehrfach umfangreiche
Baumaßnahmen mit längeren Sperrungen durchgeführt.
Dazu ergeben sich offene Fragen aufgrund möglicher Kostensteigerungen.
Zudem gibt es Hinweise, dass zur Begrenzung weiterer Kostensteigerungen der
Maßnahmenumfang reduziert wurde (www.spiegel.de/auto/deutsche-bahn-zwi
schen-hamburg-und-berlin-vollsperrung-ab-august-2025-sieben-bundeslaende
r-verlangen-besseren-schienenersatzverkehr-a-1b417226-8708-4583-9cc7-1c9
7101d22b7). Insgesamt ist nach Ansicht der Fragesteller die Transparenz
bezüglich der ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend. Würden
Bundesministerium und DB InfraGO die Transparenz bezüglich Kostenentwicklung,
reduzierten Maßnahmen sowie weiter geplanten Maßnahmen erhöhen, würde diese
Kleine Anfrage nicht notwendig sein. Nach Ansicht der Fragesteller ist bei
einem Großprojekt von über 2 Mrd. Euro die Öffentlichkeit umfassend und
transparent über die geplanten und umgesetzten Maßnahmen zu informieren.
Die Kommunikation für dieses Projekt ist nach Ansicht der Fragesteller im
Vergleich zur Kommunikation bei der Riedbahn-Korridorsanierung deutlich
reduzierter. Daher ergibt sich ein vertiefter Fragebedarf für die
Generalsanierung mit einem aktuell öffentlich kommunizierten Kostenstand von 2,2 Mrd.
Euro (www.rnd.de/wirtschaft/bahnstrecke-berlin-hamburg-vor-der-
sanierungwas-bei-der-planung-schieflaeuft-S5FGVDFBIZGH3H5RW4R47S67K
A.html).
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr vom 30. Juli 2025
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Erfolgt eine Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung
zur Finanzierung der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin,
und wenn nein, warum nicht?
Mit der in Verhandlung befindlichen 3. Nachtragsvereinbarung zur Leistungs-
und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) III werden die vertraglichen
Regelungen zur Umsetzung der Korridorsanierung Hamburg–Berlin geschaffen.
2. Wurden Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund und Deutscher
Bahn bzw. DB InfraGO geschlossen, und wenn ja, wie ist der Wortlaut
jeweils (bitte auch Zeitpunkt der Finanzierungsvereinbarungen jeweils
benennen)?
Nein.
3. Wenn eine Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung
erfolgt, was sind die finanziellen Änderungen im Vertrag, und wie sieht
der Zeitplan zum Abschluss der Anpassungsvereinbarung aus?
Mit der 3. Nachtragsvereinbarung zur LuFV III werden u. a. zusätzliche Mittel
für vorgezogene Ersatzinvestitionen bereitgestellt. Zum Zeitplan der
Vertragsverhandlungen kann noch keine Aussage getroffen werden.
4. Wie hoch sind die aktuellen Kosten der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin (inklusive Risikopuffer)?
Die Kosten belaufen sich auf 2,2 Mrd. Euro zzgl. eines Risikopuffers i. H. v.
300 Mio. Euro.
5. In wie viele Lose wurde das Bauvolumen aufgeteilt, und was ist der
jeweilige Inhalt sowie die Kosten der Lose?
6. Nach welchen Kriterien erfolgte der Zuschlag für die Baulose (z. B.
Preis, Umwelt, Nachhaltigkeit, bitte auch Gewichtung angeben)?
7. Für welche Lose ist die Entwurfsplanung der Deutschen Bahn
abgeschlossen (Stand: 16. Juni 2025)?
Die Fragen 5 bis 7 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die DB InfraGO AG hat die Strecke Hamburg–Berlin in drei Baulose unterteilt
(Berlin-Spandau–Dergenthin, Dergenthin–Büchen und Büchen–Hamburg-
Rothenburgsort), bei denen der Preis Wertungskriterium war. Informationen zu
den Kosten je Baulos liegen dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) nicht
vor. Die Entwurfsplanung ist für alle Lose abgeschlossen.
8. Wie wird die tägliche Baukoordinierung für die Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin gestaltet, und wie stellt die Deutsche Bahn
sicher, dass sich insbesondere die Firmen im Bereich der Leit- und
Sicherungstechnik an den Baukoordinationsrunden regelmäßig
beteiligen?
In den einzelnen Abschnitten führt die DB InfraGO AG tägliche Statusrunden
durch, um den jeweiligen Stand der Bauarbeiten zu erfassen, Risiken sowie
Abweichungen zu identifizieren und Gegensteuerungsmaßnahmen zu
implementieren. Ergänzend hierzu sind weitere Bau-, Planungs- und
Inbetriebnahmebesprechungen zur Steuerung der Baustelle vorgesehen.
9. Wie viele Dokumente sind durchschnittlich zur Inbetriebnahme von
1 Kilometer Gleis erforderlich (bitte Dokumente aufgliedern und
durchschnittlichen Umfang angeben), und wie stellt die Deutschen Bahn die
rechtzeitige Bereitstellung der Dokumente vor der geplanten
Wiederinbetriebnahme sicher?
Die erforderlichen Dokumente zur Erlangung der Eisenbahn-
Inbetriebnahmegenehmigung richten sich nach der Anlage 6 (zu § 18 Absatz 1 und § 21 der
Verordnung über die Erteilung von Inbetriebnahmegenehmigungen für das
Eisenbahnsystem – Eisenbahn-Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung – EIGV
– Unterlagen zum Antrag auf Inbetriebnahmegenehmigung).
10. Wie hoch ist der Sanierungsbedarf gemessen nach
Infrastrukturzustands- und Entwicklungsbericht für die Strecke Hamburg – Berlin im zu
sanierenden Bereich (bitte auch jeweils nach Gewerken angeben)?
Über den Sanierungsbedarf wird nicht im Infrastrukturzustands- und -
entwicklungsbericht (IZB) 2024 berichtet. Dies liegt unter anderem daran, dass die
Berichterstattung zu den Korridorsanierungen von Strecken im IZB summiert
und nicht nach Strecken erfolgt und der IZB ein Stichtagsbericht ist und
insofern die Investitionen in die Strecke Hamburg – Berlin mit Ausnahme von
Planungsleistungen noch nicht enthält.
11. Was sind die aktuellen Zustandsnoten nach dem InfraGO-
Zustandsbericht für die Strecke Hamburg – Berlin insgesamt sowie alle Gewerke
jeweils (vgl. InfraGO-Zustandsbericht 2024 www.dbinfrago.com/web/u
nternehmen/zielbild-infrastruktur/InfraGO-Zustandsbericht-12636112)?
12. Was sind die Zustandsnoten für Ingenieurbauwerke nach
Infrastrukturzustands- und Entwicklungsbericht für die Strecke Hamburg – Berlin?
14. Was sind die nach der Sanierung erwarteten Zustandsnoten nach dem
DB-InfraGO-Zustandsbericht für die Strecke Hamburg – Berlin
insgesamt sowie alle Gewerke jeweils?
Die Fragen 11, 12 und 14 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges
gemeinsam beantwortet.
Die Zustandsnoten nach Auskunft der DB InfraGO AG (ausschließliche
Betrachtung der Strecken-Nr. 6100) und prognostizierten Zustandsnoten sind
nachfolgend aufgeführt:
Gleise: 3,6 auf 1,6
Weichen: 4,6 auf 1,6
Stellwerke: 3,6 auf 2,7
Brücken: 4,9 auf 1,2
13. Welche Änderungen der Zustandsnoten haben sich durch die bereits
ergriffenen Bau- sowie Sanierungsmaßnahmen ergeben, und welche
Änderungen haben sich durch die umfassenden Vollzeitsperrungen im Jahr
2024 ergeben (bitte jeweils für jeden erfassten Zustand auch nach
Gewerken getrennt auflisten)?
Die DB InfraGO AG hat keine differenzierte Bewertung der bereits ergriffenen
Maßnahmen im Vorfeld der Korridorsanierung durchgeführt.
15. Werden im Rahmen einer möglichen Leistungs- und
Finanzierungsvereinbarung oder durch andere Verträge fest zu erbringende Leistungen
z. B. sortiert nach Gewerken wie für die Riedbahn festgehalten, und
wenn nein, warum nicht?
Ja.
16. Wie viele Meter Gleis sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin ersetzt werden?
17. Wie viele Meter Gleis sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin zurückgebaut werden?
18. Wie viele Weichen sind im Wirkbereich der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin aktuell verbaut?
19. Wie viele Weichen sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin ersetzt werden?
20. Wie viele Weichen sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin zurückgebaut werden?
21. Wie viele Weichen bzw. Überleitstellen sollen im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin zusätzlich errichtet werden?
22. Bei wie vielen Weichen soll im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin ein Großteiltausch vorgenommen werden?
23. Wie viele Signale sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin ersetzt werden?
24. Wie viele Signale sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin zurückgebaut werden?
25. Wie viele Signale sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin neu errichtet werden?
26. Wie viele Weichenantriebe sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin ersetzt werden?
27. Wie viele Achszähler sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin ersetzt werden?
28. Wie viele Achszähler sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin neu errichtet werden?
29. Wie viele Gleismagnete inklusive Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen
(GPE) sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg –
Berlin ersetzt werden?
30. Wie viele Gleismagnete inklusive Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen
(GPE) sollen im Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg –
Berlin neu errichtet werden?
31. Wie viele Meter Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) sollen im
Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin ersetzt
werden?
32. Wie viele Meter LZB sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin neu errichtet werden?
33. Wie viele Signalausleger sollen im Rahmen der Generalsanierung
Hamburg – Berlin neu gebaut werden?
34. Wie viele Signalausleger sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin ersetzt werden?
35. Wie viele Schallschutzwände sollen im Rahmen der Generalsanierung
der Strecke Hamburg – Berlin neu errichtet werden, und was sind die
jeweiligen Standorte?
36. Wie viele Durchlässe sollen im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin neu errichtet bzw. saniert werden?
37. Wie viele Modulgebäude (ESTW (elektronisches Stellwerk) bzw. LZB
bzw. ETCS (Europäisches Zugbeeinflussungssystem)) werden im
Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin neu errichtet?
38. Wie viele Bahnsteige werden im Rahmen der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
39. Wie viele Personenunterführungen werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
40. Wie viele Aufzüge bzw. Höhenfördertechnik werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu
errichtet?
41. Wie viele Bahnsteigbeleuchtungen werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet
(Zähleinheit Bahnsteige)?
42. Wie viele Bahnsteigdächer werden im Rahmen der Generalsanierung
der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
43. Bei wie vielen Bahnsteigdächern wird im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin die Länge verändert (bitte jeweils
Veränderung angeben)?
44. Auf wie vielen Bahnsteigdächern wird im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin Photovoltaik installiert?
45. Wie viele Treppen bzw. Rampen bzw. Zuwegungen werden im Rahmen
der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu
errichtet?
46. Wie viele Weichenheizstationen werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
47. Wie viele Meter Oberleitung Fahrdraht im Bereich der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin weisen eine Netzzustandsnote nach
InfraGO-Zustandsbericht von 4 oder schlechter auf?
48. Wie viele Meter Oberleitung Fahrdraht werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
49. Wie viele Oberleitungsmasten werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
50. Wie viele Meter Länge Quertragwerke werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. entfernt?
51. Wie viele standardisierte Masten für GSM-R (Global System for
Mobile Communications – Rail) bzw. FRMCS (Future Railway Mobile
Communication System) bzw. Mobilfunk werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu
errichtet?
52. Wie viele zusätzliche Masten für GSM-R werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin saniert bzw. neu errichtet?
53. Welche Maßnahmen zum Ausbau von GSM-R werden ergriffen (bitte
Maßnahmen jeweils aufführen)?
Die Fragen 16 bis 53 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Gewerk Gesamtzahl je Gewerk
auf Korridor
Davon
Ersatz
davon
Neubau
Gleise (km) 165 (ohne DUA, reale
Länge)
165 0
Weichen (Stk) 249 228 21
Oberleitung (km) 47 0 47
Durchlässe (Stk) 4 4 0
Bahnübergänge (Stk) 0 0 0
Stelleinheiten (Stk) Ca. 988 943 45
Balisen (Stk) 0 0 0
Überleitstellen (Stk) 4 0 4
Schallschutzwände (km) 4,9 4,9
Brücken (qm) 364 (1 Stück) 364
Bahnsteige (Stk) 25 23 2
Höhenfördertechnik (Stk) 17 15 2
Personenunterführung (Stk) 3 3
Bahnsteigdach (Stk) 2 2
Gewerk Gesamtzahl je Gewerk
auf Korridor
Davon
Ersatz
davon
Neubau
Rampen/Treppen/
Zuwegung (Stk)
4 1 2
Beleuchtung (Stk) 17 17
Stand: 8. Mai 2025
Weitergehende Informationen (z. B. zum Rückbau von Infrastrukturanlagen)
liegen dem BMV nicht vor.
54. Welche weiteren Instandhaltungs- und Ersatzarbeiten werden
durchgeführt, die nicht von den vorherigen Fragen erfasst sind?
Zusätzlich findet während der Bauzeit die Sanierung der festen Fahrbahn im
Abschnitt Breddin – Glöwen sowie weitere Instandhaltungsmaßnahmen
insbesondere am Oberbau statt (z. B. Tausch von Schwellen, Schienenstücken,
Stopfarbeiten).
55. Wie hoch sind die Kosten für die Errichtung der LZB?
56. Welche Version der LZB wird eingebaut, und in welchem Jahr wurde
diese Version erstmalig verbaut?
57. Wie lange wird die im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin gebaute LZB unterstützt?
Die Fragen 55 bis 57 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges gemeinsam
beantwortet.
Auf der Strecke ist die Version LZB CIR ELKE eingebaut, welche erstmalig
2001 in Deutschland in Betrieb genommen wurde und noch bis 2040
unterstützt wird. Da die LZB während der Korridorsanierung nicht verändert wird,
entstehen keine Kosten.
58. Welche Stellwerke sind aktuell auf der Strecke im Wirkungsbereich der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin verbaut, und wann
wurden diese in Betrieb genommen (bitte auflisten)?
62. Welche Stellwerke werden ausgetauscht, angepasst oder saniert (bitte
jeweils Standort, bisheriger Stellwerkstyp sowie ergriffene Maßnahmen
benennen)?
63. Wie viele der Stellwerke sind nach der Generalsanierung so
ausgestattet, dass eine Nutzung mit ETCS absehbar möglich ist?
64. Welche Version wird an der Schnittstelle zum SCI-RBC zum Einsatz
kommen (bitte für jedes Stellwerk angeben)?
65. Wie viele der Stellwerke waren SIMIS-C-Stellwerke oder andere
ESTW-Baureihen sind auf der Strecke verbaut, und warum müssen
diese Stellwerke ersetzt werden?
Die Fragen 58 und 62 bis 65 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges
gemeinsam beantwortet.
Aktuell befinden sich entlang der Strecke die Stellwerke (Unterzentralen mit
den dazugehörigen ESTW-A, Baujahr in Klammern) Nauen (2002), Glöwen
(1999), Ludwigslust (1997), Wittenberge (2002), Hagenow Land (1996),
Büchen (1987), Schwarzenbek (1996) und Aumühle (1995).
Die Relaisstellwerke in Büchen und Schwarzenbek werden durch neue
Elektronische Stellwerke (ESTW) ersetzt. Alle weiteren Stellwerke werden für eine
spätere Nachrüstung von ETCS Level 2 only hochgerüstet, sodass alle
Stellwerke des Korridors ETCS-fähig sind. Die Schnittstelle zum RBC-SCI wird
mit der ETCS-Ausrüstung festgelegt.
59. Welche Stellwerke müssen für den geplanten Betrieb in den nächsten
Jahren mit LZB angepasst werden, und warum (bitte benennen, welche
Stellwerke jetzt genau verbaut werden)?
Keine.
60. Wie wird sichergestellt, dass nachträgliche Änderungen im Bereich
ETCS nicht eine erneute Anpassung der Stellwerke notwendig macht?
61. Welche konkreten Arbeiten an den Stellwerken sind bei der Errichtung
von ETCS Level 2 only notwendig, und welche dieser Arbeiten werden
im Rahmen dieser Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin
nicht durchgeführt?
Die Fragen 60 und 61 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges
gemeinsam beantwortet.
Die Stellwerke werden für eine Nachrüstung von ETCS während der
Korridorsanierung baulich angepasst. Dies bedeutet, dass die Stellwerksinnenanlagen
(Rechneranlagen) sowie das erforderliche Achszählsystem eingebaut werden.
66. Wie viele Achszähler werden im Rahmen der Generalsanierung in ihrer
Position angepasst?
Dies ergibt sich aus der Ausführungsplanung, die nach Auskunft der DB
InfraGO AG noch in Prüfung ist.
67. Wie viele dieser Achszähler sind so platziert, dass sie bei dem für
Anfang der 2030er-Jahre angekündigte ETCS-only-Rollout nicht neu
platziert werden müssen (Quelle ETCS Level 2 only: www.deutschebah
n.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Hamburg-Berlin-DB-
vergibt-planmaessig-letzte-Bauauftraege-fuer-Generalsanierung--1337
9814)?
Die Achszähler sollen so platziert werden, dass eine spätere Anpassung nicht
mehr erforderlich ist.
68. Bestätigt die Deutsche Bahn, dass bei einer Ausstattung mit ETCS-
Level 2-only-Signalstandorte für eine kapazitätsoptimierte Ausnutzung
der Strecke angepasst werden können, und wird das bereits bei der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin berücksichtigt?
Bei der späteren Ausrüstung mit ETCS Level 2 only (ohne Signale) sind keine
Signale mehr vorgesehen.
69. Ist im Rahmen der ETCS-Level-2-only-Ausstattung vorgesehen,
zusätzliche Blockteilungen vorzunehmen, und wie wird sichergestellt,
dass diese Maßnahmen bereits jetzt vorbereitet sind?
Die ETCS-Blockkennzeichnen können erst mit der ETCS-Ausrüstung
eingebaut werden.
70. Sind die aktuellen Blockteilungen, die durch LZB ermöglicht werden,
die exakt gleichen Standorte wie bei ETCS Level 2 only?
71. Müssen im Rahmen von zusätzlichen Blockteilungen im Rahmen der
Ausstattung der Strecke mit ETCS-Level-2-only-Stellwerke angepasst
werden, und wie stellt die Deutsche Bahn sicher, dass hier keine
Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern entstehen und somit Kosten
unverhältnismäßig steigen?
Die Fragen 70 und 71 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges
gemeinsam beantwortet.
Nach Auskunft der DB InfraGO AG können überwiegend die bestehenden
Blockteilungen beibehalten werden. Details ergeben sich jedoch erst im Zuge
der ETCS-Planung. Sollten zusätzliche Blockteilungen erforderlich werden,
müssen die Stellwerkshersteller Anpassungen an den ESTW vornehmen. Für
solche Maßnahmen hat die DB InfraGO AG langfristige Rahmenverträge
geschlossen.
72. Inwiefern kann von ETCS-ready gesprochen werden, wenn noch
signifikante Arbeitsleistungen bei der Installation von ETCS Level 2 only
ausstehen werden?
Die DB InfraGO AG spricht von ETCS-ready, da die für eine Hochrüstung auf
ETCS Level 2 ohne Signale erforderlichen Maßnahmen auf ein Minimum
reduziert werden.
73. Wie definiert die Deutsche Bahn ETCS-ready?
Nach Auskunft der DB InfraGO AG umfasst ETCS-ready eine Teilmenge der
Maßnahmen der gesamten ETCS-Ausrüstung. Diese werden vorbereitend im
Zuge einer Neuerrichtung (Neubau) oder Sanierung von Infrastruktur (Umbau/
Ersatz) an ETCS-tangierenden Gewerken umgesetzt, um die
Eisenbahninfrastruktur in Hinblick auf eine spätere Ausrüstung mit ETCS Level 2 (mit
Signalen/ohne Signale) zu optimieren.
74. Inwiefern ist es sinnvoll, die Stellwerke jetzt zu tauschen, wenn
absehbar Nacharbeiten für den sinnvollen Einsatz von ETCS Level 2
notwendig werden?
Durch die jetzt durchgeführten Maßnahmen, können die zukünftigen
notwendigen Sperrpausen auf ein Minimum reduziert werden.
75. Welche Länge der Sperrzeit könnte reduziert werden, wenn der
Austausch der Stellwerke nicht bereits jetzt erfolgt?
Zu hypothetischen Fragen nimmt die Bundesregierung keine Stellung.
76. Wie stellt die Deutsche Bahn sicher, dass Hersteller von Leit- und
Sicherungstechnik zukünftig nicht weitere Inkompatibilitäten von
Stellwerken feststellen und somit ein Ersatz von Stellwerken nochmals
erforderlich ist?
Um die Kompatibilität der Stellwerkstechnik verschiedener Hersteller zu
gewährleisten hat die DB InfraGO AG alle Schnittstellen bis auf die technische
Ebene, d. h. bis hin zu den Protokollen, die für die Kommunikation verwendet
werden, spezifiziert und in Pilotprojekten nachgewiesen, dass diese
Spezifikation korrekt, vollständig und widerspruchsfrei ist. Alle Schnittstellen sind von
Seiten der Bahn formal freigegeben und der Industrie in Rahmen von
Ausschreibungen übergeben worden.
77. An welchen Stellen auf der Strecke Hamburg – Berlin bestehen aktuell
Überleitmöglichkeiten (bitte alle Überleitmöglichkeiten mit genauem
Standort sowie Art der Überleitstelle: einfach inklusive
Richtungsangabe, doppelt, Trapez inklusive Richtungsangabe, angeben)?
Im Rahmen der Generalsanierung ist die Errichtung von sechs
Überleitmöglichkeiten geplant. Folgende Überleitmöglichkeiten bestehen aktuell.
Betriebsstelle Form Kilometrierung
Bf. Büchen Trapez ca. 238
Bf. Büchen einfach ca. 239
Üst. Büchen-Steinautal Trapez ca. 242
Bf. Schwarzenbek einfach ca. 248
Bf. Schwarzenbek einfach ca. 250
Bf. Aumühle Trapez ca. 261
Bf. Hmbg.-Bergedorf Trapez ca. 269
Freie Strecke einfach ca. 274
Abzw. Hmbg.-Billwerder-
M.
Trapez ca. 278
Bf. Hmbg.-Riefstack einfach ca. 281
Bf. Hmbg.-Riefstack einfach ca. 282
Bf. Ludwigslust einfach ca. 172
Abzw. Finkenburg einfach ca. 25
Bf. Brieselang Trapez ca. 26
Bf. Nauen einfach ca. 34
Bf. Nauen einfach ca. 37
Bf. Paulinenaue einfach ca. 48
Bf. Paulinenaue einfach ca. 50
Bf. Friesack einfach ca. 61
Bf. Friesack einfach ca. 62
Bf. Neustadt (Dosse) einfach ca. 74
Bf. Neustadt (Dosse) einfach ca. 76
Bf. Breddin einfach ca. 92
Bf. Breddin einfach ca. 92
Bf. Glöwen einfach ca. 101
Bf. Glöwen einfach ca. 103
Bf. Bad Wilsnack einfach ca. 112
Bf. Bad Wilsnack einfach ca. 114
Bf. Wittenberge einfach ca. 126
Bf. Wittenberge einfach ca. 127
Bf. Wittenberge einfach ca. 128
Bf. Wittenberge einfach ca. 129
Betriebsstelle Form Kilometrierung
Bf. Falkensee einfach ca. 20
Bf. Falkensee einfach ca. 21
78. Welche zusätzlichen Überleitstellen werden an welchen Stellen neu
errichtet, und welche Überleitgeschwindigkeiten sind dort jeweils
vorgesehen?
Im Zuge der Generalsanierung werden nach aktueller Planung bis zu sechs
zusätzliche Überleitstellen errichtet bzw. erneuert. Die Umsetzung hängt vom
exakten Bauablauf ab. Die Überleitgeschwindigkeit beträgt 100 km/h.
79. Bei welchen Weichen wird die aktuelle Zweiggleisgeschwindigkeit
erhöht (bitte jeweils, ggf. auch nach Bahnhöfen gruppiert, auflisten)?
Gegenüber dem Status quo ergibt sich keine Veränderung der Geschwindigkeit.
80. In welchen Abschnitten erfolgt eine Erhöhung der Geschwindigkeit in
durchgehenden Hauptgleisen (bitte jeweils genauen Standort sowie
Distanz, Geschwindigkeit vor der Maßnahme sowie nach der Maßnahme
benennen)?
In keinen.
81. Wie hoch ist die Geschwindigkeit auf der Havelbrücke bei Brieslang,
und was ist der daraus resultierende theoretische Fahrzeitverlust im
Vergleich zu einer durchgehenden Fahrt mit 230 km/h?
82. Ist eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf der Havelbrücke bei
Brieslang auf 230 km/h geplant?
Die Fragen 81 und 82 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges
gemeinsam beantwortet.
Die DB InfraGO AG plant gegenüber dem Status quo keine Veränderungen.
83. Werden im Rahmen der Generalsanierungen Blockverdichtungen
vorgenommen, und wenn ja, wo (bitte jeweils genauen Standort der
zusätzlichen Signale angeben)?
Im Bahnhof Wittenberge werden zusätzliche Blockkennzeichen installiert.
84. Welche kleinen und mittleren Maßnahmen sind nach den
durchgeführten eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchungen auf der
Strecke Hamburg – Berlin sinnvollerweise zu errichten?
Das Maßnahmenpaket „KSP-HST Maßnahmenpaket Knoten Wittenberge“
dient der Sicherung und Verbesserung der Betriebsqualität durch eine
Leistungs- und Kapazitätssteigerung der nördlichen und südlichen Ein- und
Ausfahrten sowie des Bahnhofs.
Durch den Neubau des neuen Bahnsteiges 6 am Gleis 7 wird die Realisierung
von Anschlüssen im Schienenpersonenverkehr ermöglicht und die
Doppelbelegungen von Bahnsteigen vermieden. Weiter werden Abhängigkeiten bei der
Gleisbelegung reduziert, Fahrzeiten des Schienenpersonennahverkehrs
verkürzt, sowie zusätzliche Kapazität und Flexibilität für den
Schienengüterverkehr ermöglicht.
Ziel der Maßnahme „740 m – Neustadt-Dosse Gleis 3 und 4 (Überholgleise für
740 m Züge)“ ist die Schaffung neuer Überholmöglichkeiten für Züge,
insbesondere durch Signalversetzungen und den Einbau zusätzlicher Weichen.
85. Welche kleinen und mittleren Maßnahmen werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin konkret umgesetzt (bitte
Standort sowie Maßnahme jeweils beschreiben)?
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 83 und 84 verwiesen.
86. Woran ist die weitere Umsetzung von kleinen und mittleren
Maßnahmen wie Ausweichgleise und zusätzliche Überleitstellen gescheitert?
Die Sanierung der festen Fahrbahn und damit einhergehende Sperrung der
Strecke war ausschlaggebend für die zeitliche Festlegung der Generalsanierung
Hamburg–Berlin. Die DB InfraGO AG setzt die Maßnahmen um, für die
bereits entsprechende Planungsgrundlagen vorlagen.
87. Ist das im PEK Berlin-Spandau – Nauen vorgesehene weitere Kehrgleis
in Betrieb genommen (S. 20 www.dbinfrago.com/resource/blob/122207
02/e6913afc3a507bd75f450a217ed39755/pek_berlin-Spandau-Nauen-d
ata.pdf), und wenn nein, warum nicht?
Das Gleis 82 ist reaktiviert.
88. Ist das im Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität (PEK) Berlin-
Spandau – Nauen vorgesehene Überholgleis 67 in Nauen in Betrieb
genommen, und wenn nein, warum nicht (S. 20 f. www.dbinfrago.com/res
ource/blob/12220702/e6913afc3a507bd75f450a217ed39755/pek_berli
n-Spandau-Nauen-data.pdf)?
Das Überholgleis 67 in Nauen wird in Betrieb genommen.
89. Wird die im PKE Berlin-Spandau – Nauen vorgesehene Verlegung des
Flankenschutzgleises in Brieselang im Rahmen der Generalsanierung
der Strecke Hamburg – Berlin durchgeführt, und wenn nein, warum
nicht (S. 21 www.dbinfrago.com/resource/blob/12220702/e6913afc3a5
07bd75f450a217ed39755/pek_berlin-Spandau-Nauen-data.pdf)?
Ja.
90. Werden die für den Deutschlandtakt vorgesehenen Maßnahmen einer
zusätzlichen Weichenverbindung im Nordkopf von Ludwigslust im
Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin
umgesetzt, und wenn nein, bitte begründen (Teil des Projektbündel 1 Anlage
des Bundesschienenwegausbaugesetzes (BSWAG))?
Ja.
91. Werden die für den Deutschlandtakt vorgesehenen Maßnahmen im
Knoten Wittenberge im Rahmen der Generalsanierungen umgesetzt,
und wenn nein, bitte begründen (Teil des Projektbündel 1 Anlage 1
BSWAG: zusätzliche Bahnsteigkante und Weichenverbindung,
Optimierung der Leit- und Sicherungstechnik für gleichzeitige Ein- und
Ausfahrten, Verkürzung Zugfolgezeiten von und nach Berlin sowie
Ludwigslust)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 84 verwiesen.
92. Welche vorbereitende Maßnahme für das dritte Gleis zwischen
Neustadt und Nauen bzw. dem dritten und vierten Gleis zwischen Nauen
und Spandau werden im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin getroffen, und wenn nein, warum nicht (Projekt ist
Teil des Projektbündels 1 Anlage BSWAG)?
Die DB InfraGO AG berücksichtigt den Ausbau insoweit, dass keine
Maßnahmen umgesetzt werden, die eine spätere Umsetzung des dritten Gleises
behindern.
93. Welche vorbereitende Maßnahme für den Umbau des Westkopfs
Spandau werden im Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg –
Berlin umgesetzt, und wenn nein, warum nicht (Projekt ist Teil des
Projektbündels 1 Anlage BSWAG: viergleisige Einbindung Hamburger
Bahn, zweigleisiger Ausbau der Strecke 6179 zwischen Nennhauser
Damm und Berlin-Spandau, zusätzlicher Bahnsteig mit zwei
Bahnsteigkanten an der Güterstrecke bzw. den beiden südlichen Gleisen)?
Im Knoten Spandau werden im Rahmen der Generalsanierung Hamburg–Berlin
keine Maßnahmen umgesetzt. Das liegt unter anderem daran, dass der Knoten
Spandau für die Umsetzung der Fahrplankonzepte uneingeschränkt zur
Verfügung stehen muss (u. a. Umleitung SPFV über Stendal und Umleitung SPNV
über Dallgow-Döberitz/Elstal/Wustermark).
94. Welche vorbereitende Maßnahme für die eingleisige höhenfreie
Kreuzung in Büchen werden im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin umgesetzt, und wenn nein, warum nicht (Anlage 1
BSWAG ABS Lüneburg – Lübeck)?
In Büchen sind keine vorbereitenden Maßnahmen für die eingleisige höhenfreie
Kreuzung möglich. Grund hierfür ist die notwendige Planrechtserfordernis.
95. Ist das 740-m-Gleis in Neustadt (Dosse) aus dem Vorhaben
„Überholgleise für 740m-Züge“ (Anlage BSWAG) bereits in Betrieb genommen,
und wenn nein, wird es im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin umgesetzt?
Das Vorhaben wird im Rahmen der Generalsanierung umgesetzt.
96. Werden weitere 740-m-Überholgleise im Rahmen der Generalsanierung
Hamburg – Berlin errichtet, und wenn ja, wo (bitte jede Maßnahme mit
Standort auflisten)?
Es werden keine weiteren 740 m Überholgleise realisiert.
97. Sollten Maßnahmen für den Deutschlandtakt im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin durchgeführt werden, werden
die Deutsche Bahn und die Bundesregierung diese Maßnahmen
entsprechend kommunikativ begleiten (z. B. durch Verwendung des
Siegels „Ein Projekt für den Deutschlandtakt“), und wenn nein, warum
nicht?
Die dargestellten Maßnahmen im Bereich Knoten Wittenberge und Knoten
Ludwigslust sind Maßnahmen im Sinne des Deutschland-Taktes. Über eine
kommunikative Begleitung ist noch nicht entschieden.
98. In welchem Maße wird im Rahmen der Generalsanierung der Strecke
Hamburg – Berlin die Kapazität angehoben (bitte Änderung der
Nennleistung angeben)?
Eine Generalsanierung ist eine umfassende, gewerkeübergreifende Sanierungs-
und Modernisierungsmaßnahme und keine Neu- oder Ausbaustrecke. Es
werden daher keine kapazitätssteigernden Maßnahmen umgesetzt.
99. Welche exakten Effekte auf die Pünktlichkeit werden im Rahmen der
Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin erwartet (bitte für
Verkehrsarten jeweils konkrete Werte angeben)?
Die DB InfraGO AG erwartet, dass die durch die Anlage bedingten Störungen
durch die Generalsanierung reduziert werden.
100. Welche Ersatz- und Instandhaltungsmaßnahmen wurden seit 2022 auf
der Strecke Hamburg – Berlin durchgeführt, insbesondere im Bereich
Oberbau?
Vom 16. August 2024 bis 14. Dezember 2024 wurden umfassende
Instandhaltungs- und Erneuerungsarbeiten auf der Strecke Hamburg–Berlin durchgeführt.
Unter anderem wurden mehr als 74 km Gleise und 100 Weichen zwischen
Wittenberge und Ludwigslust sowie zwischen Hamburg und Büchen und rund um
Hagenow Land erneuert.
101. Welche Maßnahmen im Bereich Fahrbahn bzw. Umbau von
Fahrbahnarten werden im Rahmen der Generalsanierung der Strecke Hamburg –
Berlin ergriffen (Standort, Länge und Umfang der Maßnahme
benennen)?
Im Rahmen der Generalsanierung erfolgt in Fortführung der Maßnahme in
2021/24 der weitere Rückbau der festen Fahrbahn (ca. 2,4 km) zwischen
Dergenthin und Wittenberge. Die feste Fahrbahn wird bei dieser Maßnahme durch
Schotteroberbau ersetzt.
102. Welche Maßnahmen werden an welchen Bahnhöfen ergriffen (bitte für
jeden Bahnhof alle Maßnahmen auflisten)?
Hamburg-Bergedorf:
• Gestalterische Maßnahmen in der Unterführung und im Empfangsgebäude
• Neue Wegeleitung
• Neue Beleuchtung unter Bahnsteigdach Gleis 1/2 sowie an den Treppen und
in der Unterführung
• Erneuerung der Aufzüge
• Neue und zusätzliche Wetterschutzhäuser am Bahnsteig Gleis 1/2
• Neue und zusätzliche Sitzbänke auf den Bahnsteigen
• Erneuern des Taktilen Leitsystems
• Erneuern u. Erweitern der Fahrgastinformationsanzeiger
Schwarzenbek:
• Verlängern des Bahnsteigs Gleis 1 (bestellt u. finanziert v. NAH.SH)
• Neues Taktiles Leitsystem an Gleis 1
• Erneuerung der Sitzbänke
• Neugestaltung der Unterführung und Treppenabgänge; u. a. mit LED-
Beleuchtung
• Neugestaltung der Fahrradstellplätze, Aufarbeiten der Fahrradbügel am
Parkplatz
Bereits 2024 umgesetzt:
• Verlängerung Bahnsteig 2 (bestellt u. finanziert v. NAH.SH)
• Modernisierung Bahnsteig 2, Neubau Dach Bahnsteig 2 (anteilig finanziert
v. NAH.SH)
• Erneuerung Fahrgastinformationsanzeiger Bahnsteig 1 und 2
Müssen:
• Herstellen der Barrierefreiheit:
• Neubau eines Aufzugs je Bahnsteig
• Erneuern der Treppenanlage an Bahnsteig 2
• Neubau der Zuwegung zum Bahnsteig 2
• Verlängern der Bahnsteige auf je 220 m inkl. Wegeleitsystem,
Blindenleitsystem u. Beleuchtung (bestellt u. finanziert v. NAH.SH)
• Sanierung der Bestandsbahnsteige
• Erneuern der Beleuchtungsanlage
• Neubau von 2 Wetterschutzhäusern
• Neubau von Sitzmöglichkeiten
Büchen:
• Verlängern der Bahnsteige Gleis 1 und 4 auf 406 m inkl. Wegeleitsystem,
Blindenleitsystem u. Beleuchtung
• Neubau von zwei barrierefreien Außenbahnsteigen für Linie RE83 Lübeck–
Lüneburg als Ersatz für schmalen u. niedrigen Bahnsteig zwischen Gleis 40
und 41
• Zusätzliche Wetterschutzhäuser an allen Bahnsteigen
• Verlängern der Bahnsteigdächer an Gleis 1 und 4
• Neue und zusätzliche Sitzbänke
• Neugestaltung der Personenunterführung, der Grünanlagen u. des
Verkaufspavillons am Mittelbahnsteig
• Erneuerung der Aufzüge
• Erneuerung u. Erweiterung der Fahrgastinformationsanzeiger
Friedrichsruh (Station seit 2019 außer Betrieb)
• Rückbau der Bahnsteigaufbauten (Masten, Vitrinen etc.)
Albrechtshof:
• Austausch der Aufzüge an Gleisen 1 und 2
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Seegefeld:
• Instandsetzung von Bahnsteigen und Bahnsteigdächern
• Erneuerung des Blindenleitsystems
• Austausch der Aufzüge an Gleisen 1 und 2
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Falkensee:
• Instandsetzung des Bahnsteigbelag inkl. Blindenleitsystem
• Erneuerung des Blindenleitsystems
• Austausch des Aufzugs an Gleis 1
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (Zuginformationssystem (ZIM)
• Erneuerung Beschallungsanlage
• Überarbeitung der Wegeleitung
Finkenkrug:
• Instandsetzung des Bahnsteigbelages und des Blindenleitsystems
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
Brieselang:
• Instandsetzung des Bahnsteigbelages inkl. Blindenleitsystem
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Nauen:
• Instandsetzung der Bahnsteige inkl. Blindenleitsystem
• Tausch von 2 Aufzügen
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (ZIM)
• Erneuerung Beschallungsanlage
• Überarbeitung der Wegeleitung
Paulinenaue:
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags inkl. Erweiterung des
Blindenleitsystems
• Neue Wetterschutzhäuser
• Neues Wegeleitsystem
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnsteigausstattung (z. B. neue, größere Sitzmöbel, neue
Geländer und Vitrinen)
• Erneuerung der Reisenden-Informationssysteme (neue digitale Anzeigen
(DSA+ und DAB), Überarbeitung der Wegeleitung, neue
Braillebeschriftung der Geländer u. ä.)
• Überarbeitung der Treppen an der Unterführung
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Friesack (Mark):
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags inkl. Erweiterung des
Blindenleitsystems
• Neue Wetterschutzhäuser
• Neues Wegeleitsystem
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnsteigausstattung (z. B. neue, größere Sitzmöbel, neue
Streugutbehälter und Vitrinen)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Neustadt (Dosse):
• Instandsetzungsarbeiten am Bahnsteigdach
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags inkl. Blindenleitsystem
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Erneuerung Bahnsteigausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen und
Sicherheitsgeländer)
Breddin:
• Neubau eines barrierefreien Bahnsteigs an Gleis 1 mit 76 cm Höhe
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags an Gleis 2 inkl. Erweiterung des
Blindenleitsystems
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Neue Wetterschutzhäuser
• Überarbeitung der Treppen zur Personenunterführung
• Erneuerung Bahnsteigausstattung (neue Sitzmöbel, Vitrinen und
Streugutbehälter)
• Erneuerung der Wegeleitung
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Glöwen:
• Barrierefreie Erneuerung der Bahnsteige inkl. Aufhöhung auf 76 cm
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Bad Wilsnack:
• Barrierefreie Erneuerung der Bahnsteige inkl. Aufhöhung auf 76 cm
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Wittenberge:
• Neubau eines Bahnsteiges für Gleis 6
• Bahnsteiginstandsetzung an Gleisen 1–5
• Austausch von 3 Aufzügen
• Erweiterung der Personenunterführung
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (ZIM)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Karstädt:
• Verlängerung und Instandsetzung der Bahnsteige 1 und 3 (von 140 auf
170 m)
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Grabow (Meckl):
• Instandsetzung der Bahnsteigbeläge inkl. des Blindenleitsystems und
Schraffur
• Erneuerung und Erweiterung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue
Sitzmöbel, Vitrinen, Abfall- und Streugutbehälter)
• Erneuerung des Wetterschutzhauses an Gleis 1 und Gleis 2
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Überarbeitung der Wegeleitung
Ludwigslust:
• Neubau einer Unterführung für Straßenverkehr und Fußgänger
• Erneuerung und Verlängerung aller Bahnsteige auf 416 m
• Neubau von 3 Aufzügen und Treppenanlagen
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Erneuerung und Erweiterung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue
Sitzmöbel, Vitrinen, Abfall- und Streugutbehälter)
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser
Jasnitz:
• Erneuerung und Aufhöhung der Bahnsteige 1 und 3 (auf 76 cm). Der
Bahnsteig wird so barrierefrei nutzbar.
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Neue Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen sowie Zäune und
Geländer)
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Strohkirchen:
• Erneuerung und Aufhöhung der Bahnsteige (auf 76 cm). Der Bahnsteig
wird so barrierefrei nutzbar.
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Erneuerung und Erweiterung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue
Sitzmöbel, Vitrinen, Abfall- und Streugutbehälter)
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
Hagenow Land:
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Instandsetzung des Blindenleitsystems
• Erneuerung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen,
Abfall- und Streugutbehälter)
• Neugestaltung der Unterführung
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser Bahnsteig 2/3 und Neubau
Wetterschutzhaus Bahnsteig 1
Pritzier:
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags und des Blindenleitsystems und
Schraffur
• Neue Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen sowie Zäune und
Geländer)
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Instandhaltung des Zugangs zum Bahnsteig
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser
Brahlstorf:
• Verlängerung beider Bahnsteige auf 140 m
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags und des Blindenleitsystems
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Neue Bahnhofsausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen sowie Zäune und
Geländer)
• Erneuerung des Wetterschutzes am Gleis 1
• Tausch des Wetterschutzhauses am Gleis 2
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
Boizenburg (Elbe):
• Instandsetzung der vorhandenen Schraffur
• Erneuerung und Erweiterung der Bahnhofsausstattung (z. B. neue
Sitzmöbel, Vitrinen, Abfall- und Streugutbehälter)
• Instandsetzung der Wetterschutzhäuser
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Umrüstung der Beleuchtung auf energiesparende LEDs
Schwanheide:
• Verlängerung beider Bahnsteige auf 170 m und Erneuerung des
Blindenleitsystems
• Instandsetzung des Bahnsteigbelags
• Neue, energiesparende Beleuchtung
• Erneuerung der Wetterschutzhäuser
• Neue digitale Anzeigen (DSA+ und DAB)
• Überarbeitung der Wegeleitung
• Neue Bahnsteigausstattung (z. B. neue Sitzmöbel, Vitrinen sowie Zäune
und Geländer, etc.)
103. Welche Bahnhöfe werden im Rahmen der Generalsanierung zu
Zukunftsbahnhöfen ausgebaut (bitte alle auflisten), und nach welchen
konkret messbaren Kriterien erfolgt die Zuordnung des Begriffs
„Zukunftsbahnhof“?
Hamburg-Bergedorf, Schwarzenbek, Müssen, Büchen, Strohkirchen, Jasnitz,
Ludwigslust, Grabow, Karstädt, Wittenberge, Breddin, Neustadt (Dosse),
Friesack (Mark), Paulinenaue, Nauen, Brieselang, Finkenkrug, Falkensee,
Seegefeld, Berlin-Albrechtshof
Die Messbarkeit der Kriterien erfolgt gemäß der mit dem BMV abgestimmten
und zuwendungsfähigen Maßnahmen (ZKB-Handbuch).
104. Ist die Entwicklung von FRMCS (Future Railway Mobile
Communication System) auch ohne Vorliegen der finalen Spezifikation
ausreichend, um bereits jetzt eine entsprechende Infrastruktur vorzusehen,
und wie stellt die Deutsche Bahn sicher, dass nicht nachträglich größere
Anpassungsmaßnahmen für die Ausstattung mit FRMCS notwendig
werden?
Im Zuge der Korridorsanierung soll Infrastruktur (Funkmasten,
Glasfaserkabeln etc.) errichtet werden. Die Abstände der Standorte bzw. Masten sind derart
geplant, dass sowohl mit den international festgeschriebenen Funkfrequenzen
für FRMCS als auch mit den von den MNO vorgesehenen 5G-Funkfrequenzen
eine hinreichende Funkversorgungsqualität erreicht werden soll.
105. Sind die standardisierten Masten, die im Rahmen der
Generalsanierungen der Strecke Hamburg – Berlin verbaut werden, nur im Rahmen von
Sperrungen zu errichten, oder wäre ein Bau dieser Masten auch im
laufenden Betrieb möglich (wenn nein, bitte begründen)?
Der Eingriff auf den Betrieb ergibt sich aus dem Abstand des Mastes zum Gleis
und des jeweiligen Umfeldes. Ein Teil der Masten kann aufgrund der
Zuwegung nur vom Gleis aus verbaut werden.
106. Liegt das Nutzungskonzept der Netzbetreiber für die Mitnutzung der
Funkmasten vor, und wenn nein, warum nicht (hamburg-berlin.deutsch
ebahn.com/bauarbeiten.html)?
Nein, da u. a. die kommerziellen Rahmenbedingungen noch in Abstimmung
sind.
107. Welche konkreten Maßnahmen wurden aus den Erfahrungen der
Riedbahn für die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin
abgeleitet?
Aufgrund der Erfahrungen entfällt die zeit- und kostenintensive
Doppelausrüstung der Strecke mit ETCS Level 2 mit Signalen.
108. Wie werden vor und während der Korridorsanierung die Öffentlichkeit
sowie das Parlament über die Maßnahmenumfänge und die einzelnen
Baufortschritte, Zeitpläne und Kostenentwicklungen informiert?
Im Rahmen von sogenannten Roadshows in zehn Orten entlang der Strecke
werden und wurden durch die DB InfraGO AG Interessierte, Pendler und
Anwohnende informiert. Ergänzend dazu wurden die Anwohnenden an der
Strecke mit Postwurfsendungen informiert. Ein WhatsApp-Kanal zur Information
ist durch die DB InfraGO AG eingerichtet worden. Begleitend dazu finden sich
alle relevanten Informationen auf der Projekthomepage (www.db.de/
hamburgberlin).
109. Bis wann soll die abschließende Evaluierung der Generalsanierung der
Strecke Hamburg – Berlin erfolgen?
Die Evaluierung ist im Anschluss an die Korridorsanierung vorgesehen. Wann
diese abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
- answered_by → Bundesministerium für Verkehr
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Generalsanierung der Strecke Hamburg - Berlin (Antwort)