Schriftliche Frage 20 von Martin Hess (AfD): Welche sieben Nationalitäten haben unter den tatverdächtigen Zuwanderern (Zuwanderer im Sinne der PKS-Definition) im Jahr 2024 den stärksten…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 14. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.
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Schriftliche Frage 20 von Martin Hess (AfD): Welche sieben Nationalitäten haben unter den tatverdächtigen Zuwanderern (Zuwanderer im Sinne der PKS-Definition) im Jahr 2024 den stärksten…
Frage 20 (Martin Hess, AfD):
Welche sieben Nationalitäten haben unter den tatverdächtigen Zuwanderern (Zuwanderer im Sinne der PKS-Definition) im Jahr 2024 den stärksten Anstieg im Bereich der Gewaltkriminalität zu verzeichnen, und auf welche Ursachen sind diese Anstiege zurückzuführen (bitte die Anstiege in prozentualen Zahlen zu den Ausgangszahlen 2023/2024 ausweisen, vgl. Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Fokus: Fluchtmigration, Bundeslagebild 2023, Seite 33)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 15. April 2025:
Die erbetene Auflistung der sieben Nationalitäten im Sinne der Fragestellung kann der nachstehenden Tabelle entnommen werden. 2024 2023 Veränderung in Prozent Türkei 1.058 717 47,6 Ägypten 223 163 36,8 Belarus 38 29 – Ukraine 2.196 1.703 28,9 Pakistan 247 193 28,0 Jemen 76 65 – Syrien 7.466 6.640 12,4 Tunesien 972 872 11,5 Russische Föderation 512 470 8,9 Für die tatverdächtigen Zuwanderer aus Belarus und Jemen wurden keine Veränderungsraten berechnet, da die Basiszahl unter 100 liegt (hier bezogen auf die in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfassten tatverdächtigen Zuwanderer). Hilfsweise enthält die Tabelle neun Nationalitäten, davon sieben mit Berechnung von Steigerungsraten. Grundsätzlich ist bei der Interpretation prozentualer Veränderungen zu beachten, dass bei niedrigen absoluten Werten bereits geringe Veränderungen der absoluten Tatverdächtigenzahlen zu großen prozentualen Veränderungen führen. Vor diesem Hintergrund sind die Veränderungen zurückhaltend zu interpretieren. Stärkere Anstiege bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen und damit auch bei den zugewanderten Personen können aufgrund des aktuellen Wanderungsgeschehens in der Bundesrepublik Deutschland als durchaus erwartbar eingestuft werden. Während die deutsche Wohnbevölkerung sich in ihrer Größe kaum verändert hat, ist die nichtdeutsche Bevölkerung angewachsen. In der Gesamtschau zeigen sich bei der Mehrheit der aufgeführten Staatsbürgerschaften deutliche Anstiege bei der Anzahl an Schutzsuchenden in der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland. Neben diesen rein zahlenmäßigen Effekten ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende multiple Risikofaktoren (z. B. unsichere Zukunftsperspektive, Armut, Gewalterfahrungen) für verschiedene Deliktsbereiche, insbesondere Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte, aufweisen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich die demografische Struktur der Zugewanderten der jeweiligen Nationen unterscheiden können. Das bedeutet beispielsweise, wenn viele junge Männer einer Staatsangehörigkeit zuziehen, dann ist alleine hierdurch eine besonders ausgeprägte Erhöhung der Kriminalitätsbelastung erwartbar, da dieses demografische Segment praktisch bei allen Nationalitäten eine erhöhte Kriminalitätsbelastung aufweist.
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