Schriftliche Frage 64 von Julian Schmidt (AfD): Welche Informationen liegen der Bundesregierung über die aktuelle Lage zur Afrikanischen Schweinepest und zu ihrer Bekämpfung sowie zur Verm…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
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Schriftliche Frage 64 von Julian Schmidt (AfD): Welche Informationen liegen der Bundesregierung über die aktuelle Lage zur Afrikanischen Schweinepest und zu ihrer Bekämpfung sowie zur Verm…
Frage 64 (Julian Schmidt, AfD):
Welche Informationen liegen der Bundesregierung über die aktuelle Lage zur Afrikanischen Schweinepest und zu ihrer Bekämpfung sowie zur Vermeidung der Weiterverbreitung in Deutschland, insbesondere in Hessen, vor?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick vom 4. April 2025:
Aktuell ist kein Ausbruch der Afrikanischen Schweinpest (ASP) bei gehaltenen Schweinen in Deutschland ausgewiesen. Alle bisher festgestellten Ausbrüche bei gehaltenen Schweinen konnten zeitnah erfolgreich bekämpft und insoweit aufgehoben werden. Die Gesamtzahl der amtlichen ASP-Feststellungen bei Wildschweinen in Deutschland seit dem ersten Eintrag in Brandenburg im September 2020 betrug zum Stichtag 31. März 2025 7.443, davon – 3.446 in Brandenburg, – 2.399 in Sachsen, – 47 in Mecklenburg-Vorpommern, – 1.476 in Hessen, – 72 in Rheinland-Pfalz und – drei in Baden-Württemberg. Das Ausbruchsgeschehen bei Wildschweinen konzentriert sich derzeit auf das Land Hessen. Dort wurden in diesem Jahr 851 Fälle (333 im Januar, 311 im Februar und 207 im März) bei Wildschweinen amtlich festgestellt. Insbesondere in Südhessen an der Grenze zu Baden- Württemberg stellt die hohe Wildschweindichte eine besondere Herausforderung für die erfolgreiche Bekämpfung der ASP dar. Die präventiven Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der ASP werden von den für die Tierseuchenbekämpfung zuständigen Behörden in den Ländern weiterhin mit hoher Priorität umgesetzt. Halterinnen und Halter von Schweinen tragen weiterhin die Verantwortung zur Sicherstellung der Einhaltung der vorgesehenen Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt hierfür diverse Infobroschüren und Plakate in verschiedenen Sprachen, zum Beispiel für Landwirtinnen und Landwirte, Jägerinnen und Jäger, Reisende sowie die breite Öffentlichkeit, zur Verfügung, um das Bewusstsein für die Übertragungswege und Eindämmungsmöglichkeiten zu schärfen. Die Materialien werden auf der Website des BMEL unter dem Link www.bmel.de/asp zur Bestellung und zum Download angeboten. Darüber hinaus sind dort weitere Informationen zur ASP abrufbar. Ebenso wurde über die Social-Media- Kanäle des BMEL zur ASP informiert und aufgeklärt. Das BMEL berichtet zur aktuellen Situation der ASP in Deutschland auch regelmäßig im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) der Europäischen Union. Die entsprechenden Präsentationen sind unter dem Link https://ec.europa.eu/foo d/horizontal-topics/committees/paff-committees/animal-health-andwelfare/presentations_en abrufbar. Auch auf der Website des Friedrich- Loeffler-Instituts (FLI) sind unter dem Link www.fli.de/de/aktuelles/tier seuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/ zahlreiche Informationen zur ASP zu finden.
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