Frage von Dr. Rainer Kraft (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 20/14640)
Teil von Protokoll der 209. Sitzung des 20. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Das Protokoll 20/209 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 04.02.2025 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Frage von Dr. Rainer Kraft (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 20/14640)
Welche Kosten müssen von den staatseigenen Unternehmen SEFE Securing Energy for Europe GmbH und Uniper SE nach Kenntnis der Bundesregierung für die Erfüllung internationaler Gaslieferverträge bis 2040 aufgewendet werden, und woher wird das dafür benötigte Gas kommen (bitte die Summen angeben, die davon an russische Unternehmen ausgezahlt werden; www.welt.de/wirtschaft/plus255159974/Russland-Putins-Gas-und-der-indische-Kunde-das-Dilemma-des-Staatskonzerns-Sefe.html)?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Stefan Wenzel:
Die Securing Energy for Europe GmbH (SEFE) beliefert mehr als 50 000 Kunden in verschiedenen internationalen Märkten. Gleichzeitig hat sie ein global diversifiziertes Einkaufsportfolio mit einer Vielzahl von Vertragspartnern. Das Einkaufs- und das Verkaufsportfolio werden jeweils laufend optimiert, auch tagesaktuell auf dem Spot-Markt. Eine Verknüpfung von bestimmten Einkaufs- mit bestimmten Verkaufsverträgen ist daher nicht möglich; das gilt insbesondere in der Prognose bis 2040.
Auch der Vertrag mit dem indischen Unternehmen GAIL wird mit Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) aus diversen globalen Quellen bedient. LNG aus Russland ist aktuell nicht dabei.
Sofern der angesprochene Zeitungsartikel nahelegt, dass die SEFE Zahlungen an russische Unternehmen leistet, ohne im Gegenzug Gas oder LNG zum Weiterverkauf zu erhalten, handelt es sich dabei um ein Missverständnis; dies ist nicht der Fall.
Uniper hat keine direkten Gaslieferverträge mit russischen Lieferanten.
Mengen und Preise der darüber hinaus bestehenden Gaslieferverträge mit weiteren Lieferanten können aus Vertraulichkeitsgründen und wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht geteilt werden.
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