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Schriftliche Frage 132 von Dr. Astrid Mannes (CDU/CSU): Bewertet die Bundesregierung die Verbreitung von Kirschlorbeer in unseren heimischen Wäldern und die damit einhergehende Veränderung der Wal…

dip / schriftliche_frage 13.09.2024 · WP 20 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. September 2024 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

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Schriftliche Frage 132 von Dr. Astrid Mannes (CDU/CSU): Bewertet die Bundesregierung die Verbreitung von Kirschlorbeer in unseren heimischen Wäldern und die damit einhergehende Veränderung der Wal… Frage 132 (Dr. Astrid Mannes, CDU/CSU): Bewertet die Bundesregierung die Verbreitung von Kirschlorbeer in unseren heimischen Wäldern und die damit einhergehende Veränderung der Waldstruktur als problematisch, und gedenkt die Bundesregierung dem Beispiel der Schweiz zu folgen und die Neuanpflanzungen und den Verkauf von Kirschlorbeer zu verbieten (Etablierung von Kirschlorbeer in mitteleuropäischen Wäldern. (https://idw-online.de/de/news834911); Studie: Abrahamczyk S., Otto J., Böhnert T., Weigend M. 2024. Naturalization of Prunus laurocerasus in a forest in Germany. Biological Invasions. DOI: https://doi.org/10.1007/s10530-024-03325-2; veröffentlicht: 6. Juni 2024)? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Jan-Niclas Gesenhues vom 11. September 2024: Das Bundesamt für Naturschutz hat im Rahmen naturschutzfachlicher Invasivitätsbewertungen u. a. die genannte Art für Deutschland als potenziell invasiv eingestuft. Hieraus lassen sich aktuell keine Besitz- und Vermarktungsverbote ableiten. Bei einem Auftreten in der freien Natur sollte geprüft werden, inwieweit naturschutzfachliche Schutzgüter gefährdet sein könnten. Bei Bedarf sollten dann Beseitigungsmaßnahmen durchgeführt werden. Aus der Schweiz ist bekannt, dass Jungbäume des Kirschlorbeers Dickichte bilden können, die die Waldverjüngung behindern und damit die einheimische Vegetation verdrängen können. Ebenso aus der Schweiz ist bekannt, dass die Art das Potenzial hat, Vegetationsstrukturen zu verändern, durch Beschattung in Dominanzbeständen und schwer abbaubares Laubstreu. Daten zur Bewertung einer möglichen Veränderung der Waldstruktur durch das Aufkommen von Kirschlorbeer liegen der Bundesregierung nicht vor.

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