Schriftliche Frage 62 von Thomas Dietz (AfD): Wann und mit welchen gesetzlichen Regulierungen wird die Bundesregierung auf die Entwicklung reagieren, dass durch den weiterhin ungehemmten…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 28. September 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 62 von Thomas Dietz (AfD): Wann und mit welchen gesetzlichen Regulierungen wird die Bundesregierung auf die Entwicklung reagieren, dass durch den weiterhin ungehemmten…
Frage 62 (Thomas Dietz, AfD):
Wann und mit welchen gesetzlichen Regulierungen wird die Bundesregierung auf die Entwicklung reagieren, dass durch den weiterhin ungehemmten und massiven Zubau von großen Freiflächensolaranlagen, jede zusätzliche Anlage den Wert des bereits vorhandenen Solarstroms weiter drückt, häufiger negative Preise erzeugt, den Wert des Investments der Altinvestoren langfristig schmälert und möglicherweise in Zukunft auch zu steigenden Insolvenzen führt?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 1. Oktober 2026:
Zur Einordung sei zunächst darauf hingewiesen, dass der Ausbau von PV-Freiflächenanlagen durch mehrere Mechanismen gesteuert wird, wie z. B. den gesetzlichen Ausbaupfad und die Ausbauvolumina, die EEG- Förderkulisse nach derm Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), den Zubaudeckel für PV-Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, baurechtliche Bestimmungen etc. Der stärkere Fokus auf PV-Freiflächenanlagen in dem Entwurf der Novelle des EEG 2027 soll im Übrigen vor dem Hintergrund geringerer Stromgestehungskosten erfolgen und einer Versorgung mit günstigerem Strom dienen. PV-Freiflächenanlagen erzielen bereits heute ihren Erlös primär am Markt über eine Direktvermarktung, ggf. zuzüglich einer Förderung in Form der Marktprämie, wobei der Höchstwert der Förderung wettbewerblich im Rahmen von Ausschreibungen bestimmt wird. Betreiber von PV-Freiflächenanlagen haben damit also bereits jetzt einen starken Anreiz, ihre Anlagen so auszurichten, dass sie ihren Strom nicht zu Zeiten negativer Preise einspeisen. Während PV-Freiflächenanlagen derzeit ca. ein Drittel des Bestands an PV-Anlagen in Deutschland ausmachen, sind es bei PV-Dachanlagen ca. zwei Drittel. Das in diesem Anlagensegment bisher geltende und wenig systemdienliche „Produce and Forget“-Modell der Förderung mittels Einspeisevergütung soll nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung mit der Novelle des EEG 2027 abgeschafft werden. Künftig sollen neue Anlagen grundsätzlich mit Hilfe von intelligenten Messsystemen und Steuerungseinrichtungen über die Direktvermarktung in den Markt integriert werden. Damit orientiert sich insbesondere die gesamte neue PV- Stromerzeugung an Preissignalen. Die Erneuerbaren übernehmen damit mehr Verantwortung und weitere PV-Einspeisung trotz negativer Preise wird verhindert.
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