Frage von Maximilian Kneller (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Maximilian Kneller (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde
Welche Kosten sind dem Bundeskanzleramt seit Beginn der
21. Wahlperiode für die Beschaffung alkoholischer Getränke
entstanden (bitte nach Art der Getränke und Kosten
aufschlüsseln)?
Antwort des Staatsministers Philipp Amthor:
Vom 25. Mai 2025 bis zum 1. Oktober 2026 wurden
unter anderem alkoholische Getränke beschafft. Eine
Aufteilung der Kosten nach Getränkearten ist nicht
möglich, da dies nicht einzeln erfasst wird.
Frage der Abgeordneten Dr. Lena Gumnior (BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung zur
Umsetzung der im Aktionsplan gegen Steuer- und
Finanzkriminalität vom 16. Juli 2026 angekündigten Einführung eines
Verbrechenstatbestands für besonders schwere Fälle der
Steuerhinterziehung, der Anhebung des Strafrahmens für
besonders schwere Fälle der organisierten Steuerkriminalität auf
bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe sowie der Abschaffung der
Straffreiheit bei Selbstanzeigen in ihrer heutigen Form bislang
eingeleitet, und bis wann beabsichtigt sie, hierzu einen
Gesetzentwurf vorzulegen (www.bundesfinanzministerium.de/
Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-
07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html)?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi:
Das Bundesministerium der Finanzen und das
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben
am 16. Juli 2026 einen umfassenden Aktionsplan zur
entschlossenen Bekämpfung von Steuer- und
Finanzkriminalität vorgestellt. Dort genannte Maßnahmen werden im
Laufe des Jahres in entsprechenden Gesetzesentwürfen
auf den Weg gebracht.
Frage des Abgeordneten Stefan Schmidt (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN):
Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung bisher
zur Erarbeitung der Rechtsverordnung für das durch einen
öffentlichen Träger angebotene Standarddepot im Rahmen
der Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge
vom März 2026 unternommen (bitte die bisher vorgesehenen
konkreten Regelungsinhalte ausgeben), und bis wann wird die
Bundesregierung die Rechtsverordnung vorlegen, sodass
sichergestellt ist, dass das öffentliche Standarddepot spätestens
zum 1. Januar 2027 und damit zeitgleich mit den neuen
privaten Altersvorsorgeprodukten angeboten wird?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Michael Schrodi:
Das Bundesministerium der Finanzen prüft derzeit,
wie die Aufgabe umgesetzt werden kann. Die Aufgabe
ist komplex: Es gibt bisher keine Behörde, die über die
notwendigen Verwaltungsstrukturen verfügt; zudem gibt
es hohe europarechtliche Hürden.
Die Anforderungen an den öffentlichen Anbieter
haben sich durch die Empfehlungen der
Alterssicherungskommission aus dem Juni 2026 verändert. Empfohlen
wird, eine Kapitalrente in der gesetzlichen
Rentenversicherung einzuführen und Doppelstrukturen in der
kapitalgedeckten Altersvorsorge zu vermeiden.
In der privaten Altersvorsorge haben zahlreiche
Anbieter bereits angekündigt, zum Marktstart am 1. Januar
2027 Produkte mit Kosten weit unterhalb des für
Standarddepotverträge vorgegebenen Kostendeckels von
1 Prozent anzubieten.
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