Rede von Martin Reichardt (AfD) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 12: Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur.
Text
Rede von Martin Reichardt (AfD) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Herr Präsident! Anwesende! Damen und Herren!
(Dr. Hendrik Hoppenstedt [CDU/CSU]: Du
meine Güte!)
In Sachsen-Anhalt wurden mit demokratischen Mitteln
ein Landtagspräsident und zwei Landtagsvizepräsidenten
gewählt. Die gewählten Politiker sind Tobias Rausch und
Dr. Hans-Thomas Tillschneider von der AfD und Carsten
Borchert von der CDU. Das war ein völlig normaler
Vorgang, der nichts anderes widerspiegelt als die vom Volk
in freier Wahl bestimmten Mehrheitsverhältnisse,
durch freie Wahlen, in denen unsere AfD, getragen von
einer gigantischen Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent und
einem epochalen Ergebnis von 43,8 Prozent, nach vorne
getragen wurde. Es ist ein Sieg, den wir errungen haben,
meine Damen und Herren, weil unser
Ministerpräsidentenkandidat, Ulrich Siegmund, Zuversicht und Hoffnung
verkörperte und nicht wie Sie alle hier Altparteien,
Staubigkeit, Verknöcherung und Rückschritt.
(Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Kassem
Taher Saleh [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Meine Damen und Herren von Linken, Grünen und
SPD, auch wenn es Ihnen nicht gefällt: Dieses
Wahlergebnis ist Demokratie. Dieses Wahlergebnis ist
Volksherrschaft.
(Zurufe von der SPD und dem BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Dieses Wahlergebnis ist das, was unser Grundgesetz will.
(Beifall bei der AfD – Dr. Bernd Baumann
[AfD]: Genau!)
Das, was Sie, meine Damen und Herren von Linken,
Grünen und SPD aus dieser demokratischen
Willensbildung gemacht haben, sagt viel mehr über Sie selbst als
über irgendjemanden sonst aus.
Da war zunächst die würdelose Rede der
Landesvorsitzenden der Linken, von Angern. Sie verglich allen
Ernstes demokratisch gewählte Volksvertreter mit NS-
Politikern und schämte sich auf der anderen Seite nicht,
die ruchlose kommunistische Demokratieverächterin
Clara Zetkin zum Zeugen Ihrer vermeintlich
demokratischen Gesinnung anzuführen. Dümmer und
geschichtsvergessener geht es überhaupt nicht, meine Damen und
Herren.
Da waren Spitzenpolitiker der Grünen wie Sziborra-
Seidlitz, die einen demokratischen Politiker mit NS-
Größen gleichsetzen
und gleichzeitig mit Typen ins Bett gingen oder sie
beschäftigten, die in den von Ihnen vielbeschworenen
Baseballschlägerjahren als Nazis durchs Land gezogen sind,
frei nach dem Motto: Wer einmal mitner Grünen pennt,
wird Antifa-Establishment.
(Isabelle Vandre [Die Linke]: Was ist denn das
für eine Aussage? – Britta Haßelmann
[BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Hier spricht
der Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt!
Raus hier! – Zurufe vom BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und von der Linken)
Meine Damen und Herren, das ist beschämend.
Ebenso beschämend war das Verhalten der SPD. Die
SPD-Politikerin Pähle übergab unserem
Landtagspräsidenten Rausch eine weiße Rose. Sie unternahm damit
den geschichtsvergessenen Versuch, die vaterlandslose
heutige SPD in die Tradition patriotischer
Widerstandskämpfer zu stellen.
(Britta Haßelmann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN], an die CDU/CSU gewandt: CDU, hört
genau zu! Herr Willsch, vor Ihrer nächsten
Rede: Der ist Landesvorsitzender in Sachsen-
Anhalt!)
Tatsächlich würde die heutige Sozialdemokratie die
mutigen Frauen und Männer der Weißen Rose heute als
Nazis und Rechtsextreme verunglimpfen und beleidigen.
(Beifall bei der AfD – Zurufe vom BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN – Britta Haßelmann
[BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN], an die CDU/
CSU gewandt: Hören Sie sich das an!)
Hier zwei Zitate der Weißen Rose, die Sie sich gerne
anhören können: Für uns gibt es kein höheres Ziel als
die „innere Erneuerung des deutschen Geistes“. Es geht
um die „Rettung der deutschen Ehre“.
(Britta Haßelmann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN], an die CDU/CSU gewandt: Herr
Müller, hören Sie sich das an!)
Nehmen Sie von der Sozialdemokratie also nicht
Menschen für sich in Anspruch, die Sie zutiefst verachten,
meine Damen und Herren.
Relationen
- part_of → Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- spoke_in ← Martin Reichardt (Rede)