Rede von Sepp Müller (CDU/CSU) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP ZP 12: Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur.
Text
Rede von Sepp Müller (CDU/CSU) – Aktuelle Stunde: Zäsur in Sachsen-Anhalt – Nicht zur
Vielen Dank, Herr Präsident. Die Kurzintervention
deswegen, weil Frau Lemke mich persönlich
angesprochen hat.
Frau Lemke, erstens erwarte ich von jedem einzelnen
Abgeordneten, dass er den Unvereinbarkeitsbeschluss
einhält. Unser Spitzenkandidat hieß Sven Schulze. Wir
wurden abgewählt. Wir haben beschlossen, dass wir in
die Opposition gehen. Das heißt für uns auch, dass wir
keinen Ministerpräsidentenkandidaten der AfD wählen.
(Lachen bei Abgeordneten der Linken – David
Mandrella [SPD]: Das will ich sehen!)
Das bedeutet auch: Die kriegen von uns eine
Neinstimme, das ist ganz klar; das erwarte ich von jedem einzelnen
der 15 Abgeordneten.
(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU –
Zuruf von der Linken: Und sonst?)
Ich finde es interessant, dass Sie das Gleichsetzen mit
den Linken angesprochen haben. Sie sind ja Mitglied von
Bündnis 90/Die Grünen, Bürgerrechtlerin, viel aktiv
gewesen 1989/1990. Also, dass wir vom Rednerpult des
Deutschen Bundestages aus Medien vorschreiben wollen,
wie sie zukünftig zu schreiben haben, finde ich etwas
irritierend.
(Helge Limburg [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN]: Das war ein Appell!)
Aber anscheinend kommt da zusammen, was
zusammengehört,
wenn Sie sich bereits auf den Weg machen, mit den
Linken in Berlin eine Koalition einzugehen.
Es läuft gerade über den Ticker – ich muss es auf dem
Smartphone noch mal aufrufen –: Der
Fraktionsvorsitzende der Linken, Sören Pellmann, der soeben in die
vom Verfassungsschutz als gesichert linksextrem
bezeichnete Organisation Rote Hilfe eingetreten ist, hat
erklärt, Herr Ferat Koçak wird nicht aus der
Bundestagsfraktion der Linken entlassen.
(Beifall der Abg. Lea Reisner [Die Linke] –
Zurufe von der CDU/CSU: Oh!)
Frau Lemke, wenn Sie uns aufrufen, in Sachsen-
Anhalt einen AfD-Ministerpräsidenten zu verhindern, und
ich Ihnen zusage, dass ich alles dafür tun werde, dass
unsere 15 Abgeordneten mit Nein stimmen, dann erwarte
ich von Ihnen als Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen,
dass Sie alles daransetzen, dass diese linksextreme und in
Teilen antisemitische Partei nicht ins Rote Rathaus von
Berlin einzieht! Das ist meine Erwartung an Sie.
(Anhaltender Beifall bei der CDU/CSU –
Zuruf der Abg. Heidi Reichinnek [Die Linke])
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