Rede von Patrick Meinhardt (FDP) – Drucksache 16/12476 –Überweisungsvorschlag
Teil von Protokoll der 222. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 21: Drucksache 16/12476 –Überweisungsvorschlag:.
Text
Rede von Patrick Meinhardt (FDP) – Drucksache 16/12476 –Überweisungsvorschlag
Frau Sager, Sie wissen ganz genau, dass bei einem
Verfahren, das in Baden-Württemberg zu solchen
Ergebnissen geführt hat, wie Sie sie beschrieben haben, eine
Nachjustierung notwendig ist.
(Krista Sager [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Oh!)
Deswegen führen wir ja diese Debatte, Frau Sager. Wir
haben genau deswegen im Bildungsausschuss darüber
beraten, damit wir eine bessere Variante hinbekommen.
Es stimmt, dass in Baden-Württemberg Studienplätze
freigeblieben sind. Ich stelle aber die von Ihnen
genannte Zahl infrage. Mir ist diese Zahl nämlich nicht
zugänglich. Ich gebe allerdings zu, dass es letztendlich
unbesetzt gebliebene Studienplätze gegeben hat. Aber es
ist doch logisch, dass so etwas passiert ist und passieren
wird, wenn der Zugang zu den Universitäten von diesen
geregelt wird. Ich möchte – es ist meine feste
Überzeugung, dass das der richtige bildungspolitische Weg ist –,
dass sich Studenten ihre Universitäten aussuchen können
und Universitäten ihre Studenten.
(René Röspel [SPD]: Wer will das denn
nicht?)
Der vorliegende Antrag der Grünen lässt sich knapp
zusammenfassen: Probleme werden dort erzeugt, wo
vorher keine waren, und dafür Lösungen feilgeboten,
welche das Potenzial besitzen, ernste Verwerfungen
herbeizuführen. Sie werden sehen, dass sich das
vermeintliche Problem ohne politischen Interventionismus, ohne
Hyperaktivität und Firlefanz fast von alleine durch die
betroffenen Akteure bewältigen lässt.
(Krista Sager [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Ihr habt nichts dazugelernt!)
Es gibt Situationen, in denen die Politik gehalten ist,
die Beine still und den Ball flach zu halten. Genau dies
ist solch ein Fall. Deswegen können wir diesen Antrag
nur ablehnen.
Herzlichen Dank.
(Beifall bei der FDP – Stefan Müller [Erlangen]
[CDU/CSU]: War nicht ganz falsch!)