VinylPlus Deutschland e.V.
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VinylPlus Deutschland e.V.
Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein
Als Stimme der PVC-Branche in Deutschland repräsentiert VinylPlus Deutschland die gesamte PVC-Wertschöpfungskette von der Polymer-Erzeugung über Additiv- und Maschinenhersteller, Compoundeure, PVC-Verarbeiter bis hin zu Recyclern und Dienstleistern. Der Verein bündelt das Wissen vieler Experten und fördert dessen Austausch. Zudem steht er im Dialog mit Entscheidern und Meinungsbildern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. Mithilfe von Studien und Positionspapieren informiert er Politik und Behörden über Herausforderungen und Potenziale der PVC-Industrie. So schafft er Transparenz und bildet Vertrauen in die nachhaltige Entwicklung der Branche und des Werkstoffs. Seinen Mitgliedern ermöglicht er Zugang zu Politikerinnen und Politikern sowie einem aktiven Branchen-Netzwerk.
Konkrete Themenschwerpunkte der Interessenvertretung sind:
Kreislaufwirtschaft von PVC; Entwicklungen und Beiträge zur Klimaneutralität; Verbrauchersicherheit (u.a. PVC in Medizinanwendungen); Abfall- und Chemikalienrechtliche Aspekte des PVC-Lebenszyklus; Umwelteinträge.
Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Wohnen; EU-Gesetzgebung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Bauwesen und Bauwirtschaft; Verbraucherschutz; Klimaschutz; Industriepolitik
Regelungsvorhaben:
- Verhinderung eines pauschalen und umfassenden Beschränkungsverfahrens zu PVC und PVC-Additiven auf EU-Ebene: Im Rahmen der Restrictions Roadmap der EU-Kommission hat diese die ECHA mandatiert, eine Untersuchung zu möglichen Risiken von PVC und PVC-Additiven durchzuführen. Die Industrie hat sich im Rahmen der Konsultation hierzu mit Daten und Studien eingebracht. VinylPlus hat den veröffentlichten Untersuchungsbericht der ECHA umfassend kommentiert. Diese Kommentierung wurde den Ministerien für Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV) sowie Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) am 29.02.2024 übermittelt.
- NWKS Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Die Bundesregierung erarbeitet eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS). In diesem Zusammenhang wurde VinylPlus Deutschland eingeladen am „Runden Tisch Kunststoffe“ und den damit verbundenen Konsultationen teilzunehmen.
- Referentenentwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40: Das VerpackDG dient der Anpassung des nationalen Rechts an die EU-Verpackungsverordnung (Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19.12.2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (ABl. L 2025/40)).
Der Gesetzentwurf enthält u.a. Anreize für das Recycling von Verpackungen, die für die PVC-Wertschöpfungskette relevant ist.
- Referentenentwurf des Gesetzes zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Ziel der Interessenvertretung ist die Mitgestaltung einzelner Regelungen des Referentenentwurfs zur Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Dies betrifft insbesondere die technologieoffene Ausgestaltung der Regelungen zur Abfallhierarchie und des Recyclingbegriffs zur technologieübergreifenden Nutzung von Recyclingverfahren einschließlich einer Legaldefinition von Sekundärrohstoffen, die Ausgestaltung der Abfallvermeidungsziele mit dem Ziel der Verringerung der Umweltwirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus sowie bürokratiearme Regelungen für Organisationen der Produktverantwortung. Ziel ist eine kohärente Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen im Einklang mit den Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie.
- Einstufung und Kennzeichnung von Mono- und Di-ortho-Phthalat-Estern mit C4-C6-Alkylresten: Stellungnahme zum laufenden CLH-Verfahren der ECHA zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von Mono- und Di-ortho-Phthalat-Estern mit C4–C6-Alkylresten. Der Fokus liegt auf den wissenschaftlichen und regulatorischen Anforderungen an eine harmonisierte Einstufung nach der CLP-Verordnung. Thematisiert werden insbesondere evidenzbasierte Stoffgruppierungen, transparente Read-across-Begründungen, eindeutig abgegrenzte Stoffidentitäten sowie verhältnismäßige Kriterien für die Einstufung von Stoffen und Gemischen. Mit der Stellungnahme bringt VinylPlus Deutschland seine fachliche Bewertung in den politischen und fachlichen Dialog mit den zuständigen Bundesministerien ein, um eine wissenschaftlich fundierte und praktikable Ausgestaltung der europäischen Chemikalienregulierung zu fördern.
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