GEODE Deutschland e.V
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GEODE Deutschland e.V
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
GEODE Deutschland e.V. ist ein Verband der unabhängigen privaten und öffentlichen Strom- und Gasverteilerunternehmen. Vor diesem Hintergrund vertritt die GEODE Deutschland e. V. Interessen der Versorgungswirtschaft in Deutschland im Sinne der Förderung der europäischen Energiemärkte und einer pluralistischen Energieversorgung, die vor Ort in räumlicher Nähe zum Kunden die besten Leistungen für Unternehmen und Verbraucher erbringt. Darüber hinaus unterstützt sie die Unternehmen auf dem Weg in die Klimaneutralität. Die GEODE Deutschland e. V. ist aktiv involviert bei einer Vielzahl von Gesetzgebungsverfahren und bei der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Energiewende in Deutschland. Hierzu führt der Verband Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, führt Veranstaltungen durch und erarbeitet Stellungnahmen und Positionspapiere.
Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Umwelt"; EU-Binnenmarkt; Immissionsschutz; EU-Gesetzgebung; Verkehrsinfrastruktur; Klimaschutz; Erneuerbare Energien; Allgemeine Energiepolitik; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Energienetze; Sonstiges im Bereich "Energie"; Sonstiges im Bereich "Verkehr"; Fossile Energien; Atomenergie
Regelungsvorhaben:
- Finanzierung der Energiewende: Das GEODE-Finanzierungspapier 4.0 schlägt die Einrichtung eines staatlich oder halbstaatlich unterstützten Eigenkapitalfinanzierungsfonds vor, um kommunale und regionale Energieversorger bei der Umsetzung der Wärmewende zu stärken. Ziel ist es, einen breit anwendbaren, pluralistischen Finanzierungsansatz zu entwickeln, der etwa 80 Prozent der relevanten Vorhaben abdeckt und sowohl die Interessen von Investoren als auch die Anforderungen der Versorgungsunternehmen berücksichtigt. Das Papier betont die Notwendigkeit gesetzlicher Rahmenbedingungen, um attraktive Rendite-Risiko-Profile zu schaffen und verweist auf positive Entwicklungen in Bundesländern wie Baden-Württemberg. Es baut auf den Erkenntnissen des Finanzierungspapiers 3.0 auf.
- Öffentliche Konsultation zur Novellierung der AVBFernwärmeV/FFVAV: Im Rahmen der Stellungnahme zur Novellierung der AVBFernwärmeV setzt sich die GEODE für Bürokratieabbau, ausgewogene Informationspflichten und verlässliche Investitionsanreize für Wärmenetze ein. Darüber hinaus fordert die GEODE eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs mit Blick auf den Investitionsschutz.
Kritisch wird angemerkt, dass der aktuelle Entwurf keinen wirtschaftlichen Rahmen für einen effizienten Ausbau sowie die Dekarbonisierung der Wärmenetze schafft.
- Öffentliche Konsultation AVBFernwärmeV: Die umfangreichen Informationspflichten führen zu einer unübersichtlichen Informationslage für Kunden und steigern gleichzeitig die Kosten für Versorger, was letztlich die Wärmepreise erhöht. Stattdessen sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen gefunden und der Bürokratieabbau gefördert werden. Darüber hinaus destabilisiert der Entwurf den wirtschaftlichen Rahmen für die Dekarbonisierung von Wärmenetzen, da notwendige Investitionsanreize fehlen. Dies gefährdet die Wärmewende erheblich.
- Zukünftige Energiepolitik in Deutschland: GEODE teilt dabei die Auffassung, dass der Zwang eines Rückbaus von Infrastruktur zu vermeiden ist und verweist darauf, dass die Zweigliedrigkeit von Transport- und Verteilnetzen berücksichtigt werden muss. GEODE begrüßt die Ambitionen der CDU/CSU Fraktion für eine Stärkung des europäischen Binnenmarktes für Energie. Es wird in der Stellungnahme darauf verwiesen, dass die integrative Netzentwicklungsplanung eine zentrale Grundlage für den notwendigen Wandel im Energiebereich darstellt. Die bereits eingeführten und weiteren Anpassungen im Energiewirtschaftsgesetz sollten die zeitlichen Abläufe und die wechselseitigen Effekte bei den Planungen zwischen Gas, Wasserstoff und Strom, unter Ausnutzung der dadurch entstehenden Synergien, berücksichtigen.
- Regulierungsrahmen für Netzbetreiber: Die GEODE Stellungnahme zum neuen Regulierungsrahmen für Netzbetreiber:
In der Stellungnahme zum neuen Regulierungsrahmen für Netzbetreiber kritisiert die GEODE die aktuellen Reformpläne der Bundesnetzagentur im Rahmen des NEST-Prozesses. Es wird vor steigender Bürokratie durch die geplante Verkürzung der Regulierungsperioden von fünf auf drei Jahre und einem unübersichtlichen Regelungsgeflecht gewarnt. Zudem werden unattraktive Investitionsbedingungen bemängelt, da die vorgesehenen Eigenkapitalzinssätze deutlich unter dem Marktniveau liegen. Die GEODE befürchtet erhebliche wirtschaftliche Verschlechterungen für Netzbetreiber, wenn die bisherigen Reformpläne so weiter geführt werden.
- Praxistaugliche, rechtssichere und wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung der neuen Regelungen für Gas- und Wasserstoffnetzbetreiber: GEODE setzt sich im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Gasrichtlinie 2024/1788 in das EnWG dafür ein, dass die neuen Regelungen für Gas- und Wasserstoffnetzbetreiber praxistauglich, rechtssicher und wirtschaftlich tragfähig ausgestaltet werden. Dabei fordert GEODE die Einführung einer einheitlichen lokalen Transformationsplanung für Gasverteilernetze anstelle getrennter Stilllegungs- und Wasserstoffnetzpläne sowie die Ablehnung einer De-minimis-Ausnahme für kleine Netzbetreiber, um eine kohärente Regulierung und Gleichbehandlung sicherzustellen. Zudem spricht sich GEODE für eine Ergänzung der §§ 17 und 18 EnWG um zusätzliche Kündigungsgründe aus. Darüber hinaus fordert der Verband gezielte Fördermechanismen für den Aufbau von Wasserstoffverteilnetzen.
- Forderung nach Anpassung des EnWG zur Begrenzung der BNetzA-Kompetenzen und Sicherung effektiven Rechtsschutzes: GEODE setzt sich für eine Nachjustierung der EnWG-Novelle 2023 ein, um das Gleichgewicht zwischen Gesetzgeber, Bundesregierung und Bundesnetzagentur (BNetzA) wiederherzustellen.
Der Bundesgesetzgeber wird aufgefordert, die wesentlichen energiepolitischen und -strukturellen Entscheidungen der nationalen Regulierungssystematik in Wahrnehmung der eigenen Legislativfunktion durch Vorgabe der wesentlichen politischen Leitlinien im europarechtlich gegebenen Rahmen (wieder) selbst im Energiewirtschaftsgesetz zu regeln. Die fachspezifische Ausgestaltung der eu-ropäischen Vorgaben muss dabei der Bundesnetzagentur vorbehalten bleiben.
- Verbändeanhörung GE zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpaketes: Die GEODE hat sich im Rahmen der Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften zur Umsetzung des Europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets eingebracht.
Gegenstand der Stellungnahme sind insbesondere Regelungen zu Verteilernetzentwicklungsplänen, Stilllegung und Umnutzung von Gasverteilnetzen, Anschlusstrennung, Duldungspflichten, Wasserstoffverteilernetzen sowie regulatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für Verteilnetzbetreiber. Ziel ist eine praxistaugliche, rechtssichere und wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung der nationalen Umsetzung der EU-Gasbinnenmarktrichtlinie 2024/1788.
- Änderung des EnWG und weiterer energierechtlicher Vorschriften zur Umsetzung des Europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets: GEODE bringt sich im Rahmen der Verbändebeteiligung zur Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zur Umsetzung des Europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets mit ergänzenden Vorschlägen ein. Ziel ist eine rechtssichere und praxistaugliche Ausgestaltung der Verteilernetzentwicklungsplanung sowie der Regelungen zur Transformation der Gasverteilnetze. GEODE setzt sich insbesondere für klar definierte Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Verteilernetzentwicklungsplänen, für eine gerichtliche Klärung ihrer Rechtmäßigkeit sowie für praxisgerechte und flexiblere Fristenregelungen bei der Anschlusskündigung ein, um eine geordnete und wirtschaftlich tragfähige Netztransformation zu ermöglichen.
- Verbändeanhörung zum Referentenentwurf zur Änderung des Gebäudemodernisierungsgesetzes: GEODE begrüßt die geplanten regulatorischen Vereinfachungen, fordert jedoch, das Ambitionsniveau beim Klimaschutz in der Wärmeversorgung konsequent aufrechtzuerhalten. GEODE warnt vor widersprüchlichen Signalen durch die geplante Abschaffung der 65%-Vorgabe für erneuerbare Energien beim Heizen und sieht die Gefahr eines Verlusts an Planungssicherheit für Kommunen, Energieversorger und Wärmenetzbetreiber. Kritisch beurteilt werden zudem die Ausgestaltung der sogenannten „Bio-Treppe“ sowie die vorgesehenen Qualitäts- und Nachweisanforderungen für Biomethan, die aus Sicht des Verbandes an die europäischen Nachhaltigkeitskriterien angepasst werden sollten, um unnötige Doppelstrukturen zu vermeiden. GEODE spricht sich für die Bedeutung klarer Rahmenbedingungen für Investitionen aus.
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