Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
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Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6489
21. Wahlperiode 15.06.2026
Kleine Anfrage
des Abgeordneten Stephan Brandner und der Fraktion der AfD
Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für
die Belange der Patientinnen und Patienten
Die Zahl der Beauftragten, Koordinatoren und Sonderbeauftragten der
Bundesregierung betrug Stand 1. Januar 2025 43, 2024 waren es sogar 45, 2023 42,
2022 35, 2021 39, in den Jahren von 2000 bis 2002 waren es 19 (vgl. Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD auf
Bundestagsdrucksache 21/2361). Laut der Liste der Beauftragten der Bundesregierung,
der Bundesbeauftragten sowie der Koordinatoren bzw. Koordinatorinnen der
Bundesregierung nach § 21 Absatz 3 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der
Bundesministerien (GGO) sind es Stand Juli 2025 27 (www.bmi.bund.de/Share
dDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/ministerium/liste-beauftragt
e-bundesregierung.html). Es stellt sich den Fragestellern die Frage, welchen
konkreten Mehrwert diese zusätzlichen Regierungsstrukturen gegenüber den
bestehenden Zuständigkeiten der Bundesministerien und nachgeordneten
Behörden tatsächlich leisten. Vor diesem Hintergrund besteht in ihren Augen ein
erhebliches öffentliches und parlamentarisches Interesse daran, Umfang,
Tätigkeit, Kosten, tatsächliche Zuständigkeiten sowie den messbaren Nutzen des
Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
transparent nachzuvollziehen. Gerade angesichts zusätzlicher Personal-,
Verwaltungs- und Haushaltsressourcen stellt sich ihnen die Frage, ob durch die
Einrichtung des Amtes ein konkreter operativer oder koordinierender Mehrwert
erzielt wurde oder ob Doppelstrukturen zu bereits bestehenden Zuständigkeiten
entstanden sind. Die nachfolgenden Fragen sollen daher dazu beitragen, die
Aufgabenwahrnehmung, den Ressourceneinsatz, die Steuerungswirkung und
Zielerreichung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode
nachvollziehbar zu machen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Planstellen und Stellen standen dem Beauftragten der
Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten im ersten Jahr
der aktuellen Legislaturperiode zur Verfügung, wie viele dieser Stellen
waren besetzt, und welche Besoldungs- bzw. Entgeltgruppen sind den
jeweiligen Planstellen und Stellen zugeordnet (bitte einzeln auflisten)?
2. Wurden seitens des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode
externe Dienstleister beauftragt, und wenn ja, welche Dienstleister wurden
mit welchem finanziellen Volumen für welche Tätigkeiten beauftragt?
3. Nahm der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten an Treffen mit Vertretern der Bundesministerien teil,
wenn ja, wie viele Termine mit Vertretern der Bundesministerien fanden
im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte ggf. nach
Bundesministerium aufschlüsseln), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen
zugrunde, und welche Ziele wurden dabei verfolgt?
4. Nahm der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten an Treffen mit Interessenvertretern,
Lobbyorganisationen, Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen teil, wenn ja, wie
viele Treffen fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt
(bitte ggf. nach Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen
Treffen zugrunde, und welche Ziele wurden dabei verfolgt?
5. Nahm der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten an Treffen mit Vertretern der Landesregierungen teil,
wenn ja, wie viele Treffen mit Vertretern der Landesregierungen fanden
im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte ggf. einzeln und
nach Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen
zugrunde, und welche Ziele wurden dabei verfolgt?
6. Nahm der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten an Treffen mit Vertretern internationaler Organisationen
teil, wenn ja, wie viele Treffen mit Vertretern internationaler
Organisationen fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte ggf.
einzeln und nach Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen
Treffen zugrunde, und welche Ziele wurden dabei verfolgt?
7. Wie viele Dienstreisen absolvierte der Beauftragte der Bundesregierung
für die Belange der Patientinnen und Patienten im ersten Jahr der
aktuellen Legislaturperiode
a) innerhalb Deutschlands und
b) außerhalb Deutschlands,
welche Kosten entstanden hierbei jeweils (bitte einzeln unter Angabe des
Datums auflisten), welche Reiseziele wurden zu welchem Zweck
aufgesucht, wie groß waren die jeweiligen Delegationen, wurden die Reisen
von externen Personen begleitet, und wenn ja, von welchen, und warum?
8. Entstanden dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit, wenn ja, in
welcher Höhe, und für welche Maßnahmen?
9. Nutzt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten Kanäle sozialer Medien, wenn ja, welche, zu welchem
Zweck, und welche Reichweiten, Interaktionen oder sonstigen
Kennzahlen wurden hierbei erzielt?
10. Welche konkreten Maßnahmen, Initiativen oder Projekte wurden seitens
des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen
und Patienten angestoßen oder umgesetzt, hat der Beauftragte der
Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
Gesetzesvorhaben begleitet, und wenn ja, um welche Gesetzesvorhaben handelt es sich?
11. Wurden seitens des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten Strategiepapiere, Berichte oder Konzepte
erstellt, wenn ja, um welche handelt es sich, wurden diese veröffentlicht,
und wenn nein, warum nicht?
12. Verfolgt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten Ziele, die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU
und SPD genannt werden, wenn ja, um welche Ziele handelt es sich,
konnten diese bereits umgesetzt werden, und wenn nein, warum nicht?
13. Hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen
und Patienten dem Deutschen Bundestag oder dessen Ausschüssen
schriftliche oder mündliche Berichte erstattet, wenn ja, wann, in welcher Form,
und zu welchen Themen?
14. Wurden durch die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um die
Transparenz der Arbeit des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange
der Patientinnen und Patienten gegenüber dem Deutschen Bundestag und
der Öffentlichkeit zu erhöhen, und wenn ja, welche?
15. Besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Patientinnen und Patienten im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode
internationale Konferenzen oder sicherheitspolitische Foren, und wenn ja,
welche?
16. Anhand welcher quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet die
Bundesregierung die Wirksamkeit der Tätigkeit des Beauftragten der
Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten?
17. Welche Ziele konnten nach Einschätzung der Bundesregierung im ersten
Jahr der aktuellen Legislaturperiode nicht erreicht werden, und aus
welchen Gründen?
18. Ist eine Evaluation der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung
für die Belange der Patientinnen und Patienten vorgesehen, wenn ja,
wann, und durch wen?
19. Welche messbaren Erfolge bewertet die Bundesregierung selbst als die
wesentlichen Ergebnisse des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten
der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten?
Berlin, den 11. Juni 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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