180-Grad-Wende bei Windindustrie und Photovoltaik einleiten (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2545)
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180-Grad-Wende bei Windindustrie und Photovoltaik einleiten (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/2545)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4164
21. Wahlperiode 17.02.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten Marc Bernhard, Leif-Erik Holm, Steffen Kotré,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/2545 –
180-Grad-Wende bei Windindustrie und Photovoltaik einleiten
A. Problem
Die Fraktion der AfD schickt ihrem Antrag voraus, der Bundesrechnungshof
kritisiere in seinem neusten Bericht unter anderem hohe Stromkosten und fehlende
Versorgungssicherheit. Der Ausbau von Windenergieanlagen habe keinen
positiven Effekt auf die notwendige Energiesicherheit in Deutschland, da die Rotoren
bei einer Windflaute stillstünden. Es sei unklar, wie tages- und jahreszeitliche
Wetterschwankungen ausgeglichen werden sollten, wenn die Kohleverstromung
ab 2030 abgeschafft werde, die Kernenergie bereits abgeschafft sei und
Gaskraftwerke nur in ungenügender Form zur Verfügung stünden.
Es gebe keine bezahlbare und marktfähige Möglichkeit zur Speicherung von
Wind- oder Sonnenenergie im erforderlichen Maßstab. Ausgediente oder
havarierte Windindustrieanlagen erzeugten ein Müllproblem und der Rückbau von
Windindustrieanlagen erzeuge hohe Kosten. Die erneuerbaren Energien könnten
ohne Subventionen nicht am Markt bestehen, die Energiewende habe die
Stromnetze destabilisiert und Deutschland zu einem Stromimportland gemacht.
B. Lösung
Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion
der AfD.
C. Alternativen
Annahme des Antrags.
D. Kosten
Wurden im Ausschuss nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/2545 abzulehnen.
Berlin, den 14. Januar 2026
Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie
Christian Frhr. von Stetten
Vorsitzender
Lars Rohwer
Berichterstatter
Steffen Kotré
Berichterstatter
Bericht der Abgeordneten Lars Rohwer und Steffen Kotré
I. Überweisung
Der Antrag auf Drucksache 21/2545 wurde in der 38. Sitzung des Deutschen Bundestages am 7. November 2025
an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie zur Federführung sowie an den Haushaltsausschuss, den Ausschuss
für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit, den Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie den Ausschuss für Wohnen,
Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen zur Mitberatung überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Die Fraktion möchte die Bundesregierung unter anderem dazu auffordern, das Klimaschutzgesetz aufzuheben und
den subventionierten Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zu beenden. Außerdem solle das
Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 unmittelbar nach dem Auslaufen der letzten Regelungen für bestehende Anlagen
vollständig und ersatzlos aufgehoben werden. Auch das Windenergie-auf-See-Gesetz und das
Windenergieflächenbedarfsgesetz sollten aufgehoben werden und der EU-Green-Deal sei zu beenden.
Notwendig sei eine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung für den vollständigen Rückbau und die
nachhaltige Entsorgung von Wind- und Photovoltaikindustrieanlagen sowie die Einleitung eines sukzessiven
Wiedereinstiegs in die Kernenergie.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Haushaltsausschuss hat den Antrag auf Drucksache 21/2545 in seiner 27. Sitzung am 14. Januar 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke
gegen die Stimmen der Fraktion der AfD dessen Ablehnung.
Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat den Antrag auf Drucksache 21/2545 in seiner
14. Sitzung am 14. Januar 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD dessen Ablehnung.
Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat den Antrag auf
Drucksache 21/2545 in seiner 22. Sitzung am 14. Januar 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen
CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD dessen
Ablehnung.
Der Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union hat den Antrag auf Drucksache 21/2545 in
seiner 15. Sitzung am 14. Januar 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD dessen Ablehnung.
Der Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen hat den Antrag auf
Drucksache 21/2545 in seiner 14. Sitzung am 14. Januar 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen
CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD dessen
Ablehnung.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat den Antrag auf Drucksache 21/2545 in seiner 22. Sitzung am
14. Januar 2026 abschließend beraten.
Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie beschloss mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke gegen die Stimmen der Fraktion der AfD, die Ablehnung des
Antrags auf Drucksache 21/2545 zu empfehlen.
Berlin, den 14. Januar 2026
Lars Rohwer
Berichterstatter
Steffen Kotré
Berichterstatter
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ISSN 0722-8333
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