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Windkraftanlagen in Deutschland

dip / drucksache 26.11.2025 · WP 21 · 21/2947 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Windkraftanlagen in Deutschland [Deutscher Bundestag Drucksache 21/2947 21. Wahlperiode 26.11.2025 Kleine Anfrage der Abgeordneten Udo Theodor Hemmelgarn, Dr. Malte Kaufmann, Marc Bernhard, Bernd Schattner, Raimond Scheirich, Mathias Weiser, Adam Balten, Stefan Henze, Christian Reck und der Fraktion der AfD Windkraftanlagen in Deutschland Seit etwa 25 Jahren investiert der deutsche Staat im Rahmen der sogenannten Energiewende massiv in den Ausbau der Windenergie. Die installierte Nennleistung der Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland stieg von rund 6 Gigawatt (GW) im Jahr 2000 auf mittlerweile 63,6 GW im Jahr 2024 (https://de.st atista.com/statistik/daten/studie/20113/umfrage/installierte-leistung-der-anlage n-fuer-windenergie-in-deutschland-seit-1993/). Hinzukommen, Stand: Juli 2024, Offshore-Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von rund 8,9 GW (www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/publikationen-oeffentli ch/themen/06-zahlen-und-fakten/20240715_Status_des_Offshore-Windenergie ausbaus_Halbjahr_2024.pdf). Dem gegenüber steht in Deutschland eine Leistungsnachfrage von in der Spitze rund 85 GW (2025) (Article_atw_2023_02_E ntwicklung_der_Stromerzeugungskapazitaet_in_Deutschland_bis_zum_Jahr_2 030_Ulreich_Schiffer.pdf). Ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten und der physikalischen Notwendigkeiten ließe sich rein auf dem Papier also schon heute ein großer Teil des elektrischen Leistungsbedarfs in Deutschland durch Windkraftanlagen decken. In der Praxis steht dem allerdings die Wetterabhängigkeit der Windkraftanlagen im Wege. Sie liefern keinerlei gesicherte Leistung. Windkraftanlagen benötigen aus diesem Grund sogenannte Backup-Kraftwerke, also konventionelle Kraftwerke, die bei Windflaute einspringen, um die fehlende Leistung der Windkraftanlagen zu ersetzen. Diese Doppelstruktur ist teuer und ressourcenintensiv. Es gilt in den Augen der Fragesteller aus diesem Grunde zu evaluieren, inwiefern ein weiterer Ausbau der Windenergieanlagen aus physikalischer und ökonomischer Sicht sinnvoll ist. Wir fragen die Bundesregierung: 1. Wie viele Windenergieanlagen (Onshore und Offshore) sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland zum aktuellen Stand (November 2025) installiert, und wie verteilen sich diese auf die Bundesländer? 2. Wie viel elektrische Energie (in Terawatt pro Stunde [TWh]) wurde 2024 nach Kenntnis der Bundesregierung durch Windenergieanlagen erzeugt? 3. Wie hoch ist die durchschnittliche Einspeisevergütung pro Kilowattstunde für Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen im Jahr 2025? 4. Wie viele Windenergieanlagen sind nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell an das Stromnetz angeschlossen, und welche Gründe verhindern den Anschluss der übrigen Anlagen? 5. Erfolgen nach Kenntnis der Bundesregierung Vergütungen für nicht angeschlossene Windenergieanlagen im Jahr 2025, wenn ja, wie hoch ist die Gesamtsumme, und nach welchen Kriterien werden diese Zahlungen geleistet? 6. Wie unterscheiden sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Gesamtkosten (Investition, Betrieb, Vergütung) und der Energieertrag von Windenergieanlagen zwischen süddeutschen und norddeutschen Bundesländern, und welche Faktoren beeinflussen diese Unterschiede? 7. Wie viele weitere Windenergieanlagen (bitte auch geplante Nennleistung angeben) müssten nach Einschätzung der Bundesregierung errichtet werden, um die Klimaziele, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat, zu erfüllen? 8. Wie viele sogenannte Backup-Kraftwerke müssten nach Planung der Bundesregierung in den kommenden Jahren errichtet werden, um die Netzstabilität auch weiterhin zu gewährleisten? 9. Wie hoch sind die Stromgestehungskosten in Kraftwerken, die als Backup- Kraftwerke eingesetzt werden? Berlin, den 10. November 2025 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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