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Künftiger Umgang der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Objekten mit Kolonialbezug

dip / drucksache 04.08.2025 · WP 21 · 21/1123 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Künftiger Umgang der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Objekten mit Kolonialbezug [Deutscher Bundestag Drucksache 21/1123 21. Wahlperiode 04.08.2025 Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Helferich, Dr. Götz Frömming, Martin Erwin Renner, Ronald Gläser, Nicole Hess, Sven Wendorf, Dr. Alexander Gauland, Tobias Teich und der Fraktion der AfD Künftiger Umgang der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Objekten mit Kolonialbezug Am 1. Juni 2025 hat die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Marion Ackermann als neue Präsidentin die Führung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) übernommen. Prof. Dr. Marion Ackermann gilt als erfahren in postkolonialen Diskursen, was vor dem Hintergrund, dass in den Depots der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Millionen von Objekten mit Bezug zur Kolonialzeit lagern, eine besondere politische Relevanz entfalten dürfte. Bereits die Rückgabe aller Benin-Bronzen an Nigeria aus den Staatlichen Museen zu Berlin qua Staatsakt im Jahr 2022 löste kontroverse Debatten um den Umgang mit Objekten mit Kolonialbezug aus, da die Bronzen sogleich in den Privatbesitz von Familien gelangt sind, die früher selbst mit Sklaven gehandelt haben. Zudem ist ihr zukünftiger Verbleib nun ungewiss (www.focus.de/panorama/welt/raubkunst-ruec kgabe-endet-im-fiasko-benin-bronzen-landen-in-nigeria-nicht-im-museum-son dern-in-privatbesitz_id_193066310.html; https://jungefreiheit.de/debatte/komm entar/2023/das-duo-und-die-bronzen/, letzter Aufruf: 22. Juli 2025). Wir fragen die Bundesregierung:  1. Wie viele Objekte mit Kolonialbezug befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)?  2. In welchen Einrichtungen, Depots und Sammlungen befinden sich diese Objekte (bitte aufschlüsseln)?  3. Wie viele dieser Objekte sind derzeit für die Öffentlichkeit zugänglich?  4. Welchen übergreifenden Konzepten, Theorien und Leitlinien folgen die Vermittlung und museumspädagogische Einordnung der für die Öffentlichkeit in Einrichtungen der SPK zugänglichen Objekte mit Kolonialbezug?  5. Welche Stellung nehmen Theorie und politische Praxis des Postkolonialismus, der „Critical Whiteness“ oder „Subaltern Studies“ nach Kenntnis der Bundesregierung im Rahmen der in Frage 4 erfragten Vermittlung und museumspädagogischen Einordnung ein?  6. Welche Arten eines Kolonialbezuges liegen nach Ansicht der Bundesregierung bei den hier erfragten Objekten vor (bitte aufschlüsseln)?  7. Wie viele der Objekte mit Kolonialbezug im Besitz der SPK sind nach Auffassung der Bundesregierung und nach den Bestimmungen des Kulturgutschutzgesetzes sowie weiterer nationaler, supra- und internationaler Abkommen und Gesetze unrechtmäßig eingeführt oder möglicherweise unrechtmäßig eingeführt worden?  8. Wie viele der Objekte mit Kolonialbezug im Besitz der SPK könnten nach Auffassung der Bundesregierung von Rückgabeansprüchen nach dem Kulturgutschutzgesetz betroffen sein?  9. Wie viele der Objekte mit Kolonialbezug im Besitz der SPK befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung bereits in Rückgabeverfahren nach dem Kulturgutschutzgesetz? 10. Welche Stellung werden die Theorie und politische Praxis des Postkolonialismus nach Kenntnis der Bundesregierung in der Gesamtausrichtung der Stiftung SPK einnehmen? Berlin, den 31. Juli 2025 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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