Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen im zeitlichen Kontext der Corona-Pandemie
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Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen im zeitlichen Kontext der Corona-Pandemie
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/186
21. Wahlperiode 19.05.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Martin Sichert, Kay-Uwe Ziegler, Dr. Christina Baum, Carina
Schießl, Alexis Leonard Giersch, Nicole Hess, Tobias Ebenberger, Claudia Weiss,
Thomas Dietz, Dr. Christoph Birghan und der Fraktion der AfD
Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen im zeitlichen Kontext
der Corona-Pandemie
In ihrer Antwort auf die Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/8073
nannte die Bundesregierung Daten zur Anzahl vollstationärer Behandlungen
von Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 18 Jahren mit den
Hauptdiagnosen Depressive Episode und Rezidivierende depressive Störung für die
Jahre 2018 bis 2021, allerdings keine detaillierten Informationen zu
Quartalszahlen.
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Mehrfachzählungen einer Person
möglich sind, wenn diese im Berichtsjahr aufgrund derselben Hauptdiagnose
mehrfach stationär behandelt wurde. Zusätzlich zur Depressionserkrankung
wurde mit der Antwort auch ein signifikanter Anstieg von Essstörungen bei
Kindern und Jugendlichen während der Pandemie berichtet. Die Zahl der
diagnostizierten Essstörungen stieg von 4 477 Fällen im Jahr 2018 auf 6 948 im
Jahr 2021, wobei Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren am stärksten
betroffen waren.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie haben sich die Diagnosedaten der Krankenhäuser bezüglich
depressiver Erkrankungen (ICD-10 F32 und F33) zwischenzeitlich bis
einschließlich 2024 für die Altersgruppen fünf bis unter zehn, zehn bis unter 15,
15 bis unter 18 und fünf bis unter 18 Jahren gesamt entwickelt (bitte
quartalsweise ab 2018 angeben)?
2. Wie haben sich die Diagnosedaten der Krankenhäuser bezüglich
Essstörungen (ICD-10 F50) zwischenzeitlich bis einschließlich 2024 für die
Altersgruppen fünf bis unter zehn, zehn bis unter 15, 15 bis unter 18 und fünf bis
unter 18 Jahren gesamt entwickelt (bitte quartalsweise ab 2018 angeben)?
3. Hat die Bundesregierung zwischenzeitlich Schritte unternommen, um die
Genauigkeit und Aussagekraft der Daten bezüglich möglicher
Mehrfachzählung zu erhöhen (wenn ja, bitte auch die überarbeiteten Zahlen der
Antworten zu den Fragen 1 und 2 rückwirkend ab 2018 angeben)?
4. Wie haben sich die in der Antwort zu Frage 3 in der Antwort der
Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 20/8073 dargelegten Daten zur Anzahl
von Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 18 Jahren, bei denen in
Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023
andere psychiatrische Erkrankungen diagnostiziert worden sind,
zwischenzeitlich bis einschließlich 2024 weiterentwickelt?
5. Liegen der Bundesregierung Daten oder Studien vor, die einen direkten
Zusammenhang zwischen spezifischen Corona-Maßnahmen und der Zunahme
psychischer Erkrankungen bei Minderjährigen belegen oder ausschließen?
Berlin, den 14. Mai 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333]
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