Schriftliche Frage 57 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Hat die Bundesregierung nachträglich bewertet oder bewerten lassen, in welchem Umfang die während der COVID-19-Pandemie eingeführten Lockdow…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 22. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 57 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Hat die Bundesregierung nachträglich bewertet oder bewerten lassen, in welchem Umfang die während der COVID-19-Pandemie eingeführten Lockdow…
Frage 57 (Kay-Uwe Ziegler, AfD):
Hat die Bundesregierung nachträglich bewertet oder bewerten lassen, in welchem Umfang die während der COVID-19-Pandemie eingeführten Lockdown-Maßnahmen – insbesondere im Jahr 2020 – mit einer Zunahme psychischer Erkrankungen wie Depressionen bei jungen Menschen (5 bis 24 Jahre) einhergingen, und wie viele verlorene Lebensjahre (Years Lived with Disability, YLD) daraus resultierten, wenn man die in der Global Burden of Disease Study der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verankerten Kriterien – insbesondere ein Disability Weight von 0,406 und eine durchschnittliche Krankheitsdauer von zwei Jahren – zugrunde legt (vgl. WHO, 2. März 2022, www.who.int/news/item/02-03-2022-covid-19-pa ndemic-triggers-25-increase-in-prevalence-of-anx iety-and-depression-worldwide; vgl. BARMER, 23. Oktober 2024, https://barmer.de/presse/pressei nformationen/pressearchiv/diagnose-depression-b ei-immer-mehr-jungen-menschen-1288264), und wenn ja, wie viele Lebensjahre wurden durch Erkrankungen und psychische Erkrankungen bei den Deutschen insgesamt durch Lockdowns verloren?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Dittmar vom 24. April 2025:
Die Bundesregierung hat sich intensiv mit den gesundheitlichen Folgen für Kinder und Jugendliche im Kontext der COVID-19-Pandemie befasst und hierzu eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMA) „Gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona“ unter gemeinsamem Vorsitz des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtet, die auf Grundlage vorliegender Erkenntnisse zu gesundheitlichen Entwicklungen Maßnahmenvorschläge zur Stärkung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen entwickelt hat. Verschiedene Studien haben in den Jahren seit 2015 eine Zunahme der Anzahl an Diagnosen bestimmter psychischer Erkrankungen im Kindesund Jugendalter verzeichnet, diese Entwicklung hat sich auch in den Jahren 2020 bis 2023 fortgesetzt. Ein direkter Zusammenhang zur Corona-Pandemie oder einzelnen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens kann auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht hergestellt werden.
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