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Rede von Silvia Breher (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) – Fragestunde

dip / rede 23.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 95. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.

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Rede von Silvia Breher (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) – Fragestunde Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Laut dem vorläufigen Ergebnis der diesjährigen Getreideernte fielen insgesamt die Erntemengen und die Qualitäten über viele Kulturen hinweg schlechter aus als im langjährigen Mittel. So geht die Erntemenge beispielsweise beim Winterweizen, bei der wichtigsten Getreidekultur in Deutschland, in diesem Jahr um circa 10,4 Prozent gegenüber dem guten Vorjahr auf rund 20,2 Millionen Tonnen deutlich zurück. Neben den regional sehr stark schwankenden Erträgen infolge von Trockenheit und Hitze setzen weitere Belastungen die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland unter starken wirtschaftlichen Druck. Die Landwirtschaft ist in erheblichem Ausmaß von einer multifaktoriellen Krise betroffen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bereitet derzeit möglichst zielgenaue und zugleich unbürokratische Hilfen vor. So arbeitet das BMLEH unter anderem daran, das Liquiditätshilfeprogramm mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank aufzustocken, und prüft weitere liquiditätsfördernde und steuerliche Maßnahmen. Darüber hinaus wird der vollständige Spielraum für die Direktzahlungen der EU-Agrarförderung 2027 genutzt, sodass diese auf über 4,9 Milliarden Euro im kommenden Jahr steigen werden. Zudem bereitet das BMLEH die schnelle, antragslose und damit bürokratiearme Bereitstellung einer EU-Nahost-Krisenhilfe in Höhe von 60 Millionen Euro für Düngemittel und Diesel vor. Daneben sind langfristige, präventive Maßnahmen wichtig. Es ist zentral, dass Vorsorge, Anpassung und Krisenbewältigung sowohl in der Landwirtschaft als auch bei Wald und Forst zusammen gedacht werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der Exportbestrebungen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft, um Märkte und die Produktion und Wertschöpfung in der Land- und Ernährungswirtschaft auszubauen und zu diversifizieren. Damit werden die Krisenfestigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt und zugleich die Stabilität der Lieferketten gesichert.

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