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Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/8048)

dip / rede 23.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 95. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Frage von Ina Latendorf (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/8048) Inwiefern geht die Bundesregierung davon aus, dass die im Rahmen des Ernteberichts 2026 am 2. September 2026 angekündigten Maßnahmen – insbesondere die Liquiditätsprogramme über die Landwirtschaftliche Rentenbank oder das Dünger- und Energie-Krisenpaket (vergleiche www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/070-erntebericht.html) – die Landwirtschaft resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels machen, und mit welchen Maßnahmen will die Bundesregierung dazu beitragen, die Landwirtschaft unabhängiger von fossiler Energie – etwa bei Diesel, synthetischen Pestiziden, synthetischen Düngemitteln und langen Transportwegen – zu machen? Antwort der Parl. Staatssekretärin Silvia Breher: Die Bundesregierung verfolgt einen klaren Ansatz: Wir müssen die Landwirtschaft kurzfristig stabilisieren und zugleich strukturell krisenfester aufstellen. Denn steigende Kosten, volatile Märkte und zunehmende Wetterextreme verlangen beides. Die im Erntebericht angekündigten Maßnahmen schaffen zunächst dringend benötigten finanziellen Spielraum. Dazu gehören die Aufstockung des Liquiditätshilfeprogramms über die Landwirtschaftliche Rentenbank, die vollständige Nutzung des Spielraums bei den Direktzahlungen der EU-Agrarförderung im Jahr 2027 sowie eine antragslose und damit bürokratiearme Bereitstellung einer EU-Krisenhilfe für Düngemittel und Diesel in Höhe von 60 Millionen Euro. Gleichzeitig stärken wir die heimische Düngemittelproduktion und verringern damit einseitige Importabhängigkeiten. Weitere liquiditätsfördernde Maßnahmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Risikoabsicherung werden geprüft. Resilienz bedeutet aber mehr als Krisenhilfe. Deshalb fördert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gemeinsam mit den Ländern zahlreiche umweltfreundliche und klimaschonende Maßnahmen. Darüber hinaus wird eine resiliente Land- und Forstwirtschaft insbesondere durch Modell- und Demonstrationsvorhaben, Forschungs- und Wissenstransferprojekte im Rahmen der vorhandenen Förderprogramme unterstützt. Beispielsweise fördert das BMLEH im Rahmen des Innovationsprogramms unter anderem Projekte in den Bereichen zukunftsweisende Produktionssysteme und Pflanzenschutz. Mit dem Förderprogramm „Alternative Antriebssysteme“ über die Landwirtschaftliche Rentenbank unterstützen wir Betriebe dabei, sich von fossilen Energieträgern unabhängiger zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der Exportbestrebungen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft, um Krisenfestigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zugleich die Stabilität der Lieferketten zu sichern. Gleichzeitig stärkt die Heimatpolitik des BMLEH regionale Vielfalt und regionale Wertschöpfung, um Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland zu sichern.

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