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Frage von Dr. Rainer Kraft (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/8048)

dip / rede 23.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 95. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Frage von Dr. Rainer Kraft (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/8048) Wie viele Professuren, Lehrstühle und institutionell vom Bund geförderte Forschungsgruppen bestanden nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2015 und 2026 jeweils in den Bereichen Reaktorphysik, Kerntechnik, Radiochemie, Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und nukleare Entsorgung, und welche konkreten Maßnahmen plant sie gegen einen weiteren Verlust dieser Fachkompetenzen? Antwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Silke Launert: Die Beantwortung nach der Anzahl von Lehrstühlen, Professuren und institutionell geförderten Forschergruppen ist nicht möglich, da hierzu keine übergreifende Statistik vorliegt, zumal die Einrichtung und inhaltliche Ausrichtung von Lehrstühlen an Hochschulen in Verantwortung der Länder liegen. Eine statistische Erfassung der Daten bzw. ein Vergleich zwischen den Jahren 2015 und 2026 ist auf der derzeit vorliegenden Datenbasis nicht möglich: Einige damalige Lehrstühle bestehen fort; andere wurden umbenannt bzw. auch teilweise anders ausgerichtet. Darüber hinaus wurden fachliche Inhalte in andere Lehrstühle integriert, ohne namentliche Nennung. Im medizinischen Bereich kamen hingegen Arbeiten zu nuklearen Ansätzen hinzu. Folgende Maßnahmen werden seitens der Bundesregierung unternommen, um einem Verlust an Fachkompetenz in den genannten Bereichen entgegenzuwirken: Institutionell fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren das Programm NUSAFE („Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung“) mit rund 48 Millionen Euro pro Jahr. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das BMFTR setzen gemeinsam das Konzept der Bundesregierung zur Kompetenz- und Nachwuchsentwicklung für die nukleare Sicherheit des Jahres 2020 um. Die Projektförderung des BMFTR zur nuklearen Sicherheits- und Strahlenforschung sowie zur rückbaubegleitenden Forschung umfasst insgesamt rund 22 Millionen Euro pro Jahr. Die Projektförderung des BMUKN zur Sicherheitsforschung für kerntechnische Anlagen umfasst rund 36 Millionen Euro pro Jahr und soll ab dem Jahr 2027 auch Strahlenschutz enthalten. Es gibt einen regelmäßigen Austausch mit Fachvertretungen bzw. Interessengruppen (Kompetenzverbund Kerntechnik, Kompetenzverbund Strahlenforschung, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung), deren Anregungen in der Programmausrichtung berücksichtigt werden. Das BMUKN hat die beiden Qualifizierungsverbünde Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz gegründet. Sowohl BMUKN als auch BMFTR fördern im Rahmen der Projektförderung Nachwuchsgruppen.

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