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Rede von Ronald Gläser (AfD) – Vereinbarte Debatte

dip / rede 24.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 18: Vereinbarte Debatte:.

Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.

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Text

Rede von Ronald Gläser (AfD) – Vereinbarte Debatte Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Zupke! Zunächst: Frau Katrin Göring-Eckardt, wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann sagen Sie: Jemand, der mit einer Simson in Sachsen-Anhalt über die Dörfer fährt, relativiert das DDR-Unrecht. – Das ist doch plumper Blödsinn. – Also, das war auf jeden Fall ein unpassender Vergleich. Denn wir sind die Partei, die sich in Deutschland wie keine andere gegen den Sozialismus einsetzt, meine Damen und Herren. Herr Schliesing, wenn Sie sagen, die DDR sei nicht sozialistisch gewesen, dann möchte ich Ihnen an der Stelle sagen: Worüber reden wir denn hier? Warum wurde denn vor 65 Jahren von der DDR ihr eigenes Staatsgebiet eingemauert? Doch nicht, weil die Leute dahin geflohen sind, sondern weil sie da wegwollten. Und warum? Weil schon damals in der DDR die gleiche Politik betrieben worden ist, die Ihre Komplizen in Berlin und Sie jetzt wieder machen wollen: der Kampf gegen das Privateigentum, die Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften. Schauen Sie sich doch an, wie es auf der Welt in Ländern ausschaut, in denen das auch nur mal zehn Jahre am Stück so umgesetzt worden ist! Da sieht es aus wie auf Kuba. Und das ist kein attraktiver Wohnungsmarkt. Aber ich glaube auch gar nicht, dass es Ihnen wirklich darum geht, den Leuten eine bessere Wohnung zu verschaffen, sondern das, was Sie wollen, ist doch der Kampf gegen das Privateigentum. In dieser Traditionslinie mit der SED stehen Sie. Dieser Kampf ist damals schon geführt worden. Die Mauer war kein Betriebsunfall der deutschen Geschichte. Sie war die Konsequenz, sie war die Logik dieser Politik der SED. Und es war die Logik eines Staates, der die Freiheit bekämpft, der die Bürger dem Staat ausliefern will, der das Privateigentum verachtet. Und wenn Sie alle hier mit dieser Brandmauerpolitik weitermachen wollen, dann werden Sie in Kürze eine neue Mauer um unser ganzes Land herum bauen müssen. Ich hoffe, das wird nicht der Fall sein. Vielen Dank.

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