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Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Plenarprotokoll 20/72

dip / rede 30.11.2022 · WP 20 · Original ↗

Teil von Protokoll der 72. Sitzung des 20. Deutschen Bundestages.

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Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Plenarprotokoll 20/72 Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Frau Ministerin, ich komme noch mal auf die Ausgangsfrage zurück. Sie haben in Ihrem Eingangsstatement den Nationalen Bildungsbericht erwähnt, ein wichtiger Indikator auch für uns. Ich finde dort auf der Seite 80 eine interessante Angabe; da geht es nämlich um den Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Bildungsstand bzw. Bildungsabschluss. Dort ist zu lesen, dass 32 Prozent der bei uns lebenden jungen Erwachsenen – 19 Jahre und älter – mit einem solchen Hintergrund über keinerlei Bildungsabschluss oder beruflichen Abschluss verfügen. In der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Anteil nur 8 Prozent. 32 Prozent, das ist ein Riesenproblem; denn wer keinen Berufsabschluss hat, hat natürlich auch ein Problem, einen Beruf zu finden. Was sind Ihre Ideen, was sind die Strategien der Bundesregierung, um von diesen 32 Prozent herunterzukommen? Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung: Dass ein junger Mensch die Schule ohne Abschluss verlässt, kann vielfältige Gründe haben. Wenn man zum Beispiel in unser Land zugereist ist, kann der Grund sein, dass man relativ spät in ein Bildungssystem gekommen ist. Jeder Mensch muss dann noch die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir die Übergangsphase gestalten. An der Schnittstelle sind wir zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales tätig, damit eben der Übergang in Ausbildung, die Nachqualifikation möglich ist. Es ist aber auch immens wichtig, dass wir Kompetenzen, die erworben wurden, auch wenn dies vielleicht nicht in einer formalen Ausbildung stattgefunden hat, feststellen; denn wenn jemand schon eine Weile arbeitet, dann entwickelt und erwirbt er auch Kompetenzen. Wir haben zum Beispiel das Programm ValiKom, in dem man eben genau das validieren kann, damit man hinterher, wenn man auf Arbeitsplatzsuche ist, auch zeigen kann, dass man etwas kann. Das ist immens wichtig. Das eine ist, dass im Bereich Schule die Zahl derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, sinkt, das andere, dass wir denjenigen, die die Schule leider ohne Abschluss verlassen haben, die Brücke bauen in die Arbeitswelt und in den langen beruflichen Lebensweg.

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