Frage von Rainer Galla (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6572)
Teil von Protokoll der 85. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Rainer Galla (AfD) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/6572)
In welchem Umfang haben die Bundesregierung und die ihr nachgeordneten Dienststellen seit dem Jahr 2015 das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (Center for IT Security, Privacy and Accountability, CISPA) in Saarbrücken finanziell gefördert (bitte aufschlüsseln nach fördernder Dienststelle sowie nach Jahren einschließlich der Planung bis 2027), und hat sich die Bundesregierung eine Auffassung zu dem Vorwurf gebildet, das Zentrum sei aufgrund des Umstands der Beschäftigung einer Vielzahl chinesischer Forscher und der sich daraus ergebenden Vernetzung insbesondere mit chinesischen Elite-Universitäten („Seven Sons“, „Sieben Söhne der Landesverteidigung“) und damit mittelbar mit der chinesischen Waffenindustrie eine „Eliteschmiede für chinesische Militärforscher“ (handelsblatt.com/politik/deutschland/nationale-sicherheit-wie-deutschland-chinas-cyber-aufruestung-mitfinanziert-01/100233018.html; bitte ausführen)?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Matthias Hauer:
Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit gGmbH (CISPA) wird seit dem Jahr 2019 als Helmholtz-Zentrum institutionell durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt wie folgt gefördert:
Jahr
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Institutionelle Förderung (T€) 2019–2025: Mittelabfluss, 2026:
Bewilligung
14 609
16 584
25 917
30 070
35 454
44 268
54 112
56 359
Das CISPA erhält zudem Mittel aus der Projektförderung, auch weiterer Ressorts. Eine vollständige Übersicht sämtlicher Projektfördermittel über den angefragten Zeitraum ist in der gegebenen Antwortfrist nicht darstellbar.
Die Bundesregierung hat das CISPA stets für die Notwendigkeit einer risikobewussten Strategie im Umgang mit China sensibilisiert. Nunmehr haben der Bund und das Land Saarland beschlossen, eine unabhängige Sonderprüfung zu beauftragen, die unter anderem sämtliche Vorwürfe prüfen und eine umfangreiche Sachverhaltsaufklärung betreiben soll.
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