Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Errichtung des Gedenkorts für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen
Teil von Protokoll der 46. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 3: Errichtung des Gedenkorts für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen.
Text
Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Errichtung des Gedenkorts für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen
Gerne im Anschluss; ich würde gern fortfahren. – Viele deutsche Rentner ziehen nach Polen, weil sie sich dort sicher fühlen. Der Weihnachtsmarkt in Warschau, meine Damen und Herren, kommt übrigens ohne Merkel-Poller aus.
Umgekehrt leben rund 2 Millionen Menschen mit polnischem Migrationshintergrund in Deutschland. Nach den Türken ist das die größte Gruppe. Das ist wenig bekannt, weil die Polen im Allgemeinen kaum auffallen und sich gut integrieren. Übrigens werden jedes Jahr Tausende deutsch-polnische Ehen geschlossen. Keiner weiß genau, wie viele Kinder bereits aus diesen Verbindungen hervorgegangen sind. Sind das dann eigentlich die Nachfahren der Täter oder die der Opfer?
Laut dem Mikrozensus 2024 leben in Deutschland inzwischen rund 25,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, was etwa 30,4 Prozent der Bevölkerung entspricht. Jedes Jahr kommen einige Hunderttausend Einwanderer dazu. Schon bald wird keiner mehr leben, der sich noch an die Ereignisse vor 1945 erinnern kann. Das muss und wird sich auch auf unsere Erinnerungskultur auswirken. Gehen Sie mal in eine ganz normale Schulklasse in Neukölln oder im Wedding, und versuchen Sie, den Schülern zu erklären, dass sie zwar keine persönliche Schuld an den Ereignissen hätten, aber bitte doch sich verantwortlich fühlen sollten, weil das nun einmal eben die deutsche Staatsräson sei!
Meine Damen und Herren, wir müssen endlich positiv identitätsstiftende Denkmäler und Erinnerungsorte schaffen. Das Freiheits- und Einheitsdenkmal könnte ein solcher Ort sein. Wo bleibt das eigentlich? Wo sind die Museen, die uns selbst und allen Gästen zeigen, was alles Gutes und Schönes in deutschem Namen geschaffen wurde?
Kurzum: Wir wollen erinnern, ja, und nichts leugnen; aber es gibt keinen Grund mehr, auf die Knie zu fallen. Unsere Jugend hat das gleiche Recht auf ein unbeschwertes Leben wie alle anderen Kinder dieser Erde.
Hellmuth Stieff übrigens, den ich eingangs zitierte, schloss sich dem Widerstand an und wurde verhaftet. Trotz schwerer Folter verriet er seine Kameraden nicht. Sein Name sollte in allen Schulbüchern stehen.
Vielen Dank.