Schriftliche Frage 129 von Ina Latendorf (DIE LINKE): Wie schätzt die Bundesregierung den Einfluss des Klimawandels auf die aktuell erhöhte Waldbrandgefahr (www.n-tv.de/ticker/DWD-warnt-vor-stei…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 29. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 129 von Ina Latendorf (DIE LINKE): Wie schätzt die Bundesregierung den Einfluss des Klimawandels auf die aktuell erhöhte Waldbrandgefahr (www.n-tv.de/ticker/DWD-warnt-vor-stei…
Frage 129 (Ina Latendorf, Die Linke):
Wie schätzt die Bundesregierung den Einfluss des Klimawandels auf die aktuell erhöhte Waldbrandgefahr (www.n-tv.de/ticker/DWD-warnt-vor-steig ender-Waldbrandgefahr-in-weiten-Teilen-Deutsch lands-id30996341.html) ein, und welche Maßnahmen ergreift sie, um die Gefahren bzw. drohenden Folgen zu minimieren?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf vom 2. Juli 2026:
Der Klimawandel führt durch erhöhte Temperaturen und längeren Trockenzeiten zu einem Anstieg der Waldbrandgefahr. So gab es in den letzten 30 Jahren (1996 bis 2025) einen Anstieg der Tage mit mittlerer bis hoher Waldbrandgefahr. Im Jahresverlauf betrifft das vor allem die Zeit zwischen März und Juli. Ergänzend ist allerdings festzuhalten, dass der unmittelbare Auslöser der einzelnen Waldbrände bei der weit überwiegenden Anzahl direkt (Fahrlässigkeit sowie Brandstiftung) oder indirekt (Selbstentzündung bei Munitionsbelastung auf Truppenübungsplätzen) auf menschliche Einflüsse zurückzuführen ist. Waldbrandprävention und -bekämpfung liegen in der Zuständigkeit der Länder. Im Rahmen der Ressortforschung und Projektförderung, wie zum Beispiel aus dem Waldklimafonds oder dem Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“, werden, beziehungsweise wurden unter anderem Grundlagen für Waldbrand-Frühwarnsysteme entwickelt und Präventionsmaßnahmen erforscht. Maßnahmen zur Waldbrandprävention, wie zum Beispiel Waldumbau, Anlage von Löschteichen und Wasserentnahmestellen, können über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gefördert werden. Ein integrierter Ansatz für das Waldbrandrisikomanagement umfasst den gesamten Risikomanagementzyklus von Prävention, Vorsorge, Reaktion und Wiederherstellung. In Ergänzung zu den GAK-Waldmaßnahmen trägt zum Beispiel auch das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) dazu bei, die Resilienz und Gesundheit der Waldökosysteme zu stärken und das Risiko und die Auswirkungen extremer Wetterereignisse zu mindern.
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