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Strategische Rolle Deutschlands in der Unterstützung des Katastrophenschutzes bei Wald- und Vegetationsbränden

dip / drucksache 09.10.2025 · WP 21 · 21/2129 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Strategische Rolle Deutschlands in der Unterstützung des Katastrophenschutzes bei Wald- und Vegetationsbränden [Deutscher Bundestag Drucksache 21/2129 21. Wahlperiode 09.10.2025 Kleine Anfrage der Abgeordneten Danny Meiners, Stephan Protschka, Bernd Schattner, Peter Felser, Bernd Schuhmann, Julian Schmidt, Christian Reck, Sascha Lensing und der Fraktion der AfD Strategische Rolle Deutschlands in der Unterstützung des Katastrophenschutzes bei Wald- und Vegetationsbränden Die Waldbrandgefahr in Deutschland hat sich durch die klimatischen Veränderungen, Trockenperioden und immer noch großen zusammenhängenden Kiefern-Monokulturen deutlich erhöht. Laut Deutschem Wetterdienst stieg die Zahl der Waldbrände seit 2018 spürbar an, besonders in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (https://civil-protection-knowledge-network.europ a.eu/system/files/2025-07/wildfire-peer-review-lb_final-report-june-2025_d e.pdf). Deutschland besitzt keine eigenen Löschflugzeuge und ist auf Hubschrauber der Bundeswehr und Bundespolizei mit rund 5 000 Litern Löschkapazität angewiesen. Internationale Experten und das European Forest Institute (EFI) fordern seit Jahren den Aufbau einer nationalen Luftstrategie und die Nutzung von EU- rescEU-Programmen (https://efi.int/news/expert-voices-urgent-action-efi-suppo rts-media-wildfire-fight-2025-07-09). Über 90 Prozent der Feuerwehrkräfte arbeiten im Ehrenamt, sind nur begrenzt ausgebildet und bei langandauernden Vegetationsbränden überlastet. Die Expertenkommission Sachsen 2022 empfiehlt bundesweit einheitliche Ausbildungsmodule (staatsregierung.sachsen.de). Studien zeigen zudem, dass fehlende Freistellungsmöglichkeiten und Arbeitgeberunterstützung die Einsatzbereitschaft einschränken (https://civil-protection-knowledge-network.europa.eu/syst em/files/2025-07/wildfire-peer-review-lb_final-report-june-2025_de.pdf). Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) betont präventive Maßnahmen wie Durchforstung, Mischwaldbepflanzung und einsatztaugliche Karten (www.fnr.de/fileadmin/projektdatenbank/2219WK61A5.pdf). Trotz Landeszuständigkeit für den Katastrophenschutz muss der Bund Koordination, Luftunterstützung, Ausbildung und Ehrenamtsförderung sicherstellen, um die Bevölkerung und Infrastruktur vor zunehmenden Waldbrandgefahren zu schützen (www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikatio nen/BBK/Weissbuch-Bevoelkerungsschutz.pdf). Wir fragen die Bundesregierung: 1. Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass Deutschland weiterhin keine eigenen Löschflugzeuge besitzt und bei Boden- und Luftunterstützung auf Hubschrauber der Bundeswehr oder Bundespolizei mit begrenzter Einsatzkapazität (maximal 5 000 Liter) angewiesen ist (civil-protec tion-knowledge-network.europa.euefi.int)? 2. Plant die Bundesregierung, entsprechende Pilotprogramme und eine nationale Leitstelle zur Koordination von Luftunterstützung im Katastrophenfall zu etablieren (www.welt.de/wirtschaft/article233187765/Loeschflugzeuge- Trotz-Klimawandel-und-Waldbrandgefahr-hat-Deutschland-kein-einzige s.html)? 3. Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass bundesweit verbindliche Ausbildungsstandards für die Bekämpfung von Vegetationsbränden – wie von der Innenministerkonferenz (IMK) 2019 empfohlen (mit flächendeckender Implementierung der erforderlichen Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 [FwDV 2]) – umgesetzt werden (www.medienservice.sachsen.de/medien/ne ws/1064001)? 4. Inwieweit unterstützt die Bundesregierung die Entwicklung von ausbildungsrelevanten Modulen, die speziell auf Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnitten sind, etwa durch das Projekt „Waldbrand-Klima-Resilienz“ und das federführende European Forest Institute (www.fnr.de/fileadmin/pro jektdatenbank/2219WK61A5.pdf)? 5. Welche Maßnahmen ergreift der Bund ggf., um Feuerwehrangehörige durch bundesweite Förderprogramme bei der Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf und Familie zu unterstützen (www.bmfsfj.de/resource/blob/181758/3a65a5 5d3a6f3d97d88c53929b1fdb93/vereinbarkeit-von-ehrenamt-und-beruf-im- bevoelkerungsschutz-data.pdf)? 6. Fördert die Bundesregierung Initiativen zur Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung freiwilliger Feuerwehren insbesondere in ländlich geprägten Regionen (www.bbk.bund.de/DE/Themen/Foerderung-Ehrenamt/foerderun g-ehrenamt_node.html)? 7. Ist die Bundesregierung bereit, auf Bundesebene ein Kompetenzzentrum Waldbrandprävention und Waldbrandbekämpfung einzurichten, das Wissen bündelt, Strategien entwickelt und die Kommunikation mit Ländern und Kommunen strukturiert (www.staatsregierung.sachsen.de/download/staatsr egierung/bericht-expertenkommission-waldbraende-sommer-2022-sachse n.pdf)? 8. Unterstützt oder plant die Bundesregierung eine Kooperation mit den Ländern und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), um ein Monitoring-System oder eine nationale Plattform zur Koordination von Hilfeanfragen und Erfahrungsaustausch in Großlagen zu etablieren (https://civil-protection-knowledge-network.europa.eu/system/files/ 2025-07/wildfire-peer-review-lb_final-report-june-2025_de.pdf)? Berlin, den 7. Oktober 2025 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333]

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