Schriftliche Frage 83 von Nyke Slawik (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Gibt es zur zunehmenden Belastung des Rheins mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) Austausch mit den Niederlanden, und sieht die B…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Schriftliche Frage 83 von Nyke Slawik (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Gibt es zur zunehmenden Belastung des Rheins mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) Austausch mit den Niederlanden, und sieht die B…
Frage 83 (Nyke Slawik, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Gibt es zur zunehmenden Belastung des Rheins mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) Austausch mit den Niederlanden, und sieht die Bundesregierung durch die zunehmenden Probleme niederländischer Wasserversorger durch die in Deutschland eingeleiteten PFAS-Schadstoffe Handlungsbedarf (www1.wdr.de/nrw/koeln/lever kusen-chemie-pfas-gefahr-rhein-trinkwasser-nied erlande-100.html)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn vom 20. Juli 2026:
Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) sind ein Thema, das nicht nur Deutschland und den Rhein betrifft. Deutschland tauscht sich zu PFAS mit den Niederlanden und den anderen Staaten in den Flussgebieten in der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins und in der Internationalen Maaskommission aus. Die Bundesregierung nimmt die Belastung der Umwelt mit dieser großen Stoffgruppe ernst und beteiligt sich aktiv an Prozessen zur Verbesserung der Situation. In der Richtlinie (EU) 2026/805 wurden im April dieses Jahres EUweite Umweltqualitätsnormen für einige besonders problematische PFAS- Schadstoffe in Oberflächengewässern und im Grundwasser geregelt. Das hatte die Bundesregierung in den Verhandlungen zu dieser Richtlinie unterstützt. Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) war schon zuvor ein prioritärer, EU-weit geregelter Schadstoff für Oberflächengewässer. Für die Festlegung von europaweit anzuwendenden PFAS- Emissionsgrenzwerten für Industrieabwasser bringt Deutschland sich aktiv in die Erarbeitung von sogenannten BVT-Schlussfolgerungen (Beste Verfügbare Technik) unter der EU-Industrieemissionsrichtlinie ein. Für die in der Frage erwähnten WDR-Beitrag genannte Deponie sind die Behörden in Nordrhein-Westfalen zuständig.
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