Schriftliche Frage 80 von Karl Bär (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Gesamtmenge an PFAS nach Trinkwasserverordnung und Trifuoracetat (in Tonnen) werden in Deutschland pro Jahr nach Kenntnisstand der Bu…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 5. Mai 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.
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Schriftliche Frage 80 von Karl Bär (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Gesamtmenge an PFAS nach Trinkwasserverordnung und Trifuoracetat (in Tonnen) werden in Deutschland pro Jahr nach Kenntnisstand der Bu…
Frage 80 (Karl Bär, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Gesamtmenge an PFAS nach Trinkwasserverordnung und Trifuoracetat (in Tonnen) werden in Deutschland pro Jahr nach Kenntnisstand der Bundesregierung in die Umwelt freigesetzt (bitte Freisetzungswege und Menge, z. B. Industrieabwässer etc., angeben)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann vom 5. Mai 2025:
Die Bundesregierung hat keinen detaillierten Kenntnisstand zur Gesamtmenge der per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) nach Trinkwasserverordnung, die in Deutschland pro Jahr in die Umwelt freigesetzt werden. Bei diesen PFAS handelt es sich um zwanzig Perfluorcarbonsäuren, für deren Summe in der Trinkwasserverordnung ein entsprechender Grenzwert vorgegeben ist. Der Bundesregierung ist allerdings eine EU-weite Abschätzung zu den Gesamtemissionen aller Perfluorcarbonsäuren und deren Vorläuferverbindungen bekannt, zu denen auch die oben genannten PFAS nach der Trinkwasserverordnung gehören. Diese nach Verwendungssektoren aufgeschlüsselte Zusammenstellung ist im sogenannten „Annex XV Restriction Report“ enthalten, mit dem ein REACH-Beschränkungsverfahren auf EU-Ebene eingeleitet worden ist (https://echa.europa.eu/documents/ 10162/1c480180-ece9-1bdd-1eb8-0f3f8e7c0c49). Sie findet sich dort in Tabelle 1 auf Seite 41 in den Spalten „PFAAs and PFAA precursors (t/ y)“. Zu der Situation bei Trifluoressigsäure hat das Umweltbundesamt (UBA) ein Hintergrundpapier veröffentlicht unter dem Titel „Chemikalieneintrag in Gewässer vermindern – Trifluoracetat (TFA) als persistente und mobile Substanz mit vielen Quellen“ (www.umweltbundesam t.de/sites/default/files/medien/11850/publikationen/2021_hg_chemiekali eneintrag_bf_v2.pdf). Zudem liegen mit dem Abschlussbericht des Forschungsvorhabens „Trifluoracetat (TFA): Grundlagen für eine effektive Minimierung schaffen – Räumliche Analyse der Eintragspfade in den Wasserkreislauf“ Abschätzungen zu Umweltkonzentrationen und Emissionsmengen vor (www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/ 11850/publikationen/102_2023_texte_tfa_v2.pdf). Die Daten aus diesem Vorhaben sind ebenfalls verfügbar unter https://gis.uba.de/maps/res ources/apps/TFA-Herkunft-und-Belastungen/index.html.
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