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Schriftliche Frage 92 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ist der Bundesregierung das in den Niederlanden eingesetzte System des Environmental Cost Indicator (ECI) beziehungsweise die Deklaration vo…

dip / schriftliche_frage 26.06.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 22. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Schriftliche Frage 92 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ist der Bundesregierung das in den Niederlanden eingesetzte System des Environmental Cost Indicator (ECI) beziehungsweise die Deklaration vo… Frage 92 (Dr. Jan-Niclas Gesenhues, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ist der Bundesregierung das in den Niederlanden eingesetzte System des Environmental Cost Indicator (ECI) beziehungsweise die Deklaration von Umweltkostenindikatoren im Rahmen öffentlicher Vergabeverfahren bekannt, und wenn ja, inwieweit sieht die Bundesregierung in der Anwendung von Umweltkostenindikatoren einen geeigneten Ansatz, um Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaspekte bei öffentlichen Beschaffungen stärker zu berücksichtigen? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn vom 26. Juni 2026: Der Bundesregierung ist der Environmental Cost Indicator (ECI) bekannt. Laut Klimaschutzgesetz und der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung klimafreundlicher Leistungen (AVV Klima) sind die Treibhausgasemissionen für Beschaffungen des Bundes zu kalkulieren und zu monetarisieren. Zur Umsetzung dieser Vorgaben werden folgende Maßnahmen und Instrumente entwickelt und genutzt: • Der Datenbestand und die Emissionsfaktoren werden kontinuierlich erweitert (siehe Probas-Datenbank des Umweltbundesamtes – UBA). • Die methodischen Grundlagen zur Höhe des CO2-Schattenpreises wurden durch das UBA entsprechend vorgeschlagen. In dieser Methodenkonvention werden auch weitere Umweltaspekte monetarisiert, um deren Umweltschadenskosten bestimmen zu können (www.umwe ltbundesamt.de/publikationen/handbuch-umweltkosten). • Der Interministerielle Ausschuss für nachhaltige öffentliche Beschaffung (IMA nöB) erarbeitet derzeit einen Vorschlag für einen einheitlichen CO2-Schattenpreis für die nachhaltige öffentliche Beschaffung der Bundesverwaltung (www.bmi.bund.de/DE/themen/ oeffentlicherdienst/arbeiten-in-der-bundesverwaltung/imanoeb/imanoeb-node.htm l#doc21250732bodyText10). • Ein Tool, das neben den klassischen LCC-Kosten auch die Treibhausgas-Emissionen und die Monetarisierung erfasst, wurde durch das UBA erarbeitet und dazu ein Schulungsskript für Vergabestellen veröffentlicht. Mit Hilfe von verschiedenen Webinaren soll dieses Tool in die praktische Anwendung kommen (www.umweltbundesamt.de/t hemen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/lebenszyk luskosten, www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltfreundlic he-beschaffung-schulungsskript-2-0).

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