polradar

Schriftliche Frage 11 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Risiken bestehen bei der am Verladebahnhof II des ehemaligen Tanklagers Bremen-Farge gewählten hydraulischen Abstromsicherung für das…

dip / schriftliche_frage 29.05.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 26. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 11 von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Risiken bestehen bei der am Verladebahnhof II des ehemaligen Tanklagers Bremen-Farge gewählten hydraulischen Abstromsicherung für das… Frage 11 (Dr. Kirsten Kappert-Gonther, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Risiken bestehen bei der am Verladebahnhof II des ehemaligen Tanklagers Bremen-Farge gewählten hydraulischen Abstromsicherung für das Grundwasser (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 3 der Abgeordneten Doris Achelwilm auf Bundestagsdrucksache 21/5159), insbesondere bei langfristigem Betrieb oder möglichen Systemausfällen, und wie wird sichergestellt, dass Schadstoffe nicht über die Liegenschaftsgrenze hinaus dauerhaft im Grundwasser verbleiben oder sich weiter ausbreiten? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dennis Rohde vom 26. Mai 2026: Im Bereich des Verladebahnhofs II des ehemaligen Tanklagers Bremen- Farge betreibt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bereits seit vielen Jahren eine hydraulische Sicherung mittels zahlreicher Förderbrunnen und entfernt dadurch erhebliche Schadstoffmengen aus dem Grundwasser. Der langfristige Betrieb der hydraulischen Abstromsicherung reinigt das Grundwasser und trägt zur Verbesserung der Grundwassersituation im Abstrom bei. Insofern werden Risiken für das Grundwasser durch den langfristigen Betrieb der hydraulischen Abstromsicherung reduziert. Auch bei einem zeitweisen technischen Ausfall der Abstromsicherung sind keine negativen Auswirkungen auf das Grundwasser zu erwarten. Dies resultiert aus den Standorteigenschaften mit geringen Fließgeschwindigkeiten des Grundwassers, die eine schnelle Ausbreitung der Schadstoffe verhindern. Durch die derzeit laufende Bodensanierung auf Grundlage des Bundesbodenschutzgesetzes im Bereich des Verladebahnhofs II wird zudem ein Großteil der Schadstoffquelle im Boden und im oberen Bereich des Grundwassers beseitigt werden. Diese Schadstoffe können dann nicht mehr in das Grundwasser eingetragen werden oder sich mit dem Grundwasserstrom ausbreiten. Aufgrund der entstehenden Baugrube durch die Bodensanierung ist es erforderlich, die bestehende hydraulische Abstromsicherung anzupassen. Dazu wurden bereits von der BImA auf Grundlage eines mit der zuständigen Bodenschutzbehörde abgestimmten Sanierungsplans ein neuer Abwehrriegel aus neun Brunnen errichtet, um ein Abströmen der Schadstoffe im Grundwasser aus dem Bodensanierungsbereich insbesondere während der Bauphase zu unterbinden. Weiterhin wird an weiteren Brunnen an der Liegenschaftsgrenze Grundwasser gefördert und gereinigt. Somit wird ein Abströmen von Schadstoffen über die Liegenschaftsgrenze weitgehend unterbunden. Diese Grundwasserreinigungsanlagen werden – soweit erforderlich – auch zukünftig betrieben werden.

Relationen