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Schriftliche Frage 99 von Dr. Anja Reinalter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bis wann wird die Bundesregierung eine nationale Lesestrategie mit messbaren Zielen, Zeitplan und Finanzierung vorlegen, nachdem Bundesbildu…

dip / schriftliche_frage 08.05.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 4. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Schriftliche Frage 99 von Dr. Anja Reinalter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bis wann wird die Bundesregierung eine nationale Lesestrategie mit messbaren Zielen, Zeitplan und Finanzierung vorlegen, nachdem Bundesbildu… Frage 99 (Dr. Anja Reinalter, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Bis wann wird die Bundesregierung eine nationale Lesestrategie mit messbaren Zielen, Zeitplan und Finanzierung vorlegen, nachdem Bundesbildungsministerin Karin Prien erklärt hat, man müsse eine solche Strategie „hinkriegen“ (vgl. https:// table.media/bildung/zur-sprache/karin-prien-zu-ei ner-nationalen-lesestrategie), und welche Maßnahmen plant sie kurzfristig für die Kinder, die die Mindeststandards im Lesen derzeit nicht erreichen? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf vom 4. Mai 2026: Lesen ist ein entscheidender Schlüssel zum Bildungserfolg. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) unterstützt deshalb das Lesenlernen durch Forschung zum Lesen und durch eine große Anzahl von Maßnahmen zur Förderung der Lesekompetenz entlang der gesamten Bildungsbiographie. Die Eingliederung der Bildungsabteilung aus dem ehemaligen Bundesministerium für Bildung und Forschung in das BMBFSFJ ermöglicht für die Zukunft die Vereinbarung einer einheitlichen Nationalen Lesestrategie im Sinne einer koordinierten Reformagenda mit verbindlichen Zielwerten und Zeitachsen. Ziel ist es, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung mit Ländern, Kommunen, Zivilgesellschaft, Verbänden und weiteren Akteuren, den Anteil der Kinder, die die Mindeststandards im Lesen verfehlen, deutlich zu senken. Dabei ist entscheidend, dass möglichst früh angesetzt wird. Die verstärkte frühkindliche Förderung nimmt ihren Ausgang bei den Familien und bei alltagsintegrierten und ergänzenden Förderangeboten in der Kindertagesbetreuung und sorgt dafür, dass Leseschwächen gar nicht erst entstehen. Dabei sind besonders Kinder in den Blick zu nehmen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Strategische Pfeiler der Maßnahmen des Bundes sind für den Bereich der frühen Bildung das KiTa-Qualitätsentwicklungsgesetz, das einen besonderen Fokus auf die Förderung der sprachlichen Entwicklung von Kindern setzen soll, sowie für die Schule das Startchancen-Programm von Bund und Ländern als wichtigste Maßnahme für Kinder mit individuellem Unterstützungsbedarf. Programme wie Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)-Transfer und Förderbekanntmachungen zum Lesenlernen zahlen auf die frühe Sprachförderung von Kindern ein und sorgen für eine bessere Messbarkeit und Evidenzbasierung lesefördernder Maßnahmen.

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