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Schriftliche Frage 62 von Enrico Komning (AfD): Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an mit negativen Preisen gehandeltem Strom, der in den Jahren 2019 bis 2025 ins Au…

dip / schriftliche_frage 02.04.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 30. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 62 von Enrico Komning (AfD): Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an mit negativen Preisen gehandeltem Strom, der in den Jahren 2019 bis 2025 ins Au… Frage 62 (Enrico Komning, AfD): Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an mit negativen Preisen gehandeltem Strom, der in den Jahren 2019 bis 2025 ins Ausland „verkauft“ wurde, und wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der negative Umsatz, den die deutschen Verkäufer bei diesen Verkäufen ins Ausland machten? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 30. März 2026: Der europäische Stromhandel ist von großem Vorteil für Deutschland, die deutschen Stromverbraucher und -Erzeuger. Strom wird im europäischen Verbund dort erzeugt, wo dies am günstigsten möglich ist. Deutschland und die anderen europäischen Länder können so wechselseitig von den jeweils günstigsten Erzeugungsbedingungen profitieren. Die Großhandelsstrompreise und der Handel sind das Ergebnis dieses Zusammenspiels. Es ist daher nicht nur aus Versorgungsgründen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, Strom aus dem Ausland zu importieren, oder umgekehrt zu exportieren. Die freie Preisbildung am europäischen Strommarkt ist wichtig, um Angebot und Nachfrage jederzeit in Ausgleich zu bringen. Es kann sich auch ein Gleichgewicht bei einem negativen Preis einstellen. Um die Systemintegration erneuerbarer Energien (EE) zu fördern und die Anzahl der Situationen mit negativen Preisen zu reduzieren, geht die Bundesregierung entschlossen vor. So regelt das Stromspitzengesetz, dass Erneuerbare-Energien-Anlagen bei Einspeisung zu Zeiten negativer Preise zukünftig keine Vergütung bzw. keine Prämie mehr erhalten. Dies steigert den Anreiz für EE-Erzeuger, sich flexibel zu verhalten, senkt das Überangebot an Strom in diesen Situationen und vermindert somit die Anzahl an Situationen mit negativen Preisen. Eine weitere wichtige Rolle zur Adressierung negativer Strompreise wird der derzeit beobachtete Hochlauf von Batteriespeichern leisten. Durch ihr marktliches Handeln wirken Stromspeicher darauf hin, Strompreise zu glätten. Außergewöhnliche Preisspitzen wie bspw. Negativpreise werden dadurch in Zukunft gedämpft. Nach Kenntnis der Bundesregierung belief sich der Export in jenen Stunden mit negativen Preisen am Day-Ahead-Stromgroßhandel für die Jahre 2019 bis einschließlich 2025 auf insgesamt 19,4 Terawattstunden. Das entspricht rund 12 Prozent der gesamten Exportmenge dieses Zeitraums. Für die Außenhandelsdaten wurde der kommerzielle Außenhandel zugrunde gelegt. Der monetäre Gegenwert dieser Menge ergibt sich aus der Multiplikation der exportierten Strommenge mit dem in dieser Stunde vorherrschenden (negativen) Großhandelspreis. Dieser Wert belief sich für den Zeitraum 2019 bis 2025 auf insgesamt -266,1 Mio. Euro. Zum Vergleich: In den Jahren 2019 bis 2025 beliefen sich die gesamten deutschen Stromexporte auf 180,5 Terawattstunden. Der Wert dieser Exporte belief sich auf 12 Mrd. Euro. Den Exporten zu negativen Preisen standen also deutlich größere erzielte positive Umsätze aus Exporten zu positiven Preisen gegenüber.

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