Schriftliche Frage 65 von Enrico Komning (AfD): Welche Mengen an in Deutschland erzeugtem Strom sind im Jahr 2025 zu negativen Preisen gehandelt worden, und wie hoch war nach Kenntnis der…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 16. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 65 von Enrico Komning (AfD): Welche Mengen an in Deutschland erzeugtem Strom sind im Jahr 2025 zu negativen Preisen gehandelt worden, und wie hoch war nach Kenntnis der…
Frage 65 (Enrico Komning, AfD):
Welche Mengen an in Deutschland erzeugtem Strom sind im Jahr 2025 zu negativen Preisen gehandelt worden, und wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung insgesamt der negative Jahresumsatz der auf diese Art gehandelten Strommengen (vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/971)?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 20. März 2026:
Die freie Preisbildung am Strommarkt ist wichtig, um Angebot und Nachfrage in Ausgleich zu bringen. Es kann sich auch ein Gleichgewicht bei einem negativen Preis einstellen. Ein solches Marktergebnis bietet einen Anreiz, in Flexibilisierung zu investieren. Soweit erneuerbare-Energien-Anlagen zu wenig Flexibilität zeigen, wurden mit dem sogenannten Stromspitzengesetz wesentliche Hemmnisse der Flexibilisierung für Neuanlagen beseitigt. So erhalten diese bei Einspeisung zu Zeiten negativer Preise zukünftig keine Vergütung bzw. keine Prämie. Nach Kenntnis der Bundesregierung wurde im Jahr 2025 eine Menge von 25.893,69 Gigawattstunden (GWh) in Deutschland erzeugten Stroms an der Strombörse EPEX Spot im Day-Ahead-Handel zu negativen Preisen gehandelt (jeweils bezogen auf die gekauften Mengen in Lieferstunden mit negativen Preisen für das Marktgebiet Deutschland). Hierbei ergab sich ein Umsatz von rund –295,97 Mio. Euro. Die zugrunde liegenden Daten stammen von der Strombörse EPEX Spot und betreffen den vortäglichen Handel (Day-Ahead-Markt) für das Liefergebiet Deutschland. Die Angaben umfassen etwa 90 Prozent des Day- Ahead-Handelsvolumens; Handelsaktivitäten an anderen Börsen wie NordPool oder EXAA sind nicht berücksichtigt.
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