Schriftliche Frage 7 von Thomas Dietz (AfD): Wie entwickelte sich der Import-/Export-Saldo bei der Stromerzeugung in Deutschland im Vergleich von 2023 zu 2024 (bitte in Gigawattstunden…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
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Schriftliche Frage 7 von Thomas Dietz (AfD): Wie entwickelte sich der Import-/Export-Saldo bei der Stromerzeugung in Deutschland im Vergleich von 2023 zu 2024 (bitte in Gigawattstunden…
Frage 7 (Thomas Dietz, AfD):
Wie entwickelte sich der Import-/Export-Saldo bei der Stromerzeugung in Deutschland im Vergleich von 2023 zu 2024 (bitte in Gigawattstunden und Euro ausweisen) sowie außerdem im Vergleich des ersten Quartals 2024 mit dem ersten Quartal 2025 (bitte in Gigawattstunden und Euro ausweisen)?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Philipp Nimmermann vom 7. April 2025:
Die Entwicklung des Stromaußenhandels Deutschlands und daraus resultierende Zahlungsströme folgen dem gesamteuropäischen, stündlichen Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage. Die grenzüberschreitende Marktkopplung ermöglicht es, dass Strom im europäischen Verbund immer dort erzeugt wird, wo dies am günstigsten möglich ist. Deutschland und die anderen europäischen Länder können so wechselseitig von den jeweils günstigsten Erzeugungsbedingungen profitieren. Ein funktionierender Strombinnenmarkt ist damit auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtig. Denn ohne Stromimporte würde Deutschland den Strom in eigenen fossilen Kraftwerken zu höheren Kosten und mit höheren CO2-Emissionen produzieren. Der Stromhandel schafft somit Wohlfahrt. Eine Zunahme von Stromimporten ist vor diesem Hintergrund keineswegs ein Zeichen für eine Stromknappheit in Deutschland; vielmehr belegt sie den gut funktionierenden europäischen Elektrizitätsbinnenmarkt. Außenhandelsdaten erlauben zudem keine Aussage über die Versorgungssicherheit oder die Verfügbarkeit von Kraftwerken in Deutschland. In der folgenden Tabelle sind die Stromimporte, -exporte und - nettoimporte der deutsch-luxemburgischen Gebotszone in Terawattstunden und die Ausgaben und Erlöse hierfür in Millionen Euro für den erfragten Zeitraum dargestellt. Die zugrundeliegenden Daten wurden der öffentlich zugänglichen ENTSO-E Transparency Platform entnommen. Zur Berechnung der Zahlungsströme wurden die stündlich saldierten Handelsflüsse je Gebotszone mit den stündlichen Day-Ahead-Preisen der deutsch-luxemburgischen Gebotszone multipliziert. Dabei handelt es sich um eine synthetisch konstruierte Zahl, weil die tatsächlichen durch den Außenhandel induzierten Zahlungsströme statistisch nicht erfasst werden. So weichen die Preise langfristiger Handelsgeschäfte typischerweise von den Day-Ahead-Preisen im Spotmarkt ab. Die hier vorgenommene Kostenkalkulation ist daher lediglich eine Näherung an die tatsächlichen Kosten der Stromaustausche. Strommengen in Terawattstunden Werte in Millionen Euro Importe Exporte Nettoimport Importausgaben Exporterlöse Differenz 2023 54,1 42,3 11,7 5.747,8 3.458,5 2.289,3 2024 66,6 38,3 28,3 6.028,6 2.298,0 3.730,7 2024 Q1 12,7 11,9 0,9 947,9 680,2 267,7 2025 Q1 16,0 12,0 4,0 1.986,9 1.146,1 840,8 Die Zahlen zeigen, dass Deutschland im Jahr 2024 einen Nettoimport von 28,3 Terawattstunden ausweist, was knapp 5 Prozent des Bruttostromverbrauchs entspricht. Zum Vergleich: Die Importquoten von Steinkohle, Mineralöl und Erdgas lagen im Jahr 2023 bei 100 Prozent, 98 Prozent und 95 Prozent.
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