Schriftliche Frage 132 von Dr. Zoe Mayer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was ist seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der TIGER-Studie (www.fli.de/fileadmin/FLI/IT T/Projekte/TIGER/TIGER_Brosch%C3%BCre_A 4_int…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 30. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 132 von Dr. Zoe Mayer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was ist seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der TIGER-Studie (www.fli.de/fileadmin/FLI/IT T/Projekte/TIGER/TIGER_Brosch%C3%BCre_A 4_int…
Frage 132 (Dr. Zoe Mayer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Was ist seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der TIGER-Studie (www.fli.de/fileadmin/FLI/IT T/Projekte/TIGER/TIGER_Brosch%C3%BCre_A 4_interaktiv.pdf), die bei den untersuchten Inertgasgemischen deutliche Vorteile in Bezug auf den Tierschutz im Vergleich zur aktuellen CO2- Betäubung zeigen konnten, an noch erforderlichen tierbasierten Untersuchungen zur flächendeckenden Implementierung einer optimierten Gasbetäubung in Schlachtbetrieben bereits erfolgt, und was genau plant die Bundesregierung noch, um möglichst schnell eine alternative Betäubung zu etablieren (bitte Maßnahmen einzeln mit geplantem Umsetzungszeitpunkt auflisten)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf vom 31. März 2026:
Im Rahmen des Projekts „Tierschutzgerechte Gasbetäubung von Schlachtschweinen im Diplift- und Paternoster-System“ (TIGER) ist es dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gelungen, eine Anlage mit geringem Durchsatz von der herkömmlichen Betäubung mit Kohlenstoffdioxid (CO2) mittels Verwendung des Gases Argon auf eine tierschutzgerechtere Betäubung umzustellen. Auch das Max Rubner-Institut (MRI) hat im kleinen Maßstab gezeigt, dass eine tierschutzgerechtere Gasbetäubung von Schweinen möglich ist, seinerseits unter Verwendung des Gases Helium. Die Projektergebnisse beider Bundesforschungsinstitute im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sind zentrale Bestandteile des EU- Projekts „PigStun“ (https://eurcaw-pigs.eu/dossier/pigstun) und haben auch dadurch über Deutschland hinausgehende Bekanntheit unter den relevanten Interessenträgern erlangt. Für die weitverbreiteten CO2-Betäubungsanlagen des Paternoster-Typs mit hohem Durchsatz wurden bisher noch keine alternativen Argonoder Helium-Betäubungsanlagen entwickelt. Sobald praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Lösungen verfügbar sind, wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass diese die herkömmliche CO2- Betäubung von Schweinen bei der Schlachtung perspektivisch EU-weit ablösen.
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