Agroforst Jetzt!
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Agroforst Jetzt!
Tätigkeit: Plattform, Netzwerk, Interessengemeinschaft, Denkfabrik, Initiative, Aktionsbündnis o. ä.
Agroforst Jetzt! ist eine Initiative/Plattform zur Verbesserung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Agroforstsysteme in Deutschland. Ziel ist es, Agroforst als wichtigen Baustein einer nachhaltigen Landwirtschaft, Klimaanpassung und Bioökonomie stärker in der Bundespolitik zu verankern. Die Initiative versteht sich als punktuelles Zusammenkommen verschiedener Organisationen und Akteure, um einen Startimpuls für die Agroforstwirtschaft zu setzen.
Zum Zweck der Interessenvertretung werden insbesondere folgende Tätigkeiten ausgeübt:
- Erarbeitung gemeinsamer Positionen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Agroforst in Deutschland (u. a. zu rechtlicher Anerkennung von Agroforstsystemen, Abbau bürokratischer Hürden und Ausgestaltung von Förderinstrumenten).
- Organisation und Durchführung von Workshops und Austauschformaten mit Akteuren aus Praxis, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und unterstützenden Organisationen zur Entwicklung konsensfähiger politischer Vorschläge.
- Veröffentlichung und Verbreitung eines gemeinsamen Aufrufs und zugehöriger Informationsmaterialien (u. a. als PDF) sowie fortlaufende Öffentlichkeitsarbeit (Website, Updates), um Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger über Potenziale und Hemmnisse von Agroforstsystemen zu informieren.
- Direkte Ansprache und fachlicher Austausch mit Adressatinnen und Adressaten im Sinne des Lobbyregistergesetzes (z. B. Mitglieder des Deutschen Bundestages, Fraktionen, Mitarbeitende, Bundesministerien und Bundesverwaltung), insbesondere durch Gespräche, schriftliche Kommunikation und die Übermittlung von Positionspapieren/Handlungsempfehlungen.
- Mobilisierung und Koordination von Unterstützerinnen und Unterstützern des Aufrufs (Organisationen, landwirtschaftliche Betriebe und Privatpersonen), u. a. durch Einholung von Unterzeichnungen und Vernetzung, um dem Thema politisches Gewicht zu verleihen.
Die Interessenvertretung erfolgt im eigenen Namen und im eigenen Interesse der Initiative; es werden keine Interessenvertretungsleistungen im Auftrag Dritter erbracht. Die Initiative ging aus einem Projekt der bereits registrierten ProjectTogether gGmbH hervor und agiert seit 1.1.2026 als eigenständiges Netzwerk.
Interessenbereiche: Artenschutz/Biodiversität; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Land- und Forstwirtschaft; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Immissionsschutz; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Lebensmittelsicherheit; Klimaschutz
Regelungsvorhaben:
- Weiterentwicklung des GAK-Rahmenplans zur praxistauglichen Investitionsförderung von Agroforstsystemen.: Weiterentwicklung der Investitionsförderung für Agroforstsysteme im Rahmen des GAK-Rahmenplans (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“). Ziel ist eine praxistaugliche, auskömmliche und rechtssichere Förderkulisse für Anlage und Etablierung von Agroforst (z. B. förderfähige Kosten, Fördersätze, Antrags- und Nachweisanforderungen). Bürokratie und Vollzugshürden sollen reduziert und eine klare Einordnung von Agroforst in Förderlogik und Kontrollen gewährleistet werden.
- Sicherung und Weiterentwicklung der Bestandsförderung für Agroforst über GAP-Strategieplan und Öko-Regelung 3.: Weiterentwicklung des deutschen GAP-Strategieplans, insbesondere der Öko-Regelung 3, zur langfristig verlässlichen und praxistauglichen Bestandsförderung bestehender Agroforstsysteme. Ziel ist eine auskömmliche Förderung über die nächste GAP-Periode hinweg mit klaren Förderbedingungen, eindeutigen Nachweis- und Kontrollkriterien sowie einfacher Anwendbarkeit für landwirtschaftliche Betriebe. Agroforstflächen sollen als landwirtschaftliche Nutzfläche anerkannt bleiben und nicht durch unklare Regelungen oder Vollzugspraxis benachteiligt werden.
- Bundesweit einheitlichere, praxisnahe Auslegung des Naturschutzrechts für Agroforstsysteme zur Erhöhung der Rechtssicherheit.: Verbesserung der Rechtssicherheit für Agroforstsysteme durch klare, praxisnahe und möglichst bundeseinheitliche Auslegung naturschutzrechtlicher Anforderungen im landwirtschaftlichen Kontext. Ziel ist, Unsicherheiten und Hemmnisse durch uneinheitliche Behördenpraxis zu reduzieren (z. B. im Hinblick auf Biotopschutz, Eingriffsregelung, Artenschutz, Gehölzschutz). Dazu sollen Vollzugshinweise/Handreichungen auf Bundesebene gefördert bzw. erstellt werden, um Landwirten und Behörden klare Kriterien für Anlage, Pflege und Nutzung von Agroforst zu geben.
Relationen
Keine Relationen.