Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V.
Text
Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Der DeFAF setzt sich für alle Anliegen zur Anlage, Bewirtschaftung, Verbreitung und Förderung von Agroforstsystemen in Deutschland ein. Er verfolgt damit vor allem das Ziel, jegliche Form der agroforstlichen Nutzung als wesentlichen Bestandteil der deutschen Agrarwirtschaft in die landwirtschaftliche Praxis zu integrieren. Nach seinem Verständnis handelt es sich bei Agroforstwirtschaft um ein landwirtschaftlich geprägtes Landbausystem, bei dem landwirtschaftliche bzw. gärtnerische Kulturpflanzen oder Grünland und/oder Nutztiere zusammen mit Gehölzpflanzen (Bäumen und/oder Sträucher) auf ein und derselben Bewirtschaftungsfläche angebaut bzw. gehalten und genutzt werden. Hierbei können Art, Alter, Anzahl, Verteilung und Anordnung der Gehölze variieren.
Ziele:
1. Die rechtliche Definition von Agroforstwirtschaft unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Rahmenbedingungen optimieren.
2.Förderung der Agroforstwirtschaft optimieren.
3.Datenbank zu Agroforstflächen in Deutschland als Orientierungshilfe für Betriebe und politische Argumentationsbasis weiterentwickeln.
4.LandwirtInnen motivieren, selbst Agroforstsysteme anzulegen, als Beitrag zu mehr (Klima-)Resilienz.
5.Werkzeuge entwickeln, um die Bevölkerung mit einzubinden und eine gesellschaftliche Teilhabe für die Etablierung von Agroforstsystemen zu erreichen.
6.Agroforstwirtschaft als Teil der allgemeinen Bildung etablieren.
7.Dialog zur Umsetzung der Agroforstwirtschaft mit Naturschutzverbänden und Naturschutzverwaltungen intensivieren.
8.Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette, um die Wirtschaftlichkeit von Agroforstsystemen herauszustellen und die Umsetzung für Betriebe zu erleichtern.
Um diese Ziele zu erreichen versucht der DeFAF z.B. politische EntscheidungsträgerInnen bei der Ausgestaltung von z.B. Förderprogrammen zu beraten, sodass praxisnahe und ziehlführende, konstruktive Ergebnisse erreicht werden, die die Pflanzung von Bäumen in der Landwirtschaft befördern. Außerdem werden u.a. runde Tische und Formate wie z.B. Feldtage mit politischen EntscheidungsträgerInnen, aber auch anderen Verbänden durchgeführt, um die Agroforstwirtschaft bekannter zu machen und gute Zusammenarbeit hinsichtlich Verbesserungen für die Agroforstwirtschaft zu erwirken.
Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Erneuerbare Energien; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Schulische Bildung; Hochschulbildung; Berufliche Bildung; Vorschulische Bildung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; EU-Gesetzgebung; Land- und Forstwirtschaft; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Klimaschutz; Artenschutz/Biodiversität
Regelungsvorhaben:
- Stellungname an BMEL: Forderung der Verbesserung der Förderbedingungen für Agroforst über ÖR 3 und GAPDZV: 1. Zulassung des Anbaus mehrerer Ackerkulturen im Agroforstsystem
2. Überarbeitung der Negativliste für Baumarten, um eine Klimaanpassung zu ermöglichen.
3. Anerkennung von stärker gehölzbetonten Agroforstsystemen
4. Ausweitung der maximalen Breite von Gehölzstreifen
5. Reduktion des Mindestabstands zwischen Gehölzstreifen
6. Zulassung der Kombination von ÖR 3 und ÖR 1
Relationen
Keine Relationen.