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Schriftliche Frage 22 von Karoline Otte (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Trifft es zu, dass trotz der durch das Forum on Harmful Tax Practices nie erfolgten Einstufung des US-FDII-Regimes als Nexus-konforme Präfer…

dip / schriftliche_frage 31.10.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen.

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Schriftliche Frage 22 von Karoline Otte (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Trifft es zu, dass trotz der durch das Forum on Harmful Tax Practices nie erfolgten Einstufung des US-FDII-Regimes als Nexus-konforme Präfer… Frage 22 (Karoline Otte, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Trifft es zu, dass trotz der durch das Forum on Harmful Tax Practices nie erfolgten Einstufung des US-FDII-Regimes als Nexus-konforme Präferenzregelung, die nationale Lizenzschranke (nach § 4j des Einkommensteuergesetzes) in den Jahren 2018 bis 2024 nicht (rückwirkend) angewendet wurde, und wenn ja, wie begründet dies die Bundesregierung, insbesondere vor dem Hintergrund des diesbezüglichen Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 6. Januar 2022 (6. Januar 2022 – IV C 2 – S 2144-g/20/10002 :005 BStBl 2022 I S. 103)? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Schrodi vom 30. Oktober 2025: Fälle mit Zahlungen im Sinne des § 4j Absatz 1 Satz 1 oder Satz 2 EStG, die der US-FDII (Foreign Derived Intangible Income) unterlegen haben, wurden vor dem Hintergrund der erwarteten Prüfung der US- FDII durch das Forum on Harmful Tax Practices (FHTP) zunächst verfahrensrechtlich offen gehalten (vgl. BMF-Schreiben vom 6. Januar 2022, BStBl I S. 103). Das FHTP hat die Prüfung der US-Regelung FDII aufgrund der im Jahr 2021 durch die US-Regierung angekündigten Aufhebung ausgesetzt. Die Regelung wird im aktuellen Statusbericht des FHTP (abrufbar unter: www.oecd.org/content/dam/oecd/en/topics/policy-sub-issues/harmful-ta x-practices/harmful-tax-practices-consolidated-peer-review-results-on-p referential-regimes.pdf) weiterhin als „in Aufhebung befindlich“ geführt. Vor dem Hintergrund der mit dem One Big Beautiful Bill Act umgesetzten Reform der FDII (ab 2026: FDDEI) rechnet das Bundesministerium der Finanzen nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der Prüfung für zurückliegende Jahre. Wegen drohender Festsetzungsjährung der offen gehaltenen Fälle war eine abschließende Entscheidung zum Anwendungsbereich der Lizenzschranke gemäß § 4j EStG in Fällen der US-FDII erforderlich. Die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern kamen zu dem Ergebnis, dass die US-Regelung FDII nicht vom Anwendungsbereich der Lizenzschranke erfasst ist.

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