Schriftliche Frage 111 von Thomas Ladzinski (AfD): Sieht die Bundesregierung ein systematisches Risiko für eine Versorgungslücke an Germanium, Samarium, Dysprosium und Terbium im Bereich der…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Text
Schriftliche Frage 111 von Thomas Ladzinski (AfD): Sieht die Bundesregierung ein systematisches Risiko für eine Versorgungslücke an Germanium, Samarium, Dysprosium und Terbium im Bereich der…
Frage 111 (Thomas Ladzinski, AfD):
Sieht die Bundesregierung ein systematisches Risiko für eine Versorgungslücke an Germanium, Samarium, Dysprosium und Terbium im Bereich der Rüstungsprojekte für die nächsten fünf Jahre durch die starke Abhängigkeit von China und die eingetretene Mengenreduzierung für den Export von z. B. Germanium, und welche Strategien werden durch die Bundesrepublik Deutschland verfolgt werden, um sich aus dieser Abhängigkeit von China zu lösen?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 7. Oktober 2025:
Kritische Rohstoffe wie Germanium, Samarium, Dysprosium und Terbium sind für die Industrie essenziell und resiliente Lieferketten für die Wirtschaftssicherheit systemrelevant. China nimmt eine zentrale Rolle in der globalen Versorgung mit kritischen Rohstoffen, so auch mit den in der Fragestellung genannten Rohstoffen, ein. Die Bundesregierung nimmt die Risiken durch Chinas unilaterale Exportkontrollen daher sehr ernst. In ihrem Risikomonitoring beobachtet und analysiert die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) kontinuierlich die Risiken in Lieferketten kritischer Rohstoffe und berät dazu auch Unternehmen. Die Bundesregierung hat mit dem Rohstofffonds, Ungebundenen Finanzkreditgarantien für Rohstoffprojekte und der Förderung der Kreislaufwirtschaft ein breites Maßnahmenportfolio zur Unterstützung einer sicheren Rohstoffversorgung aufgesetzt. Mit dem Critical Raw Materials Act hat die EU einen wichtigen Rahmen geschaffen, um die Abhängigkeit der EU zu verringern. Neben der Förderung der Gewinnung von Rohstoffen in der EU und der Diversifizierung von Lieferketten sind auch Maßnahmen zum Monitoring der Abhängigkeiten und der Lagerhaltung wichtiger Rohstoffe geplant. Dazu sieht der Koalitionsvertrag vor, dass die Bundesregierung Projekte zur Gewinnung und Weiterverarbeitung von kritischen Rohstoffen in der EU unterstützt und die dafür benötigten Rahmenbedingungen verbessert. Die Bevorratung wichtiger Rohstoffe kann gegen unvorhergesehene kurzfristige Lieferengpässe Abhilfe schaffen. Die Bundesregierung beabsichtigt, durch Erleichterungen dafür zu sorgen, dass Unternehmen verstärkt in eigener Regie die Bevorratung der für sie notwendigen Rohstoffe durchführen.
Relationen
- asked ← Thomas Ladzinski (Schriftliche Frage)
- part_of → Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung