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Schriftliche Frage 115 von Uwe Schulz (AfD): Welche Maßnahmen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bislang zur Reform des Markt- bzw. Netzregeldesigns ergriffen, um Redi…

dip / schriftliche_frage 10.10.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Oktober 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 115 von Uwe Schulz (AfD): Welche Maßnahmen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bislang zur Reform des Markt- bzw. Netzregeldesigns ergriffen, um Redi… Frage 115 (Uwe Schulz, AfD): Welche Maßnahmen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bislang zur Reform des Markt- bzw. Netzregeldesigns ergriffen, um Redispatch-Volumina zu reduzieren, und welche zusätzlichen Schritte beabsichtigt die Bundesregierung bis Ende 2026, um die Systemstabilität bei steigendem Anteil erneuerbarer Energien sicherzustellen? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 8. Oktober 2025: Die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Redispatchvolumina zu reduzieren. Neben einer Beschleunigung des Netzausbaus hat die Bundesregierung auch Maßnahmen aus den Bereichen Marktdesign und Netzoptimierung ergriffen. Die Bundesregierung hat beispielsweise eine Vielzahl von regulatorischen Maßnahmen und Gesetzesänderungen initiiert, um die Netzoptimierung zu erleichtern und zu verbessern und somit das Netz stärker auszulasten und Netzengpässe zu reduzieren. So wurde unter anderem beschlossen, vermehrt Hochtemperaturleiter zu verbauen, die eine höhere Strombelastbarkeit der Netze erlauben. Auch wurde die Höherauslastung des Bestandsnetzes ermöglicht und der witterungsabhängige Freileitungsbetrieb vereinfacht. Darüber hinaus wurde der Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen beschleunigt. Im Oktober 2021 hat Deutschland den sogenannten Redispatch 2.0 eingeführt, mit dem Ziel, das Redispatchpotenzial zu erhöhen, die Netzführung zu optimieren und Kosten für die Behebung von Netzengpässen zu reduzieren. Die Bundesregierung setzt sich zudem auf EU-Ebene für eine zeitnahe Umsetzung der ROSC-Methode (ROSC steht für Regional Operational Security Cooperation) ein. Dadurch wird ein verlässlicher, eindeutiger und diskriminierungsfreier Rechtsrahmen für grenz- bzw. zonenübergreifend koordinierten Redispatch auf EU-Ebene geschaffen. Zur Frage der Systemstabilität: Die Bundesregierung hat die „Roadmap Systemstabilität“ erarbeitet und 2023 verabschiedet. Diese enthält einen Fahrplan, der aufzeigt, wie sich ein sicherer Systembetrieb auch bei weiter steigendem Anteil erneuerbarer Energien sicherstellen lässt. Ergebnis der Roadmap ist u. a. der Systemstabilitätsbericht der Übertragungsnetzbetreiber, den die Bundesnetzagentur im Juni 2025 erstmals veröffentlicht hat.

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