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Schriftliche Frage 74 von Uwe Schulz (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Firmensterbens auf den Wirtschafts…

dip / schriftliche_frage 06.06.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 2. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 74 von Uwe Schulz (AfD): Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Firmensterbens auf den Wirtschafts… Frage 74 (Uwe Schulz, AfD): Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Firmensterbens auf den Wirtschaftsstandort Deutschland (beispielsweise auch auf den Arbeitsmarkt, die Innovationsfähigkeit und die Versorgungssicherheit) insbesondere angesichts steigender Schließungszahlen in Schlüsselbranchen wie Chemie, IT, Gesundheitswesen und Wohnungswirtschaft, und welche Erkenntnisse zieht die Bundesregierung aus dem Umstand, dass neun von zehn Betriebsschließungen laut dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erfolgen, ohne zahlungsunfähig zu sein, u. a. wegen Fachkräftemangels, Investitionsstaus oder mangelnder Nachfolge (www.welt.de/wirtsc haft/article256149238/alarmierendes-firmensterbe n-hoechster-wert-seit-mehr-als-einer-dekad e.html)? Antwort des Staatssekretärs Bernhard Kluttig vom 4. Juni 2025: Markteintritte wie auch Marktaustritte von Unternehmen sind grundsätzlich Bestandteil der Unternehmensdynamik in einer Volkswirtschaft. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2024 beispielsweise 99.176 vollständige Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung und zugleich 120.913 Neugründungen. Diese sind auch Ausdruck fortlaufender wirtschaftlicher Anpassungsprozesse, unter anderem an sich ändernde Märkte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. In Teilen sind die Entwicklungen bei Unternehmensaufgaben und Neugründungen auch auf die demografische Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung der Unternehmensdynamik einschließlich der Aufgabe und Neugründung von Unternehmen aufmerksam. Sie sieht ein vielfältiges und auch zahlenmäßig umfangreiches Unternehmertum als eine wesentliche Voraussetzung für Wettbewerb und wirtschaftliche Dynamik an. Folglich setzt sich die Bundesregierung nicht nur für insgesamt verbesserte Standortbedingungen für bestehende Unternehmen ein (vgl. Antwort zu Frage 73), sondern auch speziell für verbesserte Rahmenbedingungen für Neugründungen und Unternehmensnachfolgen. Prioritäre Maßnahmen können dem vom Koalitionsausschuss beschlossenen „Sofortprogramm“ entnommen werden. Die dadurch angeschobene Wachstumsdynamik wird sich, mit zeitlicher Verzögerung, auch auf die Unternehmensdynamik positiv auswirken.

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